09.09.2018 - 12:05 Uhr
GebenbachSport

Der Wahnsinn geht weiter

Kai Hempel schießt die DJK Gebenbach zum 1:0-Sieg in Großbardorf ‒ das ist der achte Sieg in Folge. Und einen schönen Nebeneffekt hat der Dreier in der Bayernliga Nord obendrein.

Kai Hempel, der Schütze des goldenen Tores.
von Autor LIKProfil

Am letzten Spieltag gegen Ansbach (5:2) gelang ihm mit einer Direktabnahme aus der eigenen Hälfte das schönste Tor seiner Laufbahn. Im Spitzenspiel in Großbardorf war sein Treffer in der 37. Minute zwar weniger spektakulär, dafür aber spielentscheidend: Kai Hempel sorgte mit seinem sechsten Saisontreffer dafür, dass die DJK Gebenbach nicht nur das achte Spiel in Folge gewann, sondern auch den dritten Vergleich mit dem "Schwergewicht" Großbardorf für sich entschied und als Nebeneffekt die Tabellenführung in der Bayernliga Nord verteidigte.

DJK-Trainer Faruk Maloku musste auf Leistungsträger wie Johannes Böhm, Abwehrstratege Julian Ceesay sowie Torjäger Marco Seifert verzichten. Auch der krankheitsgeschwächte Timo Kohler blieb zunächst auf der Bank und kam erst in den Schlussminuten zum Einsatz. Für den DJK Kapitän rückte Konstantin Keilholz in die Startelf und lieferte im linken Mittelfeld eine starke Partie ab. In den vergangenen Wochen bestätigte sich immer mehr, dass die DJK über einen sehr ausgeglichen Kader verfügt, in dem jeder - wenn er aufläuft - sich an das vorgegebene System hält und seine individuellen Fähigkeiten für die Mannschaft einbringt.

Und Maloku hatte auch für diese Spitzen-Begegnung wieder das richtige Konzept gefunden, um vor allem auch die Offensive der Grabfeld- Gallier um ihren gefährlichen Top-Torjäger Björn Schönwiesner nicht wie gewohnt zur Geltung kommen zu lassen. In der Anfangsphase belauerten sich beide Kontrahenten und zeigten viel Respekt voreinander. Keiner wollte auf diesem Niveau den vielleicht spielentscheidenden Fehler machen. Die größte Chance der Gastgeber im ersten Abschnitt vereitelte DJK-Torhüter Michael Nitzbon per Fußabwehr (9.).

Im Stile einer Spitzenmannschaft schlug die DJK dann aber in der 37. Spielminute zu. Kai Hempel kam nach einem Freistoß aus dem Halbfeld im linken Strafraum an den Ball und nutzte eine der ersten Großchancen mit einem überlegten Schuss hoch ins lange Eck zum Tor des Tages.

Nach dem Seitenwechsel wurden die Aktionen der Unterfranken druckvoller. Biermeier und Libotovsky im Abwehrzentrum behielten aber den Überblick und standen sicher. TSV-Trainer Betz versuchte mit den Einwechslungen von Dietz und dem zusätzlichen Angreifer Lijesnic das Offensivspiel weiter zu forcieren, wurde dadurch aber defensiv anfälliger. DJK-Torjäger Niko Becker hätte in der 71. Minute für die Vorentscheidung sorgen können, als er alleine auf Torhüter Schneider zulief, aber im Eins gegen Eins scheiterte.

Faruk Maloku brachte für die Schlussphase (78.) mit den pfeilschnellen Timo Kohler einen idealen Umschalt- und Konterspieler. Die Rechnung wäre fast aufgegangen, als ein Antritt von Kohler in der 90 Minute nur noch durch ein Foul im Strafraum gestoppt werden konnte. Niko Becker scheiterte mit dem Foulelfmeter aber erneut an Torhüter Schneider und vergab so auch die Möglichkeit mit Großbardorfs Torjäger Schönwiesner, der mit elf Treffern die Torjägerliste der Bayernliga Nord anführt, gleichzuziehen.

"Wir hätten das zweite Tor unbedingt machen müssen", sprach Maloku nicht nur die vergebene Elfmeterchance an. "Auch um uns und den mitgereisten Fans die Zitterpartie zu ersparen."

TSV Großbardorf - DJK Gebenbach 0:1 (0:1):

TSV Großbardorf: Schneider, Mangold (71. Lijesnic), Zang (81. Röder), Topuz, Heusinger, Hölderle, Piecha, Rieß (64. Dietz), Schönwiesner, Zehe, Stahl

DJK Gebenbach: Nitzbon, Biermeier, Libotovsky, Gorgiev, Jonas Lindner (86. Pirner), Keilholz, Fischer, Scherm, Hempel, Haller (78. Kohler), Becker (90. Jakob)

Tor: 0:1 (37.) Kai Hempel - SR: Simon Marx (Großwelzheim) - Zuschauer: 380 - Besondere Vorkommnisse:(90.) Niko Becker (DJK) scheitert mit Foulelfmeter an Torwart Schneider

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