Postkartenidylle, ein Traum in Weiß, Seefeld strahlt. Dazu noch die vielen Erfolge der deutschen Wintersportler. Diese Bilder von der nordischen Ski-WM sind fast schon zu schön, um wahr zu sein.
Seit Mittwoch liegt ein tiefer Schatten über Tirols nordischem Herzen. Es war irgendwie zu erwarten, und doch wollte es keiner wahrhaben - Doping. Die erschütternden Geständnisse des Österreichers Johannes Dürr zuletzt ließen aber schon erahnen, dass es sich da um keinen Einzelfall handelt. Die Dummheit dieser Athleten zu glauben, nicht erwischt zu werden, ist dennoch grenzenlos und kaum zu fassen.
Schlecht genug, dass die fünf Ertappten ihre Karrieren unwiederbringlich zerstört haben. Sie haben mit ihrem Tun - und das ist mindestens genauso schlimm - auch die sportlichen Lebensläufe ihrer Konkurrenten beschädigt. Der Verdacht, ohnehin irgendwie in den Loipen dabei, läuft künftig noch stärker mit.
Jeder, der es aufs Stockerl schafft und sich über seine Medaille freut, wird künftig noch intensiver beäugt: "Na, ist der sauber? Kann man dem trauen? Ganz sicher hat der auch etwas genommen!"
Es gilt für viele leider nicht mehr die Unschuldsvermutung. Jeder Langläufer muss sich ob seiner Erfolge rechtfertigen. Das ist auch ein Skandal in diesem neuerlichen Dopingskandal.













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