02.04.2019 - 13:10 Uhr
EtzenrichtSport

Nur ein Sieg zählt

Für den SV Etzenricht ist gegen den SC Ettmannsdorf am Mittwoch ein Heimsieg Pflicht. Aber die Personaldecke wird immer dünner.

Der Etzenrichter Stephan Herrmann (links) schirmt den Ball gegen den Burglengenfelder Bastian Beer ab. Die Fuhrmann-Truppe verlor gegen den ASV 0:1. Im Nachholspiel gegen Ettmannsdorf muss deshalb unbedingt ein Sieg her.
von Norbert DietlProfil

In einer Nachholbegegnung des 25. Spieltages erwartet der SV Etzenricht am heutigen Mittwochabend (18 Uhr) auf dem "Siegfried-Merkel-Sportplatz" den SC Ettmannsdorf. Ein Sieg ist eigentlich ein Muss, denn ansonsten dürfte sich der Traum vom direkten Klassenerhalt kaum noch realisieren lassen.

Nach der Niederlage am Samstag gegen den ASV Burglengenfeld tritt der SV Etzenricht in Sachen direkter Klassenerhalt nicht nur auf der Stelle, eigentlich haben sich die Chancen sogar verschlechtert. Zum TSV Kareth-Lappersdorf konnte man nicht aufschließen und der FC Tegernheim war mit seinem Lastminute-Sieg in Waldkirchen der eigentliche Gewinner dieses Spieltages. Da könnte das Wochenende für den SV Etzenricht, sollte das Nachholspiel heute nicht gewonnen werden, schon eine Vorentscheidung bringen.

Trotzdem bleibt der direkte Klassenerhalt für Rüdiger Fuhrmann und seine Truppe weiterhin das erklärte Ziel. Als Gegner kommt der SC Ettmannsdorf aber alles andere als gelegen. Mit einer 1:2-Niederlage verabschiedeten sich die Gäste aus dem Schwandorfer Ortsteil als Tabellenzwölfter in die Winterpause. Seit der Ball in der Landesliga aber wieder rollt, hat Trainer Mario Albert in vier Spielen die Maximalausbeute von 12 Punkten eingefahren. Zuletzt spielte man dreimal zu null und verbesserte dadurch die Bilanz bei den Gegentoren (32 in 26 Spielen) nachhaltig. Es ist zu erwarten, dass der Sportclub seine zuletzt beim 1:0-Auswärtssieg in Passau so erfolgreich praktizierte defensive Marschroute auch in Etzenricht beibehalten wird.

Wenn man sich vergegenwärtigt, dass beim SC Ettmannsdorf bis auf Calvin Morin die komplette Abwehrformation schon Bayernliga, zum Teil sogar schon Regionalliga und 3. Liga gespielt hat, wundert das nicht. Dass die Truppe von Trainer Rüdiger Fuhrmann mit so defensiv ausgerichteten Gegnern ihre liebe Mühe hat. Davon konnte man sich am letzten Samstag beim 0:1 gegen Burglengenfeld überzeugen. Pikant zudem der Umstand, dass mit Andreas Müller der Ettmansdorfer Abwehrchef von 2012 bis 2015 drei Jahre lang beim SV Etzenricht "hinten dicht gemacht" hat. Und diese Aufgabe wird er diesmal auf der anderen Seite versuchen zu erfüllen. In der Offensive muss die SV-Hintermannschaft Tobias Wiesner besonders im Auge haben. Mit 13 Treffern führt der ehemalige U19-Bundesligaspieler, der in der Vergangenheit schon für Jahn Regensburg in der 3. Liga und für die SpVgg Weiden und den FC Amberg in der Regionalliga kickte, die vereinsinterne Torjägerliste vor Damian Huf (11) an.

Im Lager des SV Etzenricht ist nach der Niederlage gegen Burglengenfeld ein wenig Ernüchterung eingekehrt. "Wir denken nur noch von Spiel zu Spiel, wobei uns ehrlich gesagt, langsam die Spiele ausgehen", so Teammanager Markus Hofbauer. Wenn in den sieben noch anstehenden Landesligabegegnungen der direkte Klassenerhalt geschafft werden soll, dann darf man nicht mehr oft verlieren.

Was die Personallage anlangt, so ist man beim SVE alles andere als optimistisch. Stammtorhüter Michael Heisig steht beruflich bedingt nicht zur Verfügung. Für ihn kommt Luca Wittmann zu seinem vierten Saisoneinsatz in der Landesliga. Auch Timo Nürnberg fällt weiter aus (verletzt). Ein Einsatz von Helmut Jurek ist mehr als unwahrscheinlich. Glücklicherweise hat Konstantin Graßl bei seinem Studium derzeit ein wenig Luft und kommt zum Einsatz.

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