27.06.2019 - 13:47 Uhr
AmmerthalSport

Papa Erras und seine Aufgaben - nicht nur beim 1. FC Nürnberg

Es gibt nicht viele Oberpfälzer Fußballprofis. Einer ist Patrick Erras beim Zweitligisten 1. FC Nürnberg. Bei "Heimspielen" wie in Ammerthal ist er besonders gefragt.

Patrick Erras war ein gefragter Mann nach dem Spiel in Ammerthal.
von Josef Maier Kontakt Profil

Da ist er schon ganz der fürsorgliche Papa: "Das wäre viel zu heiß für sie gewesen." Seit gut vier Wochen ist Patrick Erras stolzer Vater der kleinen Emelie. Das Mädel war mit der Mama beim Spiel des Papas am Mittwochabend in Ammerthal natürlich noch nicht dabei. "Aber sie wird sicherlich noch viele Spiele von mir sehen", meinte der 24-Jährige nach dem 6:0-Sieg des 1. FC Nürnberg bei der DJK Ammerthal lachend. Seine neue Aufgabe zu Hause bereite ihm viel Spaß, berichtete der Raigeringer. Emelie scheint auch ein ganz braves Kind zu sein. "Ich kriege genug Schlaf."

Die Kleine wird später sicherlich einmal mitkriegen, dass ihr Papa in seiner Oberpfälzer Heimat immer im Mittelpunkt steht. Erras war nach dem Spiel des Zweitligisten beim Bayernligisten der gefragteste Mann. Er musste die meisten Autogramme schreiben, er tauchte auf den meisten Selfies auf und er hatte die meisten Gesprächspartner. "Natürlich hat er mich erkannt und wir haben auch ein bisschen gequatscht", sagte Ammerthals Trainer Dominik Haußner. Er war damals in der U15 des Clubs Trainer von Erras. "Patrick hat mir auch erzählt, dass er ab und an Ammerthal-Spiele anschaut."

Am Mittwoch schaute Erras nicht zu, sondern war mittendrin im Geschehen. Der Mittelfeldmann hat auch beim neuen Club-Trainer Damir Canadi die Aufgabe, im Mittelfeld die Schotten dicht zu machen und mit sicheren Pässen für Ruhe im Aufbauspiel zu sorgen. Den Auftritt seines Clubs vor 1600 Zuschauern in Ammerthal mit Toren von Neuzugang Felix Lohkemper (3), Törles Knöll (2) und Kapitän Hanno Behrens fand er ganz okay: "Wir haben schon ein paar gute Spielzüge gezeigt. Aber natürlich war es bei dieser Hitze auch schwer, das Tempo hochzuhalten." Ein Tor blieb dem Raigeringer trotz zweier guter Schusschancen verwehrt.

Da erging es ihm so wie Florian Fruth auf der anderen Seite. Das 20-jährige Ammerthaler Eigengewächs hätte Mitte der ersten Hälfte zum DJK-Helden werden können. "Oje, da war ich einfach zu hektisch", meinte Fruth zu der Szene, als er in bester Position den Ball übers Tor drosch. Zuvor hatte er einen Spieler namens Tim Leibold, dessen Wechsel zum HSV am Donnerstag bekannt wurde, locker ausgespielt. Trotz der verpassten Chance war Fruth glücklich. "Das war heute ein tolles Erlebnis", schwärmte der Bayern-Fan.

Das war es auch für Markus Pöllinger. Die jahrelange Torgarantie der DJK, seit 2007 im Verein, lief gegen den Club nochmals eine halbe Stunde lang als Kapitän auf. Der 39-Jährige zeigte manch gute Aktion, aber meist stand ihm dann im Mittelfeld einer im Weg - Patrick Erras.

Patrick Erras schrieb auch fleißig Autogramme.
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