24.02.2021 - 11:54 Uhr
Sport

Geheimnis gelüftet: Die DJK Gebenbach hat einen neuen Trainer

Am Sonntag hat er unterschrieben, ab 1. Juli will er die "hervorragende Arbeit" von Faruk Maloku beim Fußball-Bayernligisten fortsetzen. Der neue Trainer ist kein Unbekannter in der Region, er betreute schon die SpVgg SV Weiden.

Franz Koller wird neuer Trainer der DJK Gebenbach.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Der Fußball-Bayernligist DJK Gebenbach ist auf der Suche nach einem neuen Trainer ab der Saison 2021/22 fündig geworden: Franz Koller wird im Sommer die Nachfolge von Faruk Maloku antreten. "Wir haben uns im ostbayerischen Raum umgehört, und sind alle Kandidaten im Kopf durchgegangen. Dann haben wir eine kleine Auswahl getroffen. Uns ist auch zu Ohren gekommen, dass Franz Koller in Donaustauf nicht verlängern wird", erklärt Franz Wittich, der Sportliche Leiter der DJK Gebenbach.

Franz Koller ist A-Lizenz-Inhaber und war unter anderem Trainer beim Landesligisten SV Neukirchen b. Hl. Blut. Zuvor trainierte er die SpVgg SV Weiden, die A-Junioren des ASV Cham, den TSV Kareth-Lappersdorf, den FC Ränkam und die DJK Vilzing. Noch steht Koller beim Süd-Bayernligisten SV Donaustauf bis Ende der Saison unter Vertrag, der seit Jahren versucht, höherklassig zu spielen. Das Ziel in Donaustauf ist angeblich die Regionalliga - daran scheiterten schon Trainer wie Karsten Wettberg und Klaus Augenthaler. Der SV Donaustauf steht auf Rang 13 der Bayernliga Süd, einen Punkt vor den Abstiegsrelegationsplätzen.

"Franz Wittich und Josef Nitzbon haben mir die Aufgabe sehr schmackhaft gemacht und den Verein erklärt. Ein gut geführter bodenständiger Verein ohne irgendwelche Spinnereien im Kopf. Das hat sich für mich sehr gut angehört. Deshalb habe ich mich letzten Sonntag entschieden und werde am 1. Juli meinen Dienst in Gebenbach antreten", begründet Franz Koller seinen Schritt. Er werde im Sommer in Frieden von Donaustauf weggehen.

Es sei aber eine andere Konstellation, ob beim Ausbleiben von Ergebnissen "Unruhe und Druck" entstehe, oder ob die Verantwortlichen hinter dem Trainer stehen. "Wenn man in fünf Jahren acht oder neun Trainer verschlissen hat, dann stimmt irgendetwas im Umfeld nicht", erklärt Koller. Er habe sich mit den Verantwortlichen in Donaustauf immer gut verstanden, und ihm sei es wichtig, am 30. Juni in einem guten Verhältnis auseinanderzugehen, bevor "irgendwann der große Knall kommt." Er will die Saison sauber zu Ende bringen und hat sich als Ziel den Klassenerhalt gesetzt. "Ich gehe im Reinen, ich habe mit niemandem Streit", sagt Koller. Er möchte dann mit "voller Tatkraft in Gebenbach starten." Der 44-Jährige stammt aus Ränkam, ist selbstständig und hat eine Firma, die sich mit Innenausbau und Immobilienverkauf beschäftigt.

"Es gab sehr viele Bewerbungen, Franz Koller gehörte von Anfang an zu unserem Favoritenkreis. Die Gespräche mit ihm haben das bestätigt, was wir uns erwarten: Dass er die hervorragende Arbeit von Faruk Maloku fortsetzen wird. Man kann es sich nur vorstellen, wir wissen es natürlich nicht", sagt Wittich.

Die Ziele in Gebenbach seien andere als in Donaustauf: "Bei uns gibt es keinen Zwang zum Aufstieg. Wir wollen im vorderen Mittelfeld der Bayernliga mitspielen. Wichtig ist für uns ein nachhaltiger Trainer, und das Gefühl haben wir bei ihm. Koller ist jetzt die zweite Saison in Donaustauf. Wettberg und Augenthaler waren nur sehr kurz in Donaustauf. Franz Koller war zum Beispiel sieben Jahre bei der DJK Vilzing", erklärt Wittich. Koller sei auch von der Weiterbildung her auf dem neuesten Stand, denn die DJK Gebenbach will weiterhin modernen Fußball spielen.

DJK Gebenbach sucht neuen Trainer: Eine "Trennung auf dem Höhepunkt"

Gebenbach

"Bei uns gibt es keinen Zwang zum Aufstieg."

Franz Wittich, Sportlicher Leiter der DJK Gebenbach

Franz Wittich, Sportlicher Leiter der DJK Gebenbach

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