09.08.2019 - 16:31 Uhr
GebenbachSport

DJK Gebenbach in einem ungleichen Kellerduell

Der Vorjahresvize tritt beim Aufsteiger Viktoria Kahl an - beide stehen momentan unten in der Tabelle der Bayernliga Nord. Ungewöhnlich zumindest für die Truppe von Trainer Faruk Maloku.

Symbolbild.
von Autor MREProfil

Hätte man vor einigen Wochen gesagt, dass die Partie zwischen dem Landesliga-Aufsteiger Viktoria Kahl und dem letztjährigen Bayernliga-Vize Gebenbach am siebten Spieltag das Prädikat Kellerduell trägt - man hätte es wohl eher nicht geglaubt. Aber genau das ist die Partie, die am Samstag, 10. August, um 16 Uhr steigt, eben doch. Zumindest ein bisschen. Relativieren muss man da natürlich schon. Ja, da trifft der 16. (Kahl) auf den 14. (Gebenbach). Und ja, beide haben zum vor dem siebten Spieltag erst vier Punkte auf dem Konto. Aber dann hört es eigentlich auch schon auf. Denn während die DJK im Vorjahr am Tor nach oben kratzte, steht auf der anderen Seite die Viktoria Kahl, die vor zwei Jahren als Meister der Bezirksliga Unterfranken in die Landesliga aufstieg und dann im Jahr des Aufstiegs über die Relegation (gegen Jahn Forchheim) gleich den nächsten Schritt machte - und jetzt den Traum der Bayernliga lebt.

Aus den bisherigen sechs Partien holte die Mannschaft von Nils Noe vier Punkte, einmal mit einem Unentschieden gegen Sand und am vergangenen Wochenende mit einem Sieg gegen Bamberg. Dieser letzte Erfolg war umso bemerkenswerter, weil man zuvor mit 1:8 in Ansbach unter die Räder gekommen war. Ein Aufbäumen? Vielleicht. Dem gegenüber steht aber das 1:4-Pokal-Aus am Mittwoch gegen den zwei Klasse tiefer spielenden TV Wasserlos. Der Aufschwung, den man mit dem Erfolg gegen Bamberg holte, könnte dadurch wieder abgeklungen sein.

Anders ist das hingegen bei der DJK Gebenbach. Die hat zwar auch erst vier Punkte, aber zum Teil auch Punkte leichtfertig hergeschenkt. Dafür gab der Pokal während der Woche neuen Schub, wo man in Unterzahl beim Süd-Bayernligisten SpVgg Hankofen-Hailing nach einem 2:1 zurückkam und die Partie in den letzten Minuten bzw. der Nachspielzeit drehen konnte. "Wir haben es uns hinten raus über die Moral verdient, und das können wir für die Zukunft mitnehmen", so Trainer Faruk Maloku. Auf der anderen Seite: "Die Ergebnisse aus dem Pokal sind für beide Mannschaften vollkommen unwichtig."

Auch wenn im Pokal spielerisch nicht alles rosig war: So ein Comeback bringt neues Selbstvertrauen. Das braucht man auch, will man jetzt in Kahl bestehen, wo Maloku ein enges Spiel erwartet. "Beide Mannschaften brauchen einen Sieg, um von unten raus zu kommen. Wir wollen gewinnen, aber dafür brauchen wir den passenden Matchplan, die richtige Taktik und die richtige Einstellung. Ohne die passende Struktur werden wir keine Chance haben", so Faruk Maloku, der - abgesehen von Kai Hempel und Johannes Scherm - wohl auf den gesamten Kader zurückgreifen kann.

DJK Gebenbach: Nitzbon, Kreiser, Böhm, Biermeier, Ceesay, Gorgiev, Libotovsky, Fischer, Freisinger, Haller, Hofmann, Keilholz, Klahn, Kohler, Lindner, Pirner, Becker, Epifani, Seifert

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