01.10.2021 - 23:07 Uhr
MünchenSport

Kommentar zur Vertragsoffensive des FC Bayern: Nur einer schert richtig aus

Der FC Bayern ist nicht zu stoppen. Auch Eintracht Frankfurt wird dies wohl am Sonntag nicht gelingen. Es läuft bestens. Ein kleines Problem gibt es aber doch, meint unser Sportredakteur Josef Maier.

Joshua Kimmich (links) hat langfristig verlängert beim FC Bayern, Kingsley Coman (rechts) dagegen hat utopische Forderungen.
von Josef Maier Kontakt Profil
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Die Hoffnung der Konkurrenz war groß, als es rumpelte. Ohne Sieg stotterte der FC Bayern durch die Vorbereitung. Dazu war da noch ein zwar guter, aber doch auf diesem Niveau relativ unerfahrener Trainer. Der FC Bayern ist zu groß für Julian Nagelsmann, raunten einige. Mittlerweile ist die Hoffnung der Gegner ganz, ganz klein, eigentlich nicht mehr da. Deutschlands Dauermeister schnurrt durch die neue Spielzeit, der Trainer, jünger als sein Torwart, hat den Laden total im Griff. Zuletzt 9 Siege in Folge, in den letzten 81 Pflichtspielen haben die Münchener immer getroffen. Ein Superlativ toppt den nächsten. Nagelsmanns Art kommt allein schon dadurch an, dass er nicht, wie es manch andere Trainer tun, glaubt, beim neuen Verein alles auf links ziehen zu müssen. Er verändert Nuancen und verändert damit viel.

Was ist plötzlich mit Niklas Süle los? Keine Gewichtsdebatte mehr, am Mittwoch gegen Dynamo Kiew wurde „Niki“ mit Sprechchören gefeiert, Vertragsverlängerung wahrscheinlich. Lucas Hernandez galt schon als 80 Millionen-Missverständnis, jetzt spielt der Franzose regelmäßig. Mit den Vertragsverlängerungen von Joshua Kimmich und Leon Goretzka haben die Bayern auf Jahre hinaus ein erfolgsversprechendes Fundament. Serge Gnabry wird bald unterschreiben. Thomas Müller (32) und Robert Lewandowski (33) scheinen in den Jungbrunnen gefallen. Die Welt der „Roten“ ist derzeit rosarot.

Nur einer schert aus. Kingsley Coman schachert immer noch um einen neuen Kontrakt. Der Franzose soll, wie die „Sport-Bild jetzt meldet, „nur noch“ 20 Millionen Euro per anno wollen. Das ist ungefähr Lewandowskis Preisklasse. Um diese Forderung Comans einzuordnen, reicht einfachste Mathematik: Der Franzose hat in den letzten beiden Jahren je 8 Pflichtspieltore erzielt, Lewandowski vergangene Saison 48, die Spielzeit zuvor 55. Der Vergleich eines Außenstürmers mit einem Mittelstürmer mag etwas verzerren, dennoch sprechen die Zahlen eine klare Sprache. Vielleicht denkt Coman noch einmal nach. Diese Bayern sind auf ihn nicht unbedingt angewiesen.

Kingsley Coman zu Besuch beim Fanclub Wildenau in der Oberpfalz

Plößberg
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