05.03.2019 - 11:59 Uhr
HirschauSport

Ein Traum geht in Erfüllung

Wenn der Vater mit den Söhnen und den Enkeln auf Langlauf-Skieren unterwegs ist: Die Familie Heckmann inklusive Verstärkung überrascht mit einer sehr guten Platzierung beim weltgrößten Staffellauf in Schweden.

Die Staffel des SC Monte Kaolino Hirschau (von links): Leopold Heckmann, Veiko Hille, Dieter Heckmann, Johannes Heckmann, Norbert Gebel und Hubert Heckmann.
von Externer BeitragProfil

Alle liefen für den SC Monte Kaolino Hirschau - und belegten Rang 73 unter 2465 Teams beim Vasalauf in Schweden. Nicht nur vom Publikum wurde Schlussläufer Leopold Heckmann gefeiert, sondern auch von seiner Mannschaft im Ziel begeistert in die Arme genommen. Die Gesamtzeit von 4:54 Stunden entsprach einem Durchschnitt von 3.33 Minuten pro km. Dieses unerwartete Resultat hat man den fünf Hirschauern nicht zugetraut.

Das Mitte 2018 von Dieter Heckmann initiierte Vorhaben, mit einer Heckmann-Familienstaffel am weltweit größten Staffellauf in Schweden teilzunehmen, wurde am 1. März in die Tat umgesetzt. Die Wettkampfstrecke von Sälen nach Mora über 90 km teilen sich fünf Skilangläufer.

Obwohl von den fünf Heckmännern seit vielen Jahren keiner mehr aktiv ist und Wettkämpfe bestreitet, beschlossen Vater, Söhne und Enkel an diesem Ski-Ereignis in Mittelschweden teilzunehmen. Da Thomas Heckmann ausfiel, stellte sich Norbert Gebel dem Team zur Verfügung und als Ersatz reiste Veiko Hille mit.

Um sich nicht auf einer über ein Kilometer langen und steilen Abfahrt zu verletzen, entschied der Initiator Dieter Heckmann an seiner Stelle Veiko Hille einzusetzen. Den Massenstart in Sälen übernahm Hubert Heckmann. Er hatte die ersten 24 km nach Möngsbodarna zu laufen, wobei es vom Start erst einmal nur 3 km bergauf ging. Nach 1:26,01 Stunden übergab er als 334. an Norbert Gebel, der seine 24 km von Möngsbodarna nach Evertsberg in 1:12.01 meisterte und bereits als 123. an Johannes Heckmann übergab. In schnellen 45,51 Minuten schaffte dieser seine 14 mm und schickte anstelle seines Vaters Veiko Hille in Oxberg als 94. auf die nächsten 9 km. Hille benötigte nur 27.47 Minuten nach Hökberg und wechselte als 77. an Leopold Heckmann., den jüngsten Hirschauer. Dieser lief die 19 km nach Mora in 1:01.59 Stunden. Als Schlussläufer konnte er noch einige Läufer überholen und zur ganz großen Überraschung schafften die fünf Hirschauer einen unerwarteten 73. Platz unter sage und schreibe 2465 Staffeln.

Das Hirschauer Team hat sich mit ihrer Teilnahme einen echten Skilanglauftraum erfüllt. Das gilt besonders für Johannes Heckmann, der 1990 als Nationalläufer des DSV für die Teilnahme am Vasalauf nominiert wurde und der das Pech hatte, dass dieser dann aufgrund von Schneemangel kurzfristig abgesagt werden musste.

Hintergrund:

50 000 Teilnehmer

Hirschau. Die Logistik, um überhaupt pünktlich zum Start und den Wechselzonen zu gelangen, war alles andere als einfach. Die gesamte Bevölkerung von Mora und Umgebung steht mit einem unvorstellbaren Engagement und einer einmaligen Begeisterung hinter dieser, sich über eine Woche erstreckenden Großveranstaltung. Die Teilnehmerzahl während der Vasalauf-Woche beträgt mehr als 50 000. Hinzu kommen noch Tausende von Zuschauern, die jeweils bis in den Abend hinein das Eintreffen der letzten Läufer erwarten. Das Betreuerteam der Hirschauer Läufer mit Lisa Heckmann, Julia Hofmann und Dieter Heckmann, der bereits 1966 am 90-km-Vasalauf erfolgreich teilgenommen hat, hat perfekte Arbeit geleistet.

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