07.06.2019 - 15:16 Uhr
GebenbachSport

Relegation: DJK Gebenbach - Aufgeben ist keine Option

Die Ausgangslage ist schlecht. Dennoch wird die DJK Gebenbach im Endspiel um den Regionalliga-Aufstieg beim TSV Rain/Lech nichts unversucht lassen. Hoffnung macht auch die Rückkehr eines Spielers, der im ersten Duell fehlte.

Der defensive Mittelfeldspieler Maximilian Bär (rechts) vom TSV Rain stoppt in dieser Szene den Gebenbacher Fabio Pirner (links). Über weite Strecken der Partie hatten die Schwaben am Mittwochabend die DJK im Griff und erarbeiteten sich mit dem 2:0-Auswärtssieg eine sehr gute Ausgangsposition für das Rückspiel am Samstag.
von Autor MREProfil

Während andere Teams bereits wieder in die Vorbereitung auf die neue Saison einsteigen, steht für die DJK Gebenbach der definitiv letzte Akt der Saison 2018/19 auf dem Programm. Dieses letzte Spiel entscheidet dann auch darüber, ob die Saison zum Höhepunkt der Vereinsgeschichte wird, oder mit hängenden Köpfen und großer Enttäuschung enden wird.

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Nach der 0:2-Hinspielniederlage im Duell der Bayernliga-Vizemeister gegen den TSV Rain/Lech am Mittwoch deutet einiges auf die zweite Variante hin. Aber erst einmal muss dieses Rückspiel gespielt werden - und trotz denkbar schlechter Ausgangslage: Aufgegeben hat sich die DJK vor dem endgültigen Endspiel in Rain noch nicht.

Viele der rund 1400 Zuschauer am Mittwoch - zumindest die, die es mit der DJK hielten - hatten sich mehr erhofft von diesem Hinspiel. Doch relativ bald war klar, dass es nicht der Tag der Gastgeber werden sollte. Viele Fehler im Aufbauspiel, defensive Unsicherheiten, wenig Struktur im Spiel nach vorn, zu wenig Griffigkeit in den Zweikämpfen - am Ende war der Sieg der Schwaben verdient.

Doppeltorschütze Maximilian Käser und sein Offensivkollege Blerand Kurtishaj brachten die DJK ein ums andere Mal in Bedrängnis, während TSV-Torhüter Kevin Maschke während des gesamten Spiels eigentlich nur zweimal wirklich gefordert wurde - seine Vordermänner in der Innenverteidigung konnten fast jeden Angriff der Gebenbacher mühelos vereiteln. "Es war einfach nicht mehr drin, wir wollten uns wehren und ich kann der Mannschaft nur mein Lob aussprechen", so Gebenbachs Trainer Faruk Maloku nach der Partie.

Wieder mit Haller

Zugegeben: Viel Glück hatte die DJK weder in den bisherigen drei Relegationsspielen noch in der Schlussphase der Saison. Wichtige Spieler wie Kai Hempel, Johannes Scherm oder Julian Ceesay mussten verletzungsbedingt ersetzt werden - bei einem kleinen Kader nicht die leichteste Aufgabe. Dass Dominik Haller im Hinspiel am Mittwoch auch noch fehlte - urlaubsbedingt, obwohl er eh gesperrt gewesen wäre - machte die Situation auch nicht besser, sei "aber auch nicht ausschlaggebend gewesen", wie Maloku betont. Im Rückspiel ist Haller wieder dabei und soll als Mann hinter den Spitzen für die Torgefahr sorgen, mit der er im Ligabetrieb für Furore sorgte (17 Tore, 21 Vorlagen). Er könnte einer sein, der dann auch die zweiten Bälle erwischt - das fehlte im Hinspiel bei der DJK.

Dass die Hypothek nicht die leichteste ist, das weiß Gebenbachs Trainer natürlich - aufgeben sei aber keine Option: "Wir sind es uns und dem Verein schuldig, noch mal alles zu geben und alles zu probieren. Das werden wir auch in Rain tun", so Maloku, der für die letzten 90 (oder mehr) Minuten der Saison weiterhin auf die verletzten Johannes Scherm, Kai Hempel und wohl auch Julian Ceesay verzichten muss. Konstantin Keilholz fehlt ebenfalls, der Einsatz von Andre Klahn, der nach Verletzung bei seinem Comeback wieder angeschlagen vom Feld musste, ist ebenso offen.

Absoluter Ausnahmetag

Dass die Chancen nicht sonderlich hoch stehen, dass die DJK Gebenbach in der kommenden Saison eine Etage höher spielt - ist jedem bewusst. Aber wer weiß schon, was bei einem frühen Tor für die DJK passiert. Dafür braucht es aber einen absoluten Ausnahmetag und manchmal auch die paar Extrameter mehr als der Gegner. Vielleicht sind im Tank ja doch noch ein paar Tropfen unverbrauchter Sprit. Die könnte Gebenbach auf jeden Fall brauchen.

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