28.05.2026 - 16:48 Uhr

Curaçao-Coach Advocaat: „Sicherlich nicht chancenlos“

In Deutschland reden alle nur über die Höhe des Sieges gegen Curaçao. Doch der Fußball-Zwerg will sich bei der WM teuer verkaufen - und hofft auf eine Überraschung.

Dick Advocaat will mit Curaçao bei der Fußball-WM überraschen. Bild: Kai Moorschlatt/dpa
Dick Advocaat will mit Curaçao bei der Fußball-WM überraschen.

Deutschlands Auftaktgegner Curaçao will bei der Fußball-WM nicht einfach nur dabei sein. „Wir wollen es jedem so schwer wie möglich machen. Wir sind sicherlich nicht chancenlos“, sagte Nationaltrainer Dick Advocaat im Trainingslager des klaren Turnier-Außenseiters im niederländischen Noordwijk. Deutschland und Curaçao treffen am 14. Juni in Houston aufeinander.

Das Team von der Karibikinsel hat sich als bislang kleinstes Land in der WM-Geschichte für die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko qualifiziert. In Curaçao leben nur rund 160.000 Einwohner, viele Spieler stammen deshalb aus den Niederlanden. Curaçao ist ein autonomes Bundesland des Königreichs der Niederlande.

Teamgeist als Stärke

„Es ist für die Insel gewaltig, dass wir überhaupt dabei sind“, sagte Advocaat, der aber nicht als Tourist in die USA fliegen will. „So darfst du auch nicht zu einem Turnier fahren“, sagte der 78-Jährige, der früher unter anderem als Trainer von Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga tätig war. „Wir wollen in die nächste Runde. Dafür fahren wir da hin“, sagte Advocaat. „Eine Überraschung ist immer möglich. Und eine Überraschung kann schon reichen, um weiterzukommen.“

Weitere Gegner in der Gruppe E sind Ecuador und die Elfenbeinküste. „Natürlich sind das starke Mannschaften. Aber wir haben einen großen Teamgeist. Es steckt sehr viel Ehrgeiz in dem Team. Und wenn du das hast, kannst du auch einiges erreichen“, sagte Advocaat, für den es nach 1994 (Niederlande) und 2006 (Südkorea) die dritte WM ist.

Noch zwei Testspiele

Vor dem WM-Beginn bestreitet „The Blue Wave“ noch zwei Testspiele. Am Samstag gastiert Curaçao in Schottland, am 6. Juni geht es gegen Aruba. Danach geht es ins Teamquartier nach Boca Raton in Florida.

© dpa-infocom, dpa:260528-930-142117/1

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.