09.02.2020 - 21:38 Uhr
MünchenSport

FC Bayern - RB Leipzig: Torjäger im Sturmtief

Wer kurz vor der Ankunft von Orkan "Sabine" auf einen Tore-Tornado beim Bundesligagipfel am Sonntagabend gehofft hatte, bekam nur ein laues Lüftchen zu spüren. Die Münchener verpassen einen großen Schritt in Richtung Titelverteidigung.

Thomas Müller (links) will den Ball in Richtung Leipziger Tor befördern, Timo Werner stellt sich dem Vorhaben in den Weg: Der FC Bayern München kommt im Bundesliga-Spitzenspiel gegen RB Leipzig nicht über ein 0:0 hinaus.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Der FC Bayern bleibt nach dem torlosen Remis im Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga gegen RB Leipzig in der Pole Position im Rennen um die deutsche Meisterschaft. Allerdings verpassten es die Münchener von Interimstrainer Hansi Flick, einen Big Point zu landen und die größten Konkurrenten auf vier (Leipzig) beziehungsweise sechs Zähler (Dortmund) zu distanzieren. "Wenn man sich das ganze Spiel anschaut, fühlt es sich schon irgendwie wie eine Niederlage an. Aber im Großen und Ganzen ist es okay, es ist nicht viel passiert", sagte Innenverteidiger David Alaba nach der Partie in der Mixed-Zone.

Dominante Bayern

Und wie schon bei den Siegen in Mainz und im Pokal daheim gegen Hoffenheim gelang es den Münchenern wieder nicht, zwei konstant gute Halbzeiten auf den Rasen der ausverkauften Allianz-Arena zu bringen. Vor allem in den ersten 25 Minuten waren die Hausherren ihrem direkten Verfolger haushoch überlegen und dominierten mit nahezu 75 Prozent Ballbesitz. Doch was fehlte, war der Lohn für den betriebenen Aufwand. Toptorjäger Robert Lewandowski biss sich an Leipzigs Abwehr-Hünen Dayot Upamecano die Zähne aus und machte so gut wie keinen Stich. Bei seiner besten Möglichkeit kurz vor der Pause parierte RB-Keeper Peter Gulasci Lewandowskis Direkabnahme gerade noch mit der Fußspitze (40.).

"Nach unserer Dominanz hat Leipzig umgestellt und über den ganzen Platz 'Mann gegen Mann' gespielt. Da haben wir ein paar Probleme bekommen", analysierte Torwart Manuel Neuer, die schwachen 20 Minuten des Rekordmeisters nach der Pause. Erst semmelte Marcel Sabitzer aus zehn Metern freistehend über das Gehäuse (46.), danach zeigte auch Leipzigs erfolgreichster Torschütze Timo Werner, dass er nicht seinen besten Tag erwischt hatte.

Goretzka verfehlt

Nach einem Querpass von Christopher Nkunku setzte er seine Direktabnahme mutterseelenallein neben das Gehäuse (63.). "Den muss ich machen. Dann gewinnen wir hier vielleicht. Und ich glaube, ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass wir in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft waren", sagte Werner. Da auch Goretzka die letzte Chance des Spiels liegen ließ und an Gulasci scheiterte (80.), blieb es beim leistungsgerechten 0:0. Nix Sturm, nix Tornado, eher ein laues Lüftchen - ganz im Gegensatz zur gewaltigen "Sabine".

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