16.11.2018 - 16:48 Uhr
GebenbachSport

Das Derby der Höhepunkt

Wenn die DJK Gebenbach gegen die DJK Ammerthal in der Bayernliga antritt, ist Brisanz und Dramatik zu erwarten. Ein Fußballer zeigte sich in zwei bisherigen Partien als äußerst treffsicher in den Schlussminuten.

Im Hinspiel ein kurzes Umarmen: Die beiden Kapitän Mario Zitzmann (Ammerthal, vorne) und Timo Kohler (Gebenbach, hinten)
von Autor LIKProfil

Nach einer ganzen Reihe von Spitzenspielen freut man sich in Gebenbach auf einen weiteren Saisonhöhepunkt. Am Samstag, 17. November, um 14 Uhr wird zum Oberpfalzderby in der Bayernliga Nord die DJK Ammerthal in Gebenbach erwartet. Im Vorjahr in Gebenbach stand der Namensvetter nach einer 0:3-Halbzeitführung ganz dicht vor einem Sieg. Aber damals entpuppte sich Marco Seifert in einer an Dramatik nicht mehr zu überbietenden Partie mit zwei späten Toren zum 3:3 als Spielverderber für Ammerthal.

In der Hinrunde in dieser Saison in Ammerthal trennten sich die Rivalen nach einer intensiv geführten Begegnung 1:1. Und wieder war es Marco Seifert, dem kurz vor Schluss in Unterzahl der Ausgleich für Gebenbach gelang.

Dieser Treffer hatte zweierlei zur Folge: Zum einen blieb die DJK gegen Ammerthal weiter ungeschlagen und zum anderen war es der Beginn einer unglaublichen Serie von elf Siegen am Stück, die Gebenbach bis an die Tabellenspitze der Liga führte. Erstmals in ihrer 60-jährigen Vereinsgeschichte übernahm auch der Namensvetter aus Ammerthal am 15. August mit einem 3:0-Erfolg gegen Jahn Forchheim die Tabellenführung der Bayernliga Nord. Aber nach sechs Niederlagen am Stück sind sie mit 28 Punkten bis auf den neunten Platz zurückgefallen. "Wir bewerten Ammerthal nicht nach ihren letzten sechs Niederlagen in Folge. Die Mannschaft hat Qualität, sie war lange mit in der Spitzengruppe dabei. Wir werden wie gewohnt alles versuchen, um unsere vollen PS auf den Platz zu bekommen", hofft DJK-Trainer Faruk Maloku auch darauf, dass seine Elf Energie aus dem 2:1-Sieg gegen Spitzenreiter Aubstadt ziehen kann.

Für Ammerthal gibt es in der momentanen Situation wohl keinen idealeren Gegner als den Tabellenzweiten Gebenbach, um die seit Wochen anhaltende Talfahrt zu stoppen. Zum einen gibt es in einem Derby keinen Favoriten und zum anderen sind alle, die auflaufen, höchstmotiviert.

"Die Leistungskurven der beiden Mannschaften gehen im Moment extrem auseinander. Vielleicht ist dieses Derby aber auch eine gute Chance, eine Trendwende herbeizuführen. Wir wollen uns dementsprechend präsentieren und werden alles versuchen, Gebenbach etwas zu ärgern", sagt Ammerthals Trainer Dominik Haußner. Zugleich soll nach fünf vergeblichen Anläufen endlich im sechsten Anlauf auch der erste Derbysieg gelingen.

In personeller Hinsicht fehlen neben den Langzeitverletzten Michael Dietl (Kreuzband) und Michael Schumacher (Meniskus) zudem Jan Mazanec wegen einer Rot-Sperre sowie die verletzten Spieler Johannes Kohl (Leiste) und Tobias Särchinger (Knie). Fragezeichen stehen hinter Kapitän Mario Zitzmann (muskuläre Probleme) und Benjamin Burger (Leistenprobleme).

Der Ex-Ammerthaler Jan Fischer kehrt nach seinem Muskelfaserriss wieder in den Gebenbacher Kader zurück. Auch sonst kann Faruk Maloku eine Woche vor Beginn der Winterpause auf alle Akteure zurückgreifen.

DJK Gebenbach: Nitzbon (1), Damiano (30), Ceesay (3), Biermeier (5), Becker (7), Haller (8), Gorgiev (9), Kohler (10), Hempel 14), Scherm (15), Libotovsky (18), Pirner (19), Jakob (25), Keilholz (27), Jonas Lindner (23), Seifert (11), Böhm (22), Nico Lindner (16), Klahn (28), Fischer (4)

DJK Ammerthal: Sommerer (23), Bäuml (2); Zecho (16), Gömmel (17), Stauber (20), Höhenberger (6), Weber (22), Karzmarczyk (18), Fruth (21), Wittmann (5), Stemp (3), Weigert (12), Jonzcy (9), Egeter (19), Hüttner (13), Burger (15)?, Zitzmann (24)?.

Wir bewerten Ammerthal nicht nach ihren letzten sechs Niederlagen in Folge.

Faruk Maloku, Trainer der DJK Gebenbach

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