06.06.2019 - 20:35 Uhr
GebenbachSport

Resthoffnung bei der DJK Gebenbach

Die DJK steht vor dem Relegations-Rückspiel zur Regionalliga Bayern beim TSV Rain/Lech mit dem Rücken zur Wand. Ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt.

Da schaut Gebenbachs Fabio Pirner (links) gespannt drein, als die souveräne Schiedsrichtern Angelika Söder vor einem Freistoß das aus dem Profitum bekannte Spray auspackte.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Die Euphorie war riesig, der Ansturm erneut gewaltig: Während das Team ums Team bei der DJK Gebenbach am Mittwochabend abermals zur Hochform auflief und dem Hinspiel in der zweiten Relegationsrunde zur Regionalliga gegen den TSV Rain am Lech einen würdigen, nahezu professionellen Rahmen bot, konnten die Kicker auf dem Rasen die hohen Erwartungen nicht erfüllen. "Der Tank ist leer, die Frische fehlt", brachte Trainer Faruk Maloku im Nachgang der 0:2-Niederlage genau das zum Ausdruck, was die 1413 Zuschauer zuvor 95 Minuten lang verfolgen konnten.

Den Gästen aus Schwaben genügte eine clevere, abgezockte Spielweise, um die DJK nie ins Spiel kommen zu lassen. Offensiv fand der Vizemeister der Bayernliga Nord nie ein Rezept gegen das robust und sprungstark verteidigende Pendant der Süd-Staffel. Und wo der TSV Rain sich auf den Doppeltorschützen Maximilian Käser verlassen konnte, fehlte der DJK ein Fixpunkt, der Bälle festmachen, Foulspiele provozieren oder Torgefahr hätte versprühen können. Das Bemühen und das Engagement wird der Maloku-Elf niemand absprechen, doch es fehlte jegliche Präzision im Passspiel sowie der zielgerichtete Zug zum gegnerischen Tor.

Neben dem Rainer Matchwinner Käser hielt diese Partie aber noch eine prägende Figur parat - obwohl sie gar nicht weiter ins Rampenlicht trat. Und das ist für Schiedsrichterin Angelika Söder durchaus als Kompliment zu verstehen. Die Unparteiische ließ sich von übertriebener Theatralik der Gäste nicht aus der Ruhe bringen und unterband mit einem äußerst bestimmten Auftreten sowie klaren Ansagen an die Spieler jegliche Diskussionen. Auch von den Rängen gab es so gut wie keine Unmutsbekundungen in Richtung der Spielleiterin. Die Erfahrung der 30-Jährigen aus Einsätzen in der Frauen-Bundesliga sowie Männer-Regionalliga machte sich bezahlt. Söders Karriere-Höhepunkt war bislang die Leitung des DFB-Pokalfinales der Frauen 2016 zwischen dem SC Sand und dem VfL Wolfsburg.

Das Duell um den Regionalliga-Aufstieg zwischen Gebenbach und Rain scheint bereits nach dem Hinspiel entschieden zu sein. Doch vielleicht fällt im Gefühl, nichts mehr zu verlieren zu haben, auch der hemmende Ballast von den Schultern der Gebenbacher Akteure ab und ermöglicht so eine finale Energieleistung am Ende einer langen Spielzeit. Am Samstag (Anstoß um 16 Uhr) spricht alles für den TSV Rain am Lech als Aufsteiger - genau darin liegt Gebenbachs klitzekleine letzte Chance.

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.