31.07.2018 - 14:53 Uhr
GebenbachSport

Parallelen zur eigenen Aufstiegseuphorie

Gebenbachs Trainer Faruk Maloku hätte dieses Duell sicher gerne später in der Saison gehabt. Denn Bayernliga-Neuling TSV Abtswind schwebt immer noch auf "Wolke sieben".

Im Derby gegen Ammerthal holte die DJK Gebenbach (links Dominik Haller) einen für die Moral überaus wichtigen Punkt. Somit geht es am Mittwoch mit Rückenwind nach Abtswind.
von Autor LIKProfil

"Ich spürte: Wenn ich den Ball jetzt vom Nico (Becker) bekomme, muss er ins lange Eck." Das waren Marco Seiferts Gedanken Sekundenbruchteile vor dem 1:1 im Bayernliga-Derby bei der DJK Ammerthal. Mit diesem "Gespür" sicherte der Torjäger der DJK Gebenbach nicht nur einen verdienten, sondern auch für die Moral überaus wertvollen Punkt.

Wertvoll auch deshalb, weil der Ausgleich nach der überzogenen Roten Karte gegen Johannes Scherm in Unterzahl nicht etwa durch eine Standardsituation erzwungen wurde, sondern richtig stark herausgespielt war. Nach dem emotionsgeladenen Derby bleibt nicht viel Zeit durchzuschnaufen, bereits am Mittwoch, 1. August, um 19 Uhr geht es zum Neuling TSV Abtswind in den unterfränkischen Landkreis Kitzingen. Der Aufsteiger aus dem rund 800 Einwohnern zählenden Tee- und Kräuterort hat nach vier Spieltagen bereits sieben Punkte.

Mit 6:1 wurde Mitaufsteiger ASV Vach im letzten Heimspiel förmlich aus der Kräuter-Mix-Arena geschossen, und auch zuletzt beim hochgehandelten SC Eltersdorf stand die Elf von Trainer Mario Schindler beim 0:0 ganz dicht vor einem Auswärtsdreier. "Ich freue mich auch nicht riesig, gerade jetzt nach Abtswind zu fahren, muss ich ehrlich gestehen", sagt DJK-Trainer Faruk Maloku. "Der ganze Verein ist euphorisiert. Die Fans, die Spieler - alle sind heiß. Wenn man das so verfolgt, sprüht das alles so voller Energie, voller Leichtigkeit und Unbekümmertheit. Das erinnert mich stark an uns selbst", sieht Maloku Parallelen zum vergangenen Jahr. Umso schwieriger wird es allerdings für seine Mannschaft heuer, "weil jeder Trainer gegen uns jetzt schon im Vorfeld diese Spannung aufbaut, die ihnen in der vergangenen Saison abgegangen ist. Diese Bürde müssen wir tragen", sagt der Gebenbacher Coach.

In den vier Punkten in vier Spielen sieht er keinen Fehlstart, "da wir auswärts mit Bayern Hof, Aubstadt und Ammerthal bereits richtige Brocken hinter uns haben". Den TSV Abtswind schätzt er ähnlich wie seine eigene Truppe ein. "Die Mannschaft besitzt eine gute Mischung aus erfahrenen Akteuren und hungrigen jungen Spielern, die das erste Mal in der Liga auflaufen und sich jetzt teuer verkaufen wollen." Die lange Anreise unter der Woche bei den hohen Temperaturen sei allerdings ein negativer Faktor: "Wir müssen alle einen halben Tag Urlaub nehmen und die Vorbereitung auf diese Begegnung ist natürlich alles andere als ideal." Ob Maloku dabei sein kann, ist noch gar nicht sicher,, da er unter der Woche in Dresden seinen Trainerschein auffrischt. Der Kader dürfte bis auf Johannes Scherm der gleiche sein wie zuletzt in Ammerthal.

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