07.03.2019 - 20:02 Uhr
HirschauSport

Höhepunkt in der eisigen Kälte

Zwei Wettbewerbe hat der Skilangläufer des SCMK Hirschau schon hinter sich, jetzt hofft Jakob Lauerer auf Startplatz in der Staffel bei der Universade in Russland.

Jakob Lauerer beim Zielsprint im Verfolgungsrennen.
von Autor RERProfil

"So etwas werde ich nie wieder erleben," sagt Jakob Lauerer. Der Skilangläufer des SCMK Hirschau ist Teilnehmer der Winter-Universiade 2019 im russischen Krasnojarsk. Zwei Wettbewerbe hat der Medizinstudent der Uni Würzburg bereits hinter sich. Am Samstag, 9. März, steht die 4x7,5-km-Staffel an: Lauerer hofft auf einen Startplatz, das wird vom Trainer aber kurzfristig entschieden.

Nach einer langen Anreise, bei der zwar alle Athleten und Ski gut in Sibirien ankamen, die Koffer aber erst einmal auf der Strecke blieben und sie drei Tage später ihr Ziel erreichten, hatten die Sportler Zeit, sich kennenzulernen, an die Kälte und neue Umgebung zu gewöhnen und die Zeitverschiebung von sechs Stunden zu verarbeiten. Neben den 24 Athleten reiste ein Tross an Technikern und Trainern sowie ein Teamarzt und Physiotherapeuten aus Deutschland an.

"Alles geht wahnsinnig professionell zu", so Jakob Lauerer. Die Shuttle-Busse, welche die Athleten vom Universiade-Dorf zu den Sportstätten bringen, werden genau kontrolliert und während der Fahrt verplombt. Falls es schnell gehen muss, fahren die Busse mit Polizei-Eskorte. Genaue Trainingszeiten müssen eingehalten werden, am Donnerstag wurden die deutschen Studenten vom Gouverneur der Region in der deutschen Vertretung in Krasnojarsk empfangen.

Seine Eindrücke von der Eröffnungsfeier kann Jakob Lauerer kaum in Worte fassen: "So etwas werde ich nie wieder erleben". Vor 10 000 Zuschauern in der Eishalle eröffnete Russlands Präsident Putin die Studenten-Spiele. Es war eine Multimedia-Show mit Tanz, Musik und fantastischen Choreographien, die nach über drei Stunden in einem Feuerwerk ihren Abschluss fand. Rund 500 Millionen Dollar wurden für die Universiade investiert - einschließlich Infrastruktur und Sportanlagen, die langfristig genutzt werden sollen. 10 000 Freiwillige haben sich bereit erklärt, zu einem reibungslosen Ablauf beizutragen.

Das lokale Organisationskomitee rechnet mit über 3000 Studierenden aus knapp 60 Nationen, die im sehr kalten Osten Russlands starten werden. "Es ist schön zu sehen, welchen Stellenwert der Sport im universitären Umfeld in anderen Ländern hat", sagt Lauerer, betont aber gleichzeitig, dass es in Deutschland in dieser Hinsicht deutlichen Verbesserungsbedarf gibt.

Die Fans, die keine Angst vorm frühen Aufstehen haben, können alle Wettkampfe live im Internet auf www.fisu.net/media/fisu-tv oder auf livestreams in youtube verfolgen. Wegen der Zeitverschiebung starten die Langlauf-Rennen aber zwischen 5 und 6 Uhr morgens.

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