19.09.2019 - 15:58 Uhr
GebenbachSport

DJK Gebenbach in Seligenporten: Schlechtes Omen als Ansporn

Der SV Seligenporten spielt bisher eine fast perfekte Runde. Damit wartet am Freitagabend die derzeit wohl schwerste Aufgabe in der Bayernliga Nord auf die DJK Gebenbach. Wie schwer, weiß sie nur allzu gut aus der vergangenen Saison.

Mächtig ins Zeug legen müssen sich die Gebenbacher (links Bastian Freisinger, hinten Benjamin Epifani) am Freitagabend im Spiel beim Spitzenreiter SV Seligenporten.
von Autor MREProfil

Zehn von elf Spielen gewonnen, 30 Punkte auf dem Konto und dabei erst sechs Gegentore kassiert: Die Klosterer stehen vor der Partie am Freitag, 20. September, um 19 Uhr gegen die DJK Gebenbach nicht zu Unrecht ganz oben in der Bayernliga Nord. Nach sechs Siegen am Stück zum Auftakt setzte es gegen den aktuellen Tabellenzweiten DJK Vilzing die einzige Niederlage der Saison. Die Reaktion darauf waren vier Siege in Folge - in dieser Zeit holten sie auch den Platz an der Spitze zurück.

Knorr der Top-Torschütze

Trotz dieser Serie waren die letzten beiden Partien nicht so überzeugend, wie es sich vielleicht auf dem Papier liest: Gegen Ansbach und Sand tat sich das Team von Trainer Gerd Klaus schwerer als zuvor von vielen erwartet - aber wenn man oben steht, dann klappt vieles halt auch mal, was bei Teams aus dem Keller eben nicht so funktioniert. Seligenporten kann auf viel Erfahrung und eine der gefährlichsten Offensivreihen der Liga setzen. Christian Knorr, schon beim FC Amberg und der DJK Ammerthal aktiv, kommt auf acht Tore in der laufenden Saison, sein Partner Mergim Bajrami auf fünf Treffer. Dazu kommen mit Bernd Rosinger ein Angreifer mit Drittliga-Erfahrung bei den Sportfreunden Lotte, die regionalligaerfahrenen Marco Janz und Andreas Schuster (kam aus Pipinsried), aber auch bestens ausgebildete Nachwuchskräfte wie Matthew Loo.

"Aus meiner Sicht hat Seligenporten den besten Kader der Liga. Was die Breite des Kaders betrifft, kann da keiner mithalten", sagt Gebenbachs Trainer Faruk Maloku. Er macht auch keinen Hehl daraus, dass sein Team als klarer Außenseiter zum SVS anreist - was aber nicht verwundert, wenn man auf die Tabelle blickt.

Einsatz fraglich

Trotzdem gilt: Respekt ja, Angst nein. Aber um gegenhalten zu können, muss schon vieles passen. "Natürlich spricht alles derzeit für Seligenporten. Wir werden versuchen, mutig zu sein und müssen unsere Möglichkeiten suchen. Da ist es wichtig, im Pressing durchzukommen und nicht einen halben Meter vor dem Gegner stehen zu bleiben", so Maloku. Verletzungsbedingt nicht helfen können dabei Kai Hempel und Nico Becker, die Einsätze von Jan Fischer, Jonas Lindner (beide Knöchelprobleme) und Timo Kohler (Oberschenkelverletzung) sind fraglich.

Den Blick auf die Vorsaison sollte man übrigens vermeiden - da ist Seligenporten kein gutes Omen: Denn der SVS ist das einzige Team, dem da zwei Siege gegen Gebenbach gelangen (2:1, 4:3). Die Niederlage am vorletzten Spieltag besiegelte damals übrigens das Ende vom Traum des Meistertitels und Direktaufstiegs. Das sollte - trotz der klaren Außenseiterrolle - Ansporn genug sein.

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