04.10.2021 - 17:20 Uhr
GebenbachSport

Die DJK Gebenbach muss sich einen neuen Trainer suchen

Bei der DJK Gebenbach lief in dieser Saison bisher nicht alles wie geplant. Starke Auftritte in der Bayernliga Nord wechselten sich mit Niederlagen ab. Jetzt folgt die Konsequenz.

Franz Koller beendet seine Trainertätigkeit bei der DJK Gebenbach.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

"Wir spielen nicht Bayernliga, um gemütlich Zwölfter zu werden", hatte Franz Koller beim Trainingsauftakt am 31. Mai seiner Mannschaft verkündet. Er war zu Beginn dieser Saison als Trainer neu zur DJK Gebenbach gestoßen. Jetzt, nach 15 Spieltagen in der Fußball-Bayernliga Nord, liegt die DJK Gebenbach auf Rang elf – ein Platz, der nicht das Ziel sein kann. Die Konsequenz: Trotz des 5:0-Sieges am Samstag in Großbardorf verkündete Koller am Montag seinen Rücktritt. "Die Ergebnisse der letzten Wochen waren alles andere als erfolgreich. Außerdem gab es einige Differenzen im Umfeld", räumte Koller ein. Er habe von sich aus beschlossen, sein Amt zur Verfügung zu stellen – nach nur vier Monaten als Trainer der DJK Gebenbach. "Man hat es am Auf und Ab gesehen, dass nicht der letzte Funke da war. Franz Koller will erfolgreich sein und betreibt einen großen Aufwand. Er hat uns seinen Rücktritt angeboten", erklärt Franz Wittich, der Sportliche Leiter der DJK Gebenbach.

Eigentlich hätte Koller schon nach der 2:3-Heimniederlage vor einer Woche gegen den Tabellenletzten SV Seligenporten einen Schlussstrich ziehen wollen, da wäre in ihm der Entschluss gereift, zurückzutreten. "Doch dann haben wir uns unter der Woche noch einmal zusammengesetzt, jetzt freut es mich umso mehr, dass ich mit einem guten Gefühl aufhören kann", erklärte der 45-Jährige.

Zeit für die Reißleine

Er habe ständig mit der Verletztenmisere zu kämpfen gehabt, teilweise seien nur noch sieben, acht Spieler im Training gewesen. "Da war es Zeit, die Reißleine zu ziehen", so Koller, der aus Ränkam stammt. Er betreibe einen "immensen Aufwand, rund hundert Kilometer Fahrt zu jedem Training und Spiel". Und wenn der Erfolg ausbleibe, dann komme man "schon ins Grübeln." Seit dem Sieg in Großbardorf werde es zwar etwas besser, mit Kai Hempel spielte einer der Langzeitverletzten nach eineinhalb Jahren wieder ein paar Minuten. Dennoch: Franz Koller habe seinen Entschluss gefasst, und verlasse den Verein, aber "ohne ein böses Wort und so, dass wir uns noch gegenseitig in die Augen schauen können." Er hoffe, dass nun wieder eine gewisse Aufbruchstimmung herrsche, vor allem mit dem 5:0-Erfolg vom vergangenen Wochenende. "Ich bin froh, dass ich nicht nach dem Spiel gegen Seligenporten zurückgetreten bin. Mit einer Niederlage gegen den Tabellenletzten. Das wäre kein gutes Gefühl gewesen. Jetzt gehe ich mit einem tollen Gefühl."

Wieder in ruhiges Fahrwasser

Auch Franz Wittich hofft, dass so langsam die Verletzten wieder zurückkommen, und dass der Bayernligist wieder in "ein ruhiges Fahrwasser" komme. Nun müsse man sich neu orientieren: "Wir wissen noch nicht, wer beim nächsten Spiel gegen den TSV Abtswind auf der Bank sitzen wird", erklärte Wittich. Die Vorstandschaft wolle sich noch am Dienstagabend zusammensetzen und beraten. "Wir machen keinen Druck, wir haben eine so erfahrene Mannschaft, dass es auch einmal ohne Trainer geht. Oder wir bekommen Hilfe aus der zweiten Mannschaft. Eine schnelle Entscheidung ist oft eine schlechte Entscheidung." Mit Kai Hempel, Oliver Gorgiev und Julian Ceesay verfüge die DJK zudem über sehr erfahrene Spieler. Während der Saison sei es immer schwierig, einen passenden Trainer zu finden. "Die Mannschaft hat Charakter, auch Franz Koller hat Charakter. Ich kann nichts Negatives sagen."

DJK Gebenbach: "Spielen nicht Bayernliga, um gemütlich Zwölfter zu werden"

Gebenbach

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.