Für den Sv Etzenricht zählt am Samstag, 16 Uhr, nur ein Sieg. Bei einer Niederlage würden die Chance auf den direkten Klassenerhalt gegen Null sinken. Cham will auch nicht verlieren, weil man nur mit einem Dreier Spitzenreiter Donaustauf auf den Fersen bleiben kann.
Zwölf Punkte sind in der Landesliga Mitte noch zu vergeben, wobei in den noch ausstehenden vier Spielen der SV Etzenricht eigentlich von Sieg zu Sieg eilen müsste, wenn der direkte Klassenerhalt noch geschafft werden sollte. Der TSV Kareth-Lappersdorf (37), der SV Neukirchen b. Hl. Blut (38), der FC Tegernheim (39) und der TSV Waldkirchen (41) sind vor diesem 31. Spieltag für den SV Etzenricht (30) zumindest rechnerisch noch in Reichweite. Nicht nur jeder eigene Punktverlust, sondern auch jeder Punktgewinn dieser Konkurrenten rückt die Etzenrichter immer näher in Richtung "Abstiegsrelegation".
Für Sportlichen Leiter Markus Hofbauer aber längst kein Grund, die Flinte vorzeitig ins Korn zu werfen: "Wir stecken nicht auf. Auch bei der unglücklichen Niederlage bei Tabellenführer in Donaustauf konnte jeder sehen, dass es in der Mannschaft auf dem Platz zu 100 Prozent stimmt." Angesichts der prekären Tabellensituation haderte man nicht nur zuletzt mit einigen Schiedsrichterentscheidungen. So wurden dem SV Etzenricht am vergangenen Samstag beim Donaustaufer 2:0-Sieg nicht nur aus Etzenrichter Sicht zwei reguläre Tore nicht anerkannt.
Hofbauer weist zudem auf die recht unglückliche Konstellation bei der Termingestaltung hin. "Unsere Gegner haben immer eine Woche zuvor gegen Hutthurm gespielt", so der sportliche Leiter. Gegen die "Schießbudentruppe" der Liga (Tabellenletzter mit vier Punkten und 14:138 Toren) hätten sich die Gegner immer zum Teil fehlendes Selbstvertrauen mit Kantersiegen geholt. Auf den nächsten Gegner Cham trifft das so zwar nicht zu, dass man aber nach einem 11:0-Sieg mit ganz breiter Brust zum nächsten Gegner fährt, versteht sich von selbst.
Den ASV Cham schätzt Hofbauer zudem im Vergleich zu Donaustauf sogar als das stärkere Team ein. "Die sind mannschaftlich geschlossener, haben mehr Erfahrung und mit Stefan Riederer den wohl stärksten Torhüter der Liga zwischen den Pfosten." Der 33-Jährige, der schon in Kaiserslautern, Unterhaching und Chemnitz gespielt hat, verhinderte schon beim 1:0-Hinspielsieg des ASV mit überragenden Paraden zumindest einen Teilerfolg des SVE.
Für das Rückspiel bleibt allerdings die Feststellung, dass Etzenricht gegen Cham zuletzt im August 2014 gewinnen konnte. Thomas Schärtl und Johannes Pötzl erzielten damals die Treffer zum 2:0-Heimsieg. In der Folge gab es ein Unentschieden und zwei Niederlagen. Während bei den Gästen Coach Andreas Lengsfeld seine Truppe auf Siegkurs führen will, fehlt beim heimischen SVE Stammübungsleiter Rüdiger Fuhrmann weiter krankheitsbedingt.
Co-Trainer Andreas Weihermüller muss zwar nach wie vor auf den verletzten Norbert Ferstl und auf Konstantin Graßl verzichten, kann aber wieder mit Timo Nürnberger, Helmut Jurek und Sebastian Ermer planen. Der eine oder andere Akteur aus dem Juniorenbereich könnte auf der Auswechselbank Platz nehmen.













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