In der Kreisliga 2 des Fußballkreises Hof/Wunsiedel/Tirschenreuth überschlagen sich kurz vor dem Saisonfinale die Ereignisse. Nach Spitzenreiter SV Poppenreuth hat nun auch der Tabellenzweite VfB Arzberg überraschend erklärt, auf einen möglichen Aufstieg in die Bezirksliga zu verzichten. Damit sorgt die Liga wenige Tage vor dem letzten Spieltag für eine kuriose Konstellation.
Die Entscheidung gab der VfB Arzberg am Mittwochabend in den Sozialen Medien bekannt – und das ausgerechnet vor dem alles entscheidenden Duell um die Meisterschaft. Am Freitag treffen die beiden Topteams direkt aufeinander. Sportlich geht es somit weiterhin um den Titel, auch wenn der Sprung in die höhere Spielklasse für beide Vereine kein Thema mehr ist.
In einem ausführlichen Statement begründet der VfB Arzberg seine Entscheidung mit einem aktuell laufenden Umbruch innerhalb der Mannschaft. Der mögliche Wiederaufstieg komme „einfach etwas zu früh“ und sei für den Verein in der kommenden Saison nicht sinnvoll. Die Entscheidung sei in enger Abstimmung mit dem Team gefallen und werde geschlossen getragen.
Stattdessen setzt der Verein bewusst auf Kontinuität in der Kreisliga – und blickt optimistisch nach vorne. Spannende Spiele, zahlreiche Derbys und die Weiterentwicklung der Mannschaft stehen im Fokus. Dabei zeigt sich der VfB selbstbewusst und kündigt an, auch in der kommenden Saison wieder ganz vorne angreifen zu wollen.
Ungeachtet der Aufstiegsfrage steht nun das große Finale bevor: Im letzten Heimspiel der Saison gegen den SV Poppenreuth will Arzberg die Meisterschaft perfekt machen. Die Ausgangslage verspricht Spannung bis zur letzten Minute – auch ohne Aufstieg im Hinterkopf. Für zusätzliche Brisanz sorgt die Aussicht, den Titel ausgerechnet vor heimischem Publikum feiern zu können.
Der Verein ruft seine Fans dazu auf, die Mannschaft im entscheidenden Spiel zu unterstützen. Im Anschluss soll die Saison gemeinsam mit Anhängern, Sponsoren und Freunden ausgelassen ausklingen. Meisterfeier statt Aufstieg – ein ungewöhnliches, aber dennoch reizvolles Szenario in einer ohnehin denkwürdigen Saison der Kreisliga 2.















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