17.11.2020 - 17:49 Uhr
FlossenbürgSport

Kaum Schnee und jetzt noch Corona: Oberpfälzer Skiverband trotzdem optimistisch

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Schneearme Winter in den vergangenen Jahren - und heuer dazu noch Corona: Die Skifahrer, ob alpin oder nordisch, trifft es doppelt hart. Aber der Oberpfälzer Skiverband lässt sich nicht unterkriegen.

Nach einem scheearmen Winter hoffen die Langläufer und die Alpinen in der Oberpfalz, dass es in diesem Jahr endlich wieder Schnee gibt.
von Armin Eger Kontakt Profil

"Wir haben die komplette Saison durchgeplant", sagt Vizepräsident Anton Bauernfeind. Ob, und was stattfinden kann, sei noch nicht klar. "Wir hängen in der Luft. Wir hoffen zwar auf Schnee in diesem Winter, aber wir wissen nicht, wie es mit Corona weitergeht." Der BSV hätte sich noch nicht dazu geäußert, "was geht oder nicht. Massenstarts bei den Skilangläufern sind sicher nicht möglich, aber Einzelstarts dürften kein Problem sein", ist der 65-Jährige Mitterteicher sicher.

Guter Sommer

Im Sommer über waren im Oberpfälzer Skiverband etwa 70 bis 80 Kinder im Training. "Nicht schlecht", findet Bauernfeind. Hochburgen seien Hirschau, Furth im Wald und der SC Großberg, aber auch auf der Silberhütte baue man derzeit eine kleine Gruppe auf. Jetzt sei entscheidend, wie der Winter werde. "Wenn die Kinder nicht in die Loipe kommen, sind sie schwer beim Langlauf zu halten."

Wettkämpfe dürften trotz Corona machbar sein. Man habe an alles gedacht und ein wunderbares Hygienekonzept entwickelt. " Zuschauer dürften kein Problem sein, denn wir haben eh keine, außer den Eltern", sagt der Vizepräsident, der seit knapp 40 Jahren im Verband ist. "Mit Kindern habe ich angefangen, jetzt bin ich für die Senioren verantwortlich, als Seniorensportwart in Bayern."

Stark in Nachwuchsarbeit

Sehr aktiv im Nachwuchsbereich ist Peter Wittmann, Sportwart alpin im Skiverband. "Es gestaltet sich alles schwierig", sagt der Vohenstraußer. "Im November ist alles lahmgelegt, nicht einmal das Training auf den Gletschern ist möglich. Die sind auch zu." Als er das Amt vor zwei Jahren übernommen habe, wollte er in der Nachwuchsarbeit etwas bewegen.

"Ich bin selbst ein Sportverrückter", sagt Wittmann. Aber der vergangene Winter, so gut wie ohne Schnee in der Oberpfalz, habe das nicht leicht gemacht. "Es geht vieles nur mit brutalem Aufwand und mit Eigeninitiative." Der Zusammenschluss mit den anderen Verbänden in Nordbayern hätte sich positiv ausgewirkt. Wittmann hofft jetzt auf Schnee und dass trotz Corona einiges möglich ist. "Wir haben die Termine festgelegt und möchten natürlich die Rennen durchziehen."

Darauf hofft auch der "nordische Kollege" Christian Buschek aus Furth im Wald. Während der erste Lockdown im Frühjahr die Kinder und Jugendlichen im Alter von 11 bis 18 Jahren nicht so sehr getroffen habe, sei das jetzt im November schon anders. "Wir haben gewisse Probleme, da wir im Verein nichts mehr machen dürfen. Wir hätten natürlich jetzt gerne den ersten Schnee gesehen", sagt der Sportwart nordisch im Oberpfälzer Skiverband. Aber das sei nicht möglich, da die Gletscher gesperrt sind. Auch ein Lehrgang in der nächsten Woche in Obertilliach sei abgesagt worden. Betroffen seien davon vor allem die Jüngeren, denen das Gruppentraining fehlt.

Defizite vorhanden

Da die Situation für alle gleich sei, sei nicht die Frage, ob man das Defizit wieder aufholen könne. "Wir haben mit den Schülern erst Mitte Januar den ersten Wettkampf. Bis dahin hoffen wir natürlich, dass wir auf Schnee bei uns trainieren können", sagt der 37-Jährige, 2. Konrektor an der Realschule in Viechtach.

Auf der Silberhütte wartet inzwischen Stefan Schnurrer auf den 15. November, ab da ist das Schneemachen erlaubt. Und natürlich auf Frost. "Minus fünf Grad sollten es schon durchgehend sein, dann können wir loslegen." Sieben Tage dauert es, bis die Loipen befahrbar sind. Wie die Saison verlaufen soll, darüber sei man sich noch uneins, so der Hausmeister der Silberhütte. Da Sport im Freien erlaubt ist, werde auf der Silberhütte das Angebot aufrechterhalten. Ob jedoch Kiosk, Umkleide und Skiverleih öffnen, hänge von den weiteren Corona-Maßnahmen ab.

Personal fehlt

"Die Hygienevorschriften umzusetzen, ist für uns nicht möglich, da uns das Personal fehlt", sagt Wittmann. Sicher ist, dass nur eine Schulklasse pro Tag auf die Silberhütte kommen darf und "die anderen gehen halt dann im Wald mit den Skiern spazieren, falls wir überhaupt Schnee machen können."

Nicht untätig war der Förderkreis Silberhütte in den vergangenen Monaten

Altglashütte bei Bärnau
Hintergrund:

Termine im Winter 2020/21

Rennkalender Nordisch

Wertungsläufe Nordbayerncup: 5. Dezember: Weißenstadt; 12. Dezember: Gefrees; 31. Dezember: Neubau; 31. Januar: Hirschau; 14. Februar: Furth im Wald; 21. Februar: Mitterteich (Josef Hartwich-Skilanglauf; 7. März: Warmensteinach; 13. und 20. März: Ausweichtermine

Meister-Nordic-Cup: 6. Dezember: Schönsee; 3. Januar: Mitterteich; 6. Januar: Schönsee;10. Januar: Flossenbürg; 30. Januar: Großberg; 31. Januar: Hirschau; 14. Februar: Furth im Wald; 21. Februar: Mitterteich; 6. März: Altglashütte. (eg)

Rennkalender Alpin

30. Dezember: Fahrenberggold, Parallelslalom am Fahrenberg; 16./17. Januar: Nordbayerncup, Riesenslalom und Slalom am Fahrenberg; 23. Januar: Oberpfalzcup-Rennen, Riesenslalom am Predigtstuhl; 24. Januar: Nordbayerncup, Riesenslalom in der Rhön; 31. Januar: Oberpfalzcup-Rennen, Riesenslalom in Grün/Maibrunn; 6. Februar: Nordbayerncup, Slalom am Hempelsberg; 7. Februar: Pokalrennen; Slalom am Hemperlsberg; 7. Februar: Landkreismeisterschaft NEW, Slalom am Fahrenberg; 20. Februar: Oberpfalz-Cup, Slalom und Riesenslalom am Voithenberg; 6. Marz: Nordbayerncup, Riesenslalom Mehlmeisel. (eg)

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