Der Absturz des sechsmaligen französischen Fußball-Meisters Girondins Bordeaux geht weiter. Wegen millionenschwerer Zahlungslücken ist der Ex-Club von Zinédine Zidane, Bixente Lizarazu und Johan Micoud von der vierten bis mindestens in die sechste Liga zwangsversetzt worden. Das entschied die Berufungskommission der Finanzaufsichtsbehörde DNCG, die 1984 extra zur Prüfung und Überwachung französischer Profifußball-Clubs eingerichtet wurde.
Konkret wurde Girondins erst einmal aus allen nationalen Ligen ausgeschlossen. Ein sportlicher Neuanfang kann deshalb maximal in der sechstklassigen R1 gestartet werden - vorausgesetzt der Fußball-Verband der Region Nouvelle-Aquitaine stimmt dem zu. Wegen der Finanzprobleme steht mittlerweile aber sogar die Liquidation des Vereins im Raum. Darüber muss nun ein Handelsgericht entscheiden.
Zahlreiche Ex-Stars aus Deutschland
Der Traditionsclub, für den in den 80er-Jahren auch deutsche Nationalspieler wie Klaus Allofs, Manfred Kaltz, Uwe Reinders oder Dieter Müller spielten, wurde bereits 2024 von der zweiten in die vierte Liga strafversetzt. Aktuell geht es um einen Finanzierungsbedarf von rund zehn Millionen Euro, der unter anderem aus ausstehenden Transferzahlungen und Ausbildungsentschädigungen an andere Clubs resultiert.
Ein Verkauf an den britischen Investmentfonds Sparta Capital scheiterte zuletzt. Die Suche nach einem anderen Investor blieb ebenfalls erfolglos. Im vergangenen Jahr hatte auch der frühere deutsche Nationaltorwart Oliver Kahn über einen Einstieg in Bordeaux verhandelt. Mit dem FC Bayern München gewann Kahn 1996 die beiden UEFA-Pokal-Endspiele gegen Girondins mit 2:0 und 3:1.
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