02.11.2021 - 12:13 Uhr
FalkenbergSport

Dramatische Szene in der Kreisklasse: Gegner rettet Spieler das Leben

Da war an Fußball nicht mehr zu denken: Bei der Begegnung der DJK Falkenberg gegen den FSV Tirschenreuth fällt ein Spieler unglücklich und droht zu ersticken. Sein Gegenspieler rettet ihm das Leben.

Das Spiel in der Kreisklasse Stiftland zwischen der DJK Falkenberg und dem FSV Tirschenreuth wurde wegen eines Notarzteinsatzes abgebrochen.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Ein dramatischer Zwischenfall hat am Sonntag zum Abbruch der Partie in der Kreisklasse Stiftland zwischen der DJK Falkenberg und dem FSV Tirschenreuth geführt. Was war passiert? Nach etwas mehr als einer halben Stunde und beim Spielstand von 1:1 gab es einen Freistoß für die gastgebende DJK. Schiedsrichter Dieter Sagolla (SV Leutendorf) positionierte die Mauer der Tirschenreuther und ermahnte einen FSV-Spieler, den Abstand einzuhalten und noch zwei Meter weiter zurückzugehen. "Unser Spieler ging zurück, fiel plötzlich nach hinten um, schlug vermutlich mit dem Hinterkopf auf dem Boden auf und muss dabei seine Zunge verschluckt haben", beschreibt FSV-Vorsitzender Herbert Sladky gegenüber Oberpfalz-Medien die Situation so, wie sie ihm geschildert worden ist, da er selbst nicht in Falkenberg dabei war.

Der Spieler war "sofort ohnmächtig und hatte seine Augen verdreht". Geistesgegenwärtig erkannte ein Spieler der DJK Falkenberg blitzschnell die Situation und versuchte, seinem Gegenspieler die Zunge wieder aus dem Rachen zu holen. "Wenn da nicht so schnell reagiert worden wäre, wäre unser Spieler vermutlich erstickt", malt Sladky ein Szenario aus, das glücklicherweise nicht eingetreten ist. "Ich bin selbst Ersthelfer, aber unser Spieler hat in dieser Notsituation super reagiert. Ich bin auch schnell auf den Platz geeilt, da hatte er aber schon die Hand im Mund des Tirschenreuthers und hat die Zunge wieder hervorgeholt", blickt Falkenbergs Sportlicher Leiter Harald Konrad auf die Szene.

Obwohl der alarmierte Notarzt sehr schnell auf dem DJK-Gelände eintrifft, kommt den Akteuren das Warten qualvoll lange vor. "Wir haben uns gemeinsam um den ohnmächtigen Spieler gekümmert, ihn stabilisiert, und nach kurzer Zeit hat er auch wieder erste Reaktionen gezeigt", sagt Konrad. Der FSV-Akteur kam anschließend mit dem Rettungswagen ins Klinikum Weiden, wo er gründlich durchgecheckt wurde, allerdings keine Erkrankung oder ein Grund für den Zusammenbruch festgestellt werden konnte. "Er wurde bereits wieder entlassen, es geht ihm soweit gut, allerdings kann er sich an nichts erinnern", berichtet Sladky erleichtert, nach dem "großen Schrecken" für alle Beteiligten.

So bleibt die Frage nach dem Grund des Zusammenbruchs offen, am wahrscheinlichsten ist Sladkys Theorie: "Er ist einfach saublöd gefallen." Da der Schiedsrichter die Begegnung auf Bitten der Beteiligten abgebrochen hat und auch das Nachspiel der beiden Reserven nicht angepfiffen wurde, entscheidet nun das Sportgericht, wie es weitergeht. Sowohl die DJK Falkenberg als auch der FSV Tirschenreuth rechnen aber fest mit einer Neuansetzung der beiden Partien.

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"Wenn da nicht so schnell reagiert worden wäre, wäre unser Spieler vermutlich erstickt."

Herbert Sladky, Vorsitzender des FSV Tirschenreuth

 

 

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