Update 25.05.2018 - 16:04 Uhr
HahnbachSport

Nur noch Kopfschütteln

Die Meldung von Bezirksspielleiter Christian Wolfram ist kurz und klar - und sie löst beim SV Hahnbach und beim TSV Detag Wernberg nur noch Kopfschütteln aus: Beide müssen nochmal spielen.

Thorsten Baierlein, der Trainer des SV Hahnbach, weilt im Urlaub und kommt erst am Abend vor dem neu angesetzten Spiel zurück.

(ref) "Alle schreien jetzt Hurra, das gibt's doch nicht. Ich glaube, beide Vereine haben jetzt einen dicken Hals", ärgert sich Fußball-Abteilungsleiter Wolfgang Dotzler vom SV Hahnbach. Das Bezirkssportgericht hat entschieden, dass die Partie noch gespielt werden muss. "Der Schiedsrichter ist damals auf uns zugekommen, und dann hat man sich geeinigt, nicht weiterzuspielen. Wir wussten zu dem Zeitpunkt nicht, dass das nicht den Regularien entspricht", erklärt Dotzler. Vor allem, weil es in diesem Spiel für keine der beiden Mannschaften noch um etwas ging.

(ref) "Alle schreien jetzt Hurra, das gibt's doch nicht. Ich glaube, beide Vereine haben jetzt einen dicken Hals", ärgert sich Fußball-Abteilungsleiter Wolfgang Dotzler vom SV Hahnbach. Das Bezirkssportgericht hat entschieden, dass die Partie, die wegen Gewitter damals abgebrochen wurde, noch gespielt werden muss. "Der Schiedsrichter ist damals auf uns zugekommen, und dann hat man sich geeinigt, nicht weiterzuspielen. Wir wussten zu dem Zeitpunkt nicht, dass das nicht den Regularien entspricht", erklärt Dotzler. Vor allem, weil es in diesem Spiel für keine der beiden Mannschaften noch um etwas ging. "Der Schiri hätte Rücksprache mit dem Bezirksspielleiter halten müssen, das hat er nicht getan."
Ob der SV Hahnbach am Sonntag, 3. Juni, um 15 Uhr gegen Detag Wernberg nochmal antritt, steht für Wolfgang Dotzler außer Frage. "Wenn wir nicht spielen, kostet das 200 Euro aufwärts Strafe. Der Verband will Geld, das ist alles, was ihn interessiert. Ich hab im Frühjahr ständig die Parole 'Pro Amateurfußball" gehört, und dann so was."
Ein kleines Häkchen hinter dem Spiel hätte gereicht, und "alles wäre gut." Von den "Kleinen" hole sich der BFV das Geld, bei den "Großen" ist er sich sicher, hätte es das Häkchen gegeben. Alle Urteile des Bezirkssportgerichts, so Dotzler, gingen nach München, wo sie überprüft werden. "Aber da sitzen Paragrafenhengste, und dem Verband ist das alles egal."
Zwei Wochen nach Saisonschluss zu spielen bedeutet, so Dotzler: "Der Trainer ist im Urlaub, er kommt erst am Samstag Abend zurück. Die Mannschaft ist zum größten Teil weg. Den Verband interessiert es auch nicht, ob wir da die A-Jugend spielen lassen. Hauptsache, es wird gespielt." Schiedsrichterkosten entstehen, Fahrtkosten - "für nichts und wieder nichts. Es geht ja um nichts mehr."
Wenn die Begegnung am 3. Juni angepfiffen wird, ist sich Dotzler sicher: "Normal wird dieses Spiel nicht werden. Wenn es 3:1 ausgehen sollte, kann sich jeder seinen Teil denken."
Relativ defensiv äußert sich Joachim Luff, Abteilungsleiter beim TSV Detag Wernberg. "Wir werden zunächst intern das weitere Vorgehen beraten", sagte er am Freitagmittag. Die Mannschaft sei derzeit noch im gemeinsamen Urlaub in Bulgarien. Der TSV Detag werde sich auch mit dem SV Hahnbach kurzschließen. Lediglich einen Nichtantritt konnte Luff schon jetzt ausschließen. "Mindestens 200 Euro Strafe sind für unseren Verein eine Menge Geld."
Bezirksspielleiter Christian Wolfram erläutert die Lage: "Ein Abbruch wegen Gewitter zieht immer eine Neuansetzung nach sich. Die Spielordnung gibt keine Wertung her."
Aber: „Wenn beide Vereine entsprechend begründen, dass sie nicht mehr spielen wollen, dann wird das Bezirkssportgericht eine Lösung finden, die im Interesse der beiden liegt“, sagt Wolfram. Ein entsprechendes Signal sei bereits gekommen.

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