Eishockey-Torfrau aus Fuchsmühl überragt bei der WM

Fuchsmühl
20.01.2023 - 15:28 Uhr

Chiara Schultes entstammt dem Nachwuchs der Blue Devils Weiden und spielt mittlerweile beim EHC Straubing. Die 17-Jährige hatte nun bei der Eishockey-WM der U18 in Italien ihren bislang größten Moment im Trikot der Nationalmannschaft.

Chiara Schultes aus Fuchsmühl wurde als beste Torhüterin der U18-WM der Eishockey-Frauen im italienischen Ritten ausgezeichnet.

Die Eishockey-Weltmeisterschaft der U18-Frauen in Ritten/Südtirol wurde nicht nur für die deutsche Auswahl zu einem großen Erfolg. Die deutschen Eishockeyfrauen wurden dabei „Weltmeister“ der Division I, mittendrin war die 17-jährige und aus Fuchsmühl (Kreis Tirschenreuth) stammende Torfrau Chiara Schultes, die dem Nachwuchs der Blue Devils Weiden entstammt.

Und die junge Stiftländerin hatte in Italien gleich mehrfach Grund zur Freude: Zusammen mit der U18-Nationalmannschaft steigt die Torhüterin des EHC Straubing nun als Turniersieger in die Top Division auf. Zudem wurde die junge Fuchsmühlerin bei der Abschlusszeremonie nicht nur als beste Spielerin des deutschen Teams, sondern auch als beste Torhüterin des gesamten Weltturniers ausgezeichnet.

Sieg gegen die Gastgeber

Nach den guten Leistungen und den beiden Auftaktsiegen gegen Norwegen (3:1) sowie Ungarn (3:1) hielt Schultes auch den Sieg gegen Österreich (2:0) am Ende eindrucksvoll fest. Nach diesem Spiel erhielt sie auch die Auszeichnung als beste deutsche Spielerin der Partie.

Nichts für schwache Nerven war letztlich die vorentscheidende Partie gegen den späteren Turnierzweiten Italien (1:0). Alle Einschussmöglichkeiten der Gastgeberinnen blieben während der regulären Spielzeit an der überragend agierenden deutschen Torfrau hängen. Auch in der Verlängerung egalisierten sich die beiden Spitzenteams, und so es blieb beim 0:0. Am Ende musste somit das Penaltyschießen die Entscheidung in dieser Partie herbeiführen. Aber auch dabei musste Schultes nur ein einziges Mal hinter sich greifen, wobei sie weitere vier dieser Alleingänge stark parierte und Deutschland hingegen zweimal traf.

Das abschließende Spiel gegen Frankreich (1:2) ging nach einem weiteren Penaltyschießen und erneut guter Leistung zwar verloren, jedoch war der deutschen Auswahl auf Grund der anderen Ergebnisse der Gesamtsieg schon vor dieser Partie nicht mehr zu nehmen.

Förderer Petr Hampl

„Der erste Platz bei dieser Weltmeisterschaft sowie die Auszeichnungen als beste deutsche Spielerin und als bester Goalie der Weltmeisterschaft machen mich unfassbar glücklich und stolz. Ich kann das noch gar nicht richtig in Worte fassen und zeigt mir, dass sich das harte Training ausgezahlt hat. Ich genieße jetzt einfach den Moment“, sagte Schultes. Einen besonderen Dank richtete die Fachoberschülerin dabei noch an ihren derzeitigen Trainer Petr Hampl (EHC Straubing), der schon zehn Jahre Nachwuchstrainer in Weiden war, DEB-Torwarttrainerin Viona Harrer und Skilltrainer Alex Kercs (EHC Straubing). Diese haben im Vorfeld dieser Weltmeisterschaft unglaublich viel mit der Stiftländerin gearbeitet und damit maßgeblichen Anteil an diesem erfolgreichen Turnierverlauf.

Auch Christian Künast, der Sportdirektor des deutschen Eishockey-Bundes, war von der Leistung des deutschen Nachwuchsteams angetan: "Wir freuen uns riesig über den verdienten Aufstieg in die Top-Division. Das ganze Team hat komplett überzeugt, ist immer als geschlossene Einheit aufgetreten. Dies war unsere große Stärke in diesem Turnier. Gratulation an das Team und vor allem an Trainerin Franziska Busch, die es geschafft hat, eine eingeschworene Gruppe zu formen. Wir freuen uns auf die Herausforderung nächstes Jahr gegen die besten Teams der Welt in der Top-Division."

 
 

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