05.05.2019 - 21:18 Uhr
AmmerthalSport

DJK Ammerthal leistet sich unglaubliche Fehlerserie

Eine unterirdische Anfangsphase der DJK, die die SpVgg Ansbach regelrecht einlädt, Tore zu schießen. "Bis Ammerthal merkte, dass das Spiel losging, haben wir schon 3:0 geführt" sagt Gästetrainer Duane Collins.

18. Spielminute: Der Ansbacher Niklas Reutelhuber (links) bejubelt seinen Treffer zur 3.0-Führung für die Mittelfranken. DJK-Kapitän Mario Zitzmann (links), Torhüter Christopher Sommerer (Mitte am Rasen) und Maximilian Höhenberger (rechts) sind fassungslos Bild: Ziegler
von Autor RBAProfil

Damit traf er den Nagel auf den Kopf, denn das Dilemma begann schon in der ersten Minute, als Mario Zitzmann mit einem Fehlpass Nikolas Reutelhuber bediente, der im Abschluss das Tor nur knapp verfehlte. Hätte Benjamin Burger im Gegenzug seine Chance verwerten können, wäre die Angelegenheit womöglich anders verlaufen.

So aber kamen die Gäste in der 8. Minute zur Führung, nachdem im Mittelfeld ein Kopfball von Marco Weber bei Patrick Kroiß landete, der bediente Tom Abadjiew und der Ex-Ammerthaler vollstreckte zum 0:1. Der nächste Lapsus unterlief nur vier Minute später Daniel Gömmel, eigentlich Ammerthals Mister Zuverlässig. Nutznießer war diesmal Patrick Kroiß - 0:2. Die unglaubliche Fehlerserie war noch nicht abgeschlossen, nachdem Benjamin Burger einen bereits sicher geklärten Ball nochmal scharf machte und Niklas Reutelhuber das Geschenk zum 0:3 nutzte. Gespielt waren da gerade mal 21 Minuten.

"Man muss sich für die ersten 20 Minuten schon schämen, es ist mir völlig unerklärlich wie eine Fußballmannschaft so schläfrig agieren kann. Ich weiß nicht, was die Mannschaft gemeint hat, was das heute da ist, mir tut so was auch für unsere Fans leid", sagte DJK-Trainer Dominik Haußner, der sichtlich um Worte rang " Wir haben alles gefühlt tausend Mal besprochen. Anscheinend ist nicht mehr drin in der Mannschaft, da müssen wir uns schon selbst hinterfragen. Was ich der Mannschaft zugute halten muss, ist die Tatsache dass sie nach dem Anschlusstreffer schon engagiert aufgetreten ist, aber man kann halt so ein Spiel nach diesem klaren Rückstand auch nur noch schwer drehen."

Ein wenig Hoffnung keimte auf, nachdem Michael Jonczy in der 26. Minute auf 1:3 verkürzte. Zwei richtig dicke Torchancen zum 2:3 vergaben zunächst Maximilian Höhenberger in der 33. Minute und Jonas Weigert kurz vor dem Seitenwechsel.

Auch nach der Pause waren die Platzherren stets bemüht, den zweiten Treffer zu markieren, um weiter für Spannung zu sorgen. Chancen waren da, aber es fehlte im Abschluss an diesem Tag auch das Quäntchen Glück. Klar, dass es für die Ansbachern mitten in die Offensivbemühungen immer wieder Kontermöglichkeiten ergaben, wobei es allen voran Abadjiew mit seiner Doppelchance in der 57. Minute vorbehalten blieb, letzte Zweifel zum Auswärtssieg auszuräumen. Ammerthal setzte sich phasenweise in der gegnerischen Hälfte fest und hatte bei einem Knaller ans Lattenkreuz durch Jonczy auch noch Pech (73.). Gömmel blieb mit seiner hochkarätigen Chance ebenfalls ein Treffer verwehrt (80.). In der 84. Minute schloss Mario Götzendörfer einen der zahlreichen Konter zum 1:4 Endergebnis ab und räumte damit letzte Zweifel zum Klassenerhalt aus - für Ansbach. Ammerthal dagegen muss noch weiter zittern, zum ASV Vach sind es sechs Punkte Abstand - aber der ASV ist im direkten Vergleich besser.

DJK Ammerthal - SpVgg Ansbach 1:4 (1:3):

DJK Ammerthal: Sommerer - Burger, Kohl (38. Stauber), Zitzmann (38. Mazanec), Gömmel - Karzmarczyk, Höhenberger, Weber, Weigert - Egeter, Jonczy

SpVgg Ansbach: Petschler - Belzner, Fürsattel, Dietrich, Hasselmeier, Schmidt (79.Störzenhofecker), Meyer, Reutelhuber (68.Stolz), Götzendörfer, Abadjiew (88.Silaklang), Kroiß.

Tore: 0:1 (8.) Tom Abadjiew, 0:2 (12.) Patrick Kroiß, 0:3 (21.) Niklas Reutelhuber, 1:3 (26.) Michael Jonczy, 1:4 (84.) Mario Götzendörfer – SR: Philipp Eckerlein (Wolfersdorf) – Zuschauer: 225

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