26.08.2018 - 18:26 Uhr
GebenbachSport

Überflüssiges Spektakel

Die DJK Gebenbach gewinnt ihr fünftes Spiel in der Bayernliga Nord in Folge, führt schon mit 4:1 und macht es in den Schlussminuten unnötig spannend.

Die DJK Gebenbach (weiße Trikots) hatte die SpVgg Jahn Forchheim so ziemlich im Griff – bis auf die letzten Minuten.
von Autor LIKProfil

Bis zur 84. Minute führte die Elf von Trainer Faruk Maloku klar, hatte in der Schlussviertelstunde eine Handvoll allerbester Möglichkeiten, um sogar einen Kantersieg herauszuschießen und geriet durch zu sorgloses Abwehrverhalten durch zwei Tore und den 4:3-Anschlusstreffern der Gastgeber noch mal in allerhöchste Gefahr.

"Gebenbach steht einfach für Spektakel", erklärt Faruk Maloku zwar schmunzelnd nach dem Schlusspfiff, doch diese turbulente Schlussphase hätte er sich und den mitgereisten Fans gerne erspart.

Zwei Veränderungen gegenüber dem letzten Spiel gegen Erlangen-Bruck nahm Maloku vor. Für den kreativen Offensivspieler Dominik Haller begann Konstantin Keilholz und der zuletzt verletzte Torjäger Marco Seifert kam für Fabio Pirner in die Startelf. Wie schon in den letzten drei Auswärtsbegegnungen zuvor hat die DJK zunächst mehr Ballbesitz und das Geschehen spielte sich meist in der Forchheimer Hälfte ab.

Und noch eines war gleich: Mit dem ersten gefährlichen Angriff der Gastgeber geriet die DJK in Rückstand. Jens Wartenfelser nützte eine Hereingabe von der linken Seite in der 18. Minute zur Forchheimer Führung. Doch auch diesmal fand die DJK bereits drei Minuten später (21.) die passende Antwort: Julian Ceesay legte nach einem Freistoß ideal auf Timo Kohler durch und den Antritt des DJK-Kapitäns konnte die Jahn-Abwehr nur durch ein Foul im Strafraum stoppen. Niko Becker verwandelt den Elfmeter sicher zum 1:1-Ausgleich.

In der Folge entwickelt sich ein ausgeglichenes Spiel mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Die beste Gelegenheit für den Jahn hatte Neuzugang Timo Noppenberger, als er aus 14 Metern halbrechts abzog, DJK-Torhüter Nitzbon aber auf dem Posten fand. Auf Gebenbacher Seite traf Becker nach dem schönsten Angriff der ersten Hälfte nur den Querbalken (32.)

Drei Minuten vor der Pause sprintete Kohler aus dem Mittelfeld heraus durch die Schnittstelle der Jahn-Abwehr, bediente den mitgelaufenen Seifert, und der hämmerte den Ball aus kurzer Distanz unter die Latte. Das achte Tor des Torjägers in seinem achten Spiel.

Die Oberfranken kamen elanvoll aus der Kabine und hätten in 47. Minute den Ausgleich machen können. Mit einer Glanztat verhinderte Torhüter Michael Nitzbon das 2:2. "Das hat er richtig stark gemacht und uns die Führung festgehalten", lobte Maloku die Schlüsselszene des Spiels. "Denn jetzt ging das Pendel hin und her, bis wir dann durch das 3:1 von Kai Hempel den Durchbruch schafften", so Maloku. Hempel zirkelte einen Freistoß von der linken Seite in der 65. Minute wunderschön und unhaltbar in den Winkel. Als dann in der 79. Minute Niko Becker einen schnellen Angriff mit dem 4:1 abschloss, schien die Begegnung entschieden.

"Anschließend hatten wir noch vier oder fünf Hunderprozentige. Doch statt diese zu nutzen, wurden wir in der Rückwärtsbewegung viel zu nachlässig und machten es doch tatsächlich noch einmal spannend", monierte Maloku.

Jahn Forchheim - DJK Gebenbach 3:4 (1:2):

SpVgg Jahn Forchheim: Bergmann, Gumbrecht (90. Tischler), Uttinger, Mai, Noppenberger, Städtler, Müller (46. Goldammer), Hagen, Wartenfelser, Misic, Jäckel (77. Nagengast)

DJK Gebenbach: Nitzbon, Ceesay, Gorgiev, Biermeier, Kohler, Keilholz (55. Jonas Lindner), Fischer, Hempel, Scherm, Seifert (69. Pirner), Becker (90. Jakob)

Tore: 1:0 (18.) Jens Wartenfelser, 1:1 (21., Foulelfmeter) Niko Becker, 1:2 (42.) Marco Seifert, 1:3 (65.) Kai Hempel, 1:4 (79.) Niko Becker, 2:4 (84.) Philipp Nagengast, 3:4 (88.) Timo Noppenberger - SR: Steffen Ehwald (Geldersheim) - Zuschauer: 157

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