Zunächst war einmal der Orientierungssinn gefragt: „Das ist zum Glück nicht passiert“, sagte Fabio Pirner lächelnd auf die Frage, ob er am Samstag im Sportheim der DJK Ammerthal nicht die falsche Kabine angesteuert habe. Seit diesem Sommer tragen der 25-Jährige und seine beiden jüngeren Brüder Simon (22) und Noah (19) nicht mehr das Trikot der DJK Ammerthal, sondern das der DJK aus Gebenbach.
Ein bisschen pikant war der Dreifach-Wechsel der Jungs, die aus Kürmreuth (bei Vilseck) kommen, natürlich. „Mit den allermeisten Leuten bin ich aber hier im Guten auseinandergegangen“, sagte der Gebenbacher Spieler am Samstag nach dem 3:1-Sieg seiner neuen DJK im Landkreis-Derby der Fußball-Bayernliga Nord. Deswegen sei es ein sehr schönes Gefühl, aber auch ein bisschen komisch gewesen, wieder in Ammerthal zu sein und viele bekannte Gesichter zu sehen.
Dennoch musste er seinem alten Klub wehtun. „Freilich war da etwas Glück dabei, dass er mit Hilfe des Innenpfostens reinging“, beschrieb er sein Tor zum 2:1, das den Weg zu den drei Punkten ebnete. „Wir haben zwar etwas gebraucht, um reinzukommen“, sagte der Mittelfeldmann, der vor seinem Engagement in Gebenbach zwei Spielzeiten in Ammerthal verbrachte. „Aber die zweite Hälfte war sehr dominant“, sagte Fabio, der kurz vor Schluss für seinen Bruder Simon Platz machte. Noah Pirner spielte die 90 Minuten auch fast durch.
Auch seinem neuen Coach, Dominic Rühl, gefiel Fabio Pirners Auftritt an alter Wirkungsstätte. „Aber er hat nicht nur heute ein starkes Spiel gemacht, sondern in dieser Saison schon sieben super Spiele gemacht.“ Dennoch sieht er beim Offensivspieler noch Potenzial. „Ich will noch mehr von ihm. Dass er als Spielmacher auftritt, noch mehr den Rhythmus bestimmt.“ Dass das so kommt, ist sich der Trainer sicher: „Fabio ist erst elf Wochen hier, das wird.“



















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