30.10.2020 - 16:23 Uhr
Sport

Kein Basketball mehr 2020

In diesem Jahr wird es in Bayern keinen Basketball mehr geben. Der Bayerische Basketball Verband (BBV) setzt den Spielbetrieb bis Januar 2021 aus. Bereits vor dem Lockdown hatten einzelne Bezirke auf die Corona-Entwicklung reagiert.

Auch nach dem Lockdown wird die Basketballsaison in Bayern für das restliche Jahr auf allen Ebenen ausgesetzt.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

„Selbstverständlich trägt der bayerische Basketball solidarisch alle nötigen Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Pandemie mit“, teilt BBV-Präsident Bastian Wernthaler nach der Präsidiumssitzung am Donnerstag mit. Der Spielbetrieb ruht damit auf allen Ebenen des Verbands bis hinauf zur Regionalliga ab dem 2. November. Die Entscheidung bewertet der Oberpfälzer Bezirksvorsitzende Willi Merkl positiv: "Der BBV nimmt damit den Druck von den Bezirken und Vereinen, über Absagen entscheiden zu müssen." Mehrere Bezirke hatten zuvor bereits den Saisonstart verschoben oder die erst begonnene Saison ausgesetzt. Die Oberpfälzer Ligen etwa pausieren schon seit vergangener Woche, ursprünglich geplant bis nach Ende der Herbstferien. In höherklassigen Ligen mit Oberpfälzer Beteiligung wurde jedoch noch weiter gespielt.

Oberpfälzer Basketball ruht bis nach den Allerheiligen-Ferien

Neustadt an der Waldnaab

Nun wird der Spielbetrieb nach dem Allerheiligen-Wochenende in diesem Kalenderjahr bayernweit nicht mehr aufgenommen. „Selbst wenn im Dezember Wettkampfsport wieder erlaubt sein sollte, kann man nach vier Wochen Trainingsverbot keinen Spielbetrieb starten“, betont BBV-Sportreferent Robert Daumann. Trotz aller Solidarität sind Wernthaler und seine Präsidiumskollegen aber auch „enttäuscht, dass der Gesetzgeber den Sport, insbesondere den Jugendsport, unter die Tätigkeiten einordnet, die am ehesten entbehrlich zu sein scheinen“. Die Vereine hätten "unter immensem Einsatz" Hygienekonzepte erarbeitet, mit denen sinnvolle sportliche Betätigung auch in Zeiten hoher Infektionsraten vertretbar schien.

Angesichts des hohen Stellenwerts von Jugendsport für Gesundheit, soziales Verhalten und Persönlichkeitsentwicklung sollte das totale Verbot überdacht werden. Wie die weitere Saison ab Januar verläuft wird in den nächsten Tagen entschieden. "Die Saison dauert regulär bis Mitte Mai. Bei zu vielen Nachholterminen kann es mit den Hallen schwierig werden", befürchtet Merkl. "Wir hoffen, dass wir die - eventuell auch verkürzte - Saison sinnvoll zu Ende bringen können."

Am letzten Spielwochenende vor dem Lockdown ruht der Basketball in der Oberpfalz auch in den noch offenen höheren Ligen. So wurde auch die Regionalligapartie der DJK Neustadt/WN bei GGZ Basket Zwickau vom Gastgeber abgesagt. "Auch wenn es regulär möglich wäre, wäre es widersinnig gewesen anzutreten", teilt der Neustädter Verein am Freitag mit.

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