10.07.2019 - 23:24 Uhr
Sport

Breiter Kader sorgt für Konkurrenzkampf

Der Vorjahres-6. SV Mitterteich geht personell aufgerüstet in die neue Saison in der Landesliga Nordost. Viele trauen dem Team einiges zu, doch Trainer Lang tritt auf die Euphoriebremse: "Wir wollen nichts mit dem Abstieg zu tun haben."

Andreas Lang geht in seine vierte Saison als Cheftrainer des SV Mitterteich. Am Freitag um 18.30 Uhr steht das Auftaktmatch in der Landesliga Nordost gegen den FC Vorwärts Röslau auf dem Programm.
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Mit dem Derby gegen den FC Vorwärts Röslau beginnt für den SV Mitterteich am Freitag, 12. Juli, um 18.30 Uhr die Landesliga-Saison 2019/20. Mit einem guten Start will Trainer Andreas Lang die Basis für eine ähnlich erfolgreiche Saison wie zuletzt legen. Dabei lässt sich der Chefcoach bei der Zielsetzung aber nicht auf eine bestimmte Position festnageln. "Wir wollen so schnell wie möglich die nötigen Punkte holen, um nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Je besser wir am Ende abschneiden, umso größer wird die Freude sein."

Mit Vorbereitung zufrieden

Das primäre Ziel sei, die Mannschaft fußballerisch weiter zu verbessern und nach vorne zu bringen. "Ich will Fortschritte sehen", sagt der 40-Jährige, der beim SV Mitterteich in seine vierte Saison geht. Mit der Vorbereitung ist Lang zufrieden, wobei er die Testspielergebnisse - mit dem Totopokal-Blitzturnier in Grafenwöhr waren es insgesamt sieben Partien - nicht zu hoch bewerten will. Das gilt für den Sieg gegen Bayernligist SpVgg Bayern Hof beim Turnier in Selbitz ebenso wie für das 3:3 beim Bezirksligisten FC Wernberg. "Bei den Testspielen waren wir und auch die Gegner nicht in der Formation wie während der Saison. Dennoch haben bei uns manche Mechanismen schon gut geklappt. In Wernberg haben wir allerdings gesehen, wo wir Schwächen haben."

Während der SV Mitterteich früher nicht selten Personalprobleme hatte (Lang: "Da sind wir mit 13 Leuten zu einem Spiel gefahren"), kann der Coach heuer auf einen breiter aufgestellten Kader bauen. Zehn Neuzugängen stehen nur drei Abgänge gegenüber. Dass der größere Kader Probleme in Form von unzufriedenen Spielern mit sich bringt, glaubt Lang nicht. "Jeder Transfer war gewollt und jeder Spieler hat gewusst, dass er nicht automatisch gesetzt ist. Doch alle sind bereit, den Konkurrenzkampf anzunehmen", beschreibt der Trainer seine Trainingseindrücke. "Es kann sich keiner ausruhen", betont Lang, der sich auch über die höhere Trainingsbeteiligung freut.

Lob gibt es von Lang für die Neuzugänge Florian Reich, Thomas Wildenauer, Kevin Grünauer, Jonas Federer (alle SpVgg SV Weiden), Daniel Lauterbach (FC Tirschenreuth), Tim Lauterbach (VFC Kirchenlamitz), Fabian Lorenz (ATSV Tirschenreuth), Michael Mark, Fabian Bilz (beide SV Steinmühle) und Maximilian Christl (Merkur Oelsnitz). "Jeder ist individuell eine Verstärkung und bringt viel Schwung."

Christl nicht spielberechtigt

Allerdings gibt es zwei Sorgenkinder: Daniel Lauterbach wird nach seinem Kreuzbandriss langsam herangeführt und Christl, der erst vor kurzem den Profivertrag bei Drittligist Chemnitz aufgelöst hat, ist für Punktspiele noch nicht spielberechtigt.

Aufgrund der vor allem finanzkräftigen Konkurrenz in der Landesliga Nordost will Lang ("mit unserem Etat liegen wir an hinterster Stelle") nicht "blauäugig" in die Saison gehen. "Die Liga hat an Qualität zugelegt und ist wohl die stärkste seit ihrem Bestehen." Als Top-Favoriten nennt er den 1. SC Feucht sowie Aufsteiger Kickers Selb, und im gleichen Atemzug die SG Quelle Fürth, den SC Schwabach und den TSV Neudrossenfeld. Nicht zu vergessen die drei Bayernliga-Absteiger SpVgg Jahn Forchheim, FSV Erlangen-Bruck und ASV Vach.

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