Für die erstaunlichste all seiner Entscheidungen hatte Rudi Garcia eine einfache Erklärung - und nach dem beeindruckend souveränen 4:1 über die USA alle Argumente auf seiner Seite. „Wir haben Kevin nicht gebraucht. Wir haben Tore geschossen“, sagte Belgiens Trainer in der Pressekonferenz auf die Frage, warum er den langjährigen Starspieler Kevin De Bruyne vollkommen unerwartet 90 Minuten auf der Bank gelassen habe.
Nachdem der Franzose im Sechzehntelfinale beim Stand von 0:2 gegen Senegal nur noch wenige Minuten von der Ablösung als Nationalcoach entfernt war, ist er nun auf Erfolgskurs. Und bei der reifen Leistung von Seattle ragten nicht die langjährigen Recken um De Bruyne und den erneut als Joker starken Lukaku heraus, sondern andere Protagonisten: Doppeltorschütze Charles de Ketelaere, Nicolas Raskin und Hans Vanaken.
Tielemans: Unser Job war auf dem Feld
De Ketelaere und Raskin hatte Garcia das Vertrauen geschenkt. Vanaken wurde nach der Verletzung von Amadou Onana früh eingewechselt. „Wir haben das Viertelfinale erreicht, das ist gut. Aber jetzt wollen wir auch ins Halbfinale“, sagte Garcia, der bei der WM mit seinem markanten Outfit mit blauem Hemd und roter Krawatte auffällt. Am Freitag (21.00 Uhr/MESZ) wartet in Inglewood bei Los Angeles Europameister Spanien.
Belgien hat dem Wirbel um US-Stürmer Folarin Balogun in meisterlicher Manier getrotzt. „Unser Job war, auf dem Feld zu bestehen. Das haben wir getan“, sagte Kapitän Youri Tielemans.
Die Belgier bleiben nach dem Abpfiff und bei ihren Interviews ohne Triumphgeheul über den Gegner, bei dem nach einem Anruf von US-Präsident Donald Trump bei FIFA-Boss Gianni Infantino die Sperre von Angreifer Balogun erlassen worden war.
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© dpa-infocom, dpa:260707-930-344773/2














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