12.04.2019 - 11:04 Uhr
EtzenrichtSport

Für Etzenricht wird die Luft immer dünner

Der SV Etzenricht hat am Samstag (16 Uhr) den Tabellensechsten SV Fortuna Regensburg zu Gast. Ein höchst unbequemer Gegner, der nach der blamablen Heimniederlage zuletzt gegen den SV Hutthurm unbedingt Wiedergutmachung will.

Der SV Etzenricht hat am Samstag (16 Uhr) den Tabellensechsten SV Fortuna Regensburg auf dem „Siegfried-Merkel-Sportplatz“ zu Gast. Dabei wollen Martin Pasieka (blaues Trikot) und Co. den notwendigen Sieg landen, um im Kampf um einen direkten Nichtabstiegsplatz Boden gutzumachen.
von Norbert DietlProfil

Nur noch sechs Spieltage bleiben dem SV Etzenricht, um das gesteckte Ziel direkter Klassenerhalt zu erreichen. Allerdings hat es den Anschein, als ob die Etzenrichter auf der Zielgerade der Landesliga vom Glück etwas im Stich gelassen werden. Da ist einmal die ohnehin nicht gerade üppige Personaldecke, die durch Verletzungen und beruflich bedingt noch dünner geworden ist. Und wenn man kein Glück hat, dann kommt bekanntlich auch noch Pech dazu. So am letzten Wochenende beim SVE-Gastspiel in Bad Kötzting, als man sich beim Stand von 0:0 schon am Ziel wähnte und dann doch noch den Knockout in der Nachspielzeit, sprich das 1:0 der Heimelf, kassierte und mit leeren Händen dastand.

„Eine absolut unverdiente Niederlage meiner Mannschaft, die bis zum Kötztinger Siegtreffer hervorragend agiert hatte,“ sagte Trainer Rüdiger Fuhrmann. Der SVE-Trainer weiß aber auch, dass ihm und seinen Mannen nur noch sechs Spiele bleiben, um auf einem Nichtabstiegsplatz die Saison zu beenden. Fuhrmann: „Wenn da nicht der eine oder andere, gerne auch überraschende, Dreier herausspringt, werden wir wohl um die Relegation nicht herumkommen. Auf jeden Fall gibt die Mannschaft alles.“

So kümmert es den Etzenrichter Coach auch wenig, dass am Samstag mit dem SV Fortuna Regensburg ein angezählter Gegner nach Etzenricht kommt. Bei Trainer und Sponsor Helmut Zeiml und dem Regensburger Anhang gab es am letzten Wochenende ganz lange Gesichter, denn nach einer 2:0-Führung schien man gegen das in dieser Saison noch sieglose Schlusslicht aus Hutthurm klar auf Siegeskurs zu sein. Die Multi-Kulti-Truppe von der Donau hatte dabei offensichtlich den Tabellenletzten total unterschätzt, denn nach 90 Minuten rieb man sich verdutzt die Augen. Statt eines klaren Heimsieges stand ein 2:5 und der Gast aus dem Bayerischen Wald durfte seinen ersten Saisonsieg bejubeln. Damit wurde der SV Fortuna Regensburg einmal mehr seinem Ruf gerecht, eine Art „Wundertüte“ der Liga zu sein. Eine Mannschaft, die einen mehr oder weniger furiosen März hingelegt hatte und beim Spitzenreiter in Donaustauf mit 2:1 gewann und den Tabellenzweiten Cham mit 3:2 besiegte, legte in den drei folgenden Spielen eine Niederlagenserie hin. Und das 2:5 daheim gegen Hutthurm war zweifellos der negative Höhepunkt. Dass die Mannschaft jetzt in der Pflicht ist sich zu rehabilitieren, versteht sich von selbst.

Da ist die Erwartungshaltung beim Etzenrichter Anhang schon deutlich realistischer, zumal man weiß, dass ein motivierter und spielerisch starker Gegner zu Gast ist und angesichts der eigenen Personalsorgen sicher keine Wunderdinge zu erwarten sind. Vergleicht man die Torbilanz der beiden Mannschaften, so erkennt man nicht den ganz großen Unterschied. 43:52 (Fortuna) und 35:47 (Etzenricht) erklären nicht die Punktedifferenz und den unterschiedlichen Tabellenplatz. Auf Rang sechs liegend hat Regensburg 45 Zähler eingefahren, beim SV Etzenricht auf dem 15. Rang stehen ganze 27 Zähler auf der Habenseite.

Besonders misslich ist bei Etzenricht der Umstand, dass man in den letzten drei Spielen kein Tor erzielen konnte. Die heimischen Hoffnungen ruhen einmal mehr auf Martin Pasieka, der wieder dabei ist. Hinter dem Einsatz von Michael Wexlberger und Norbert Ferstl steht großes Fragezeichen. Timo Nürnberger (verletzt), Michael Heisig (Manöver) und Konstantin Graßl (Urlaub) fehlen auf jeden Fall.

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