12.05.2019 - 15:14 Uhr
EtzenrichtSport

Gegen Hutthurm Kantersieg teuer erkauft

Das 8:0 ist der höchste Sieg in 13 Jahren Landesliga. Helmut Jurek beleidigt den Gegenspieler und fliegt mit Rot vom Platz.

Chousein Chousein vergibt in dieser Situation eine Kopfballchance und scheitert am Gästeschlussmann Johannes Schrank. Egal: Der SV Etzenricht siegte klar mit 8:0.
von Norbert DietlProfil

(otr) Aufgabe erfüllt: Vor handverlesenem Publikum besiegte der SV Etzenricht das Tabellenschlusslicht aus Hutthurm erwartungsgemäß deutlich und holte sich damit für die bevorstehende Relegationsrunde eine gehörige Portion Selbstvertrauen. Die Rote Karte zehn Minuten vor Spielende für Helmut Jurek trübte aber die Freude über den 8:0-Kantersieg gehörig.

Ein Hagelschauer unmittelbar vor Spielbeginn hüllte das Spielfeld des „Siegfried-Merkel-Sportplatzes“ nicht nur in winterliches Weiß, sondern sorgte auch dafür, dass Schiedsrichter Fabian Zimmermann aus Lauf die Begegnung erst mit 15-minütiger Verspätung anpfiff. Der anfängliche Elan der Gäste war nur von kurzer Dauer, die Hausherren waren nach wenigen Minuten schon eindeutig „Herr im eigenen Haus“. Zwar versuchte Hutthurm immer wieder mit Entlastungsangriffen den Dampf aus dem Kessel zu nehmen, aber SVE-Schlussmann Michael Heisig konnte einen geruhsamen Nachmittag verbringen.

Etzenricht näherte sich von Minute zu Minute immer mehr dem Gästetor an. Nach 20 Minuten war die Hutthurmer Bastion sturmreif geschossen. Nach einer Ecke von Stephan Herrmann köpfte Johannes Pötzl zum längst fälligen 1:0 ein. Dem 2:0 in der 25. Minute ging abermals ein Eckball voraus. Wieder schlug Herrmann das Leder nach innen. Johannes Pötzl ließ den Ball über den Scheitel rutschen, am langen Pfosten war Andreas Mark zur Stelle und es hieß 2.0. Die 3:0-Pausenführung war ein Treffer mit Ansage. Gästekeeper Johannes Schrank machte, zumindest was die Körpergröße angeht, seinem Namen keine Ehre. Bei einem Freistoß aus halblinker Position nutzte Helmut Jurek mit einem Schlenzer um die Mauer herum ins lange Eck den Umstand aus, dass der Nachwuchstorhüter der Gäste sicher nicht zu den von der Körpergröße her auffallendsten Torhütern der Liga zählt.

Sechs Minuten nach Wiederbeginn baute Stephan Herrmann mit einem trockenen Schuss von der Strafraumgrenze den Vorsprung auf 4:0 aus. In der 68. Minute dann die erste ernsthafte Möglichkeit der Gäste. Fabian Parzer konnte einen schnellen Konterangriff aber nicht erfolgreich abschließen. Dass Johannes Pötzl (2) und jeweils Stephan Herrmann und Christian Ermer weitere vier Treffer zum überdeutlichen 8:0-Sieg des SV Etzenricht beitrugen, hatte nur statistische Bedeutung.

Andreas Weihermüller, der wieder für den erkrankten Trainer Rüdiger Fuhrmann an der Außenlinie stand, konnte sich aber über das Ergebnis am Ende nämlich nicht so richtig freuen. Der Referee hatte nämlich seine Ohren gespitzt und zeigte Jurek, nachdem dieser einen Gegenspieler mit einem Schimpfwort ( dem Vernehmen nach "Idiot") belegt hatte, die Rote Karte. „Wir haben unsere Aufgabe sehr gut gelöst und gezeigt, dass wir sicher nicht chancenlos in die Relegation gehen", sagte Weihermüller. "Der Platzverweis von Jurek ist für uns aber mehr als schmerzhaft. Wenn so ein Wort immer Rot nach sich zieht, dann wird in Zukunft kein Spiel mehr mit 22 Spielern beendet werden."

Info:

SV Etzenricht - SV Hutthurm 8:0 (3:0)

SV Etzenricht: Heisig, Mark (66. Diermeier), Graßl, Koppmann, Herrmann, Christian Ermer, Pötzl, Chousein, Nürnberger, Sebastian Ermer (75. Thomas Paul), Jurek

SV Hutthurm: Schrank, Köberl, Kriegl, Goldschmidt, Waldbauer, Ritzer (46. Windorfer), Graf, Parzer, Kühberger, Freund (46. Bauer), Kinateder (58. Kronawitter)

Tore: 1:0 (20.) Johannes Pötzl, 2:0 (25.) Andreas Mark, 3:0 (34.) Helmut Jurek, 4:0 (51. Stephan Herrmann, 5:0 (77.) Johannes Pötzl, 6:0 (82.) Stephan Herrmann, 7:0 (87.) Christian Ermer, 8:0 (90.) Johannes Pötzl - SR: Fabian Zimmermann (SK Heuchling) - Zuschauer: 70 - Rot: (80.) Helmut Jurek (SV Etzenricht)

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