20.02.2019 - 14:51 Uhr
HirschauSport

Jakob Lauerer in Sibirien auf Medaillenjagd

Der Skilangläufer des SCMK Hirschau ist in guter Gesellschaft, wenn sich Anfang März rund 2000 Studenten aus 50 Nationen in Krasnojarsk treffen. Zum größten Wintersportereignis des Jahres 2019.

Jakob Lauerer ist zuversichtlich, was seine Starts bei der Universiade betrifft.

Jakob Lauerer vom SCMK Hirschau hat sich für die Universiade qualifiziert Der 20-jährige Skilangläufer des SCMK Hirschau ist Medizinstudent in Würzburg und wurde vom Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband (adh) für die 29. Winteruniversiade im sibirischen Krasnojarsk nominiert.

Das Wort "Universiade" ist eine Kombination aus "Universität" und "Olympiade", bezeichnet also olympische Spiele für Studenten. Seit 1959 werden diese Spiele im Zwei-Jahres-Rhythmus sowohl im Winter als auch im Sommer ausgetragen. In diesem Jahr findet das Multi-Sport-Event, das noch vor sämtlichen Weltmeisterschaften die größte Wintersportveranstaltung des Jahres 2019 sein wird, vom 2. bis 12. März im sibirischen Krasnojarsk statt. Dort werden über 2000 Studenten aus 50 Nationen in elf verschiedenen Sportarten um Medaillen und Platzierungen kämpfen.

Die deutsche Nationalmannschaft der Studenten, vertreten durch den adh, entsendet 24 Sportler nach Russland. Jakob Lauerer wurde neben fünf weiteren Deutschen für die Skilanglaufwettbewerbe nominiert.

Jakob Lauerer begann nach seinem Abitur am Erasmus-Gymnasium im Oktober 2017 mit dem Medizinstudium an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg. Obwohl in der Mainmetropole nahezu ganzjährig Plustemperaturen herrschen und kein Schnee in Sicht ist, gelang es Lauerer, durch hartes Training vor allem in Laufschuhen und auf dem Fahrrad, sich für die Universiade zu qualifizieren. Dies ist neben seiner Leidenschaft für den Skilanglauf, seiner hohen Disziplin im anspruchsvollen Studium und zeitintensiven Ausdauersport auch auf die Unterstützung durch den SCMK und Heimtrainer Johannes Pfab zurückzuführen.

Durch sehr gute Leistungen im Deutschlandpokal in Oberwiesenthal und am Arbersee überzeugte er den Verband und setzte sich gegen zahlreiche Mitbewerber durch. Am 25. Februar erfolgt der Abflug nach Krasnojarsk, der drittgrößten Stadt Sibiriens, wo im März, getreu dem Motto "real Winter", Temperaturen von minus 20 Grad Celsius auf die Athleten warten. Die Unterbringung erfolgt in einem eigens für die Spiele errichteten Athletendorf. Darüber hinaus wurden für das Event neue Sportstätten errichtet und die Infrastruktur vor Ort ausgebaut.

Am 2. März wird die Universiade-Flamme, die bereits seit Wochen durch Russland getragen wird, Krasnojarsk erreichen und Präsident Wladimir Putin das Sportevent eröffnen. Für Lauerer und die anderen Langläufer wartet direkt am nächsten Tag das erste Rennen, ein 10 km langer Einzelstart in der klassischen Technik, tags darauf wird in der Skatingtechnik nach den Rückständen des Vortages erneut über 10 km gestartet. Außerdem hofft Lauerer, der als Distanzläufer die Sprintrennen voraussichtlich auslassen wird, Deutschland am 9. März in der Teamstaffel vertreten zu dürfen, bevor am 12. März ein 30-km-Massenstartrennen in der freien Technik den sportlichen Abschluss der Veranstaltung bildet.

Die Chancen auf Medaillen sind für die deutschen Langläufer eher gering, da für Russland etliche Weltcupathleten an den Start gehen werden. So siegte auch Weltmeister Sergey Ustiugov einst bei der Universiade. Nach der großen Abschlussfeier wird das deutsche Team am 13. März wieder die Heimreise antreten.

https://krsk2019.ru/en/pages/winter_universiade_krsk_2019

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.