03.05.2019 - 13:07 Uhr
Sport

Kreisliga Nord: Noch lange nichts entschieden

Trotz des Ausrutschers des FC Weiden-Ost ist in der Kreisliga Nord drei Spieltage vor dem Saisonende noch keine Entscheidung in Sachen Aufstieg gefallen. Das Führungstrio trennen lediglich vier Zähler.

0:1 musste sich die DJK Weiden zuletzt beim Spitzenreiter SpVgg SV II um Spielertrainer Michael Riester (links) geschlagen geben. Nun wartet der nächste Aufstiegskandidat: Zu einem weiteren Derby gastiert der FC Weiden-Ost am Flutkanal.
von Erich VölklProfil

Tabellenführer SpVgg SV Weiden (51) reist zum abstiegsgefährdeten Vorletzten SVSW Kemnath, der Zweitplatzierte SpVgg Vohenstrauß (49) empfängt den Neunten FC Tremmersdorf (28). Der Tabellendritte FC Weiden-Ost (47) hofft auf Ausrutscher der Konkurrenz und muss selbst im Stadtderby beim Achten DJK Weiden (29) antreten. Im Tabellenkeller werden die beiden direkten Abstiegsränge und der Relegationsplatz zwischen dem Viertletzten TSV Reuth (23), dem Drittletzten DJK Ebnath (22), dem Vorletzten SVSW Kemnath (20) und Schlusslicht SV Anadoluspor (20) entschieden.

SVSW Kemnath - SpVgg SV Weiden II So. 15.00

"Die Niederlage in Kirchenthumbach schmerzt sehr", berichtet Spielertrainer Christian Ferstl, da sein Team viel investierte, aber nicht dafür belohnt wurde. Trotzdem ist er mit der Einstellung und der Bereitschaft seiner Mannschaft zufrieden. Die Partie gegen den Spitzenreiter bezeichnet er als das leichteste Spiel des Jahres, da niemand Zählbares erwartet. "Wir werden aber versuchen, uns so teuer wie möglich zu verkaufen", motiviert er seine Elf. "Ein Punkt wäre ein Traum und vor allem bitter notwendig." Die Gäste rechnen mit einigen verletzungsbedingten Ausfällen. Spielertrainer Michael Riester warnt sein Team, die Gastgeber auf keinen Fall zu unterschätzen, da Kemnath dringend Punkte für den Klassenerhalt benötigt. "Um am Ende als Sieger vom Platz zu gehen, werden wir wieder sehr viel Aufwand über die 90 Minuten betreiben müssen."

SpVgg Vohenstrauß - FC Tremmersdorf So. 15.00

Von einem hart erkämpften, aber verdienten Heimsieg berichtet Markus Wildenauer nach der Partie gegen Plößberg. "Nun dürfen wir erneut zu Hause ran. Tremmersdorf kann ohne jeglichen Druck aufspielen und hat beim Kantersieg in der Vorwoche sicherlich mächtig Selbstvertrauen getankt", warnt er sein Team. An der Zielsetzung ändert sich nichts: Es sollen die letzten drei Spiele allesamt gewonnen werden. Coach Matthias Müller steht bis auf Ertl der komplette Kader zur Verfügung. Gästespielertrainer Benny Scheidler bestätigt seinem Team eine klasse Teamleistung gegen Erbendorf. "Endlich sind wir für unseren Aufwand belohnt worden und haben auch in dieser Höhe verdient gewonnen." Beim Tabellenzweiten wartet nun ein dicker Brocken auf die Gäste. Mit Blick auf die Tabelle wäre bereits ein Punkt Gold wert. Außer den Langzeitverletzten ist alles an Bord.

DJK Weiden - FC Weiden-Ost So. 15.00

"Leider konnten wir keinen Punkt entführen", blickt DJK-Coach Stefan Krebs auf das Derby am Wasserwerk zurück. "Ein kleiner Fehler hat gereicht für die knappe Niederlage." Er ist aber dennoch mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden, da man auch noch über 30 Minuten in Unterzahl agieren musste. Im nächsten anstehenden Stadtderby will er nicht verlieren. Personell sieht es nicht gut aus. Die Gäste haben zu Hause gegen Dießfurt zwei wichtige Zähler liegen gelassen. Auch wenn sich die Ausgangslage dadurch verschlechtert hat, gehen Trainer Peter Kämpf und sein Team mit Vorfreude ins Derby und möchten sich für die 0:2-Hinspielniederlage revanchieren. "Wir müssen unsere individuellen Fehler abstellen, vorne wieder effizienter werden", appelliert er an seine Elf.

SV Plößberg - TSV Reuth So. 15.00

Von einer verdienten Niederlage gegen keineswegs übermächtige Vohenstraußer berichtet SV-Trainer Harald Walbert. "Uns fehlte nach vorne die Durchschlagskraft. Wir konnten den Ausfall unserer kompletten Sturmreihe Sonnberger, Freundl, Kraus und Tretter nicht kompensieren.". Nun erwartet er hochmotivierte Gäste, die jeden Punkt für den Klassenerhalt benötigen. Außer dem Offensivquartett fehlen mit Klinnert und Lang zwei wichtige Defensivkräfte. "Trotz einer nicht so guten ersten Halbzeit wäre ein Punkt verdient gewesen", resümiert Hans Stangl die knappe Heimniederlage gegen Mantel. "Diesmal war das Quäntchen Glück nicht auf unserer Seite. In Plößberg sind wir schon fast zum Siegen gezwungen, auch wenn die Gastgeber der Favorit sind." Mit der zuletzt gezeigten Einstellung ist ihm aber nicht Bange.

VfB Mantel - SC Kirchenthumbach So.15.00

Von einem glücklichen, aber sehr wichtigen Sieg in Reuth berichtet VfB-Coach Tobias Heindl. "Nun haben wir mit dem Tabellenfünften aus Kirchenthumbach eine Mannschaft zu Gast, die uns alles abverlangen wird", bereitet er sein Team auf die Partie vor. Personell steht ihm bis auf Schärtl der komplette Kader zur Verfügung. "Der hart umkämpfte Sieg gegen sehr gut organisierte Kemnather, war ein wichtiger Schritt um Tabellenposition fünf zu behaupten", berichtet SCK-Spielertrainer Daniel Klempau. "Um bis zum Saisonende dort zu verbleiben, müssen wir weiter Punkte sammeln." Der rotgesperrte Simon Speckner und der verletzte Tim Fronhöfer werden fehlen.

FC Dießfurt - DJK Ebnath So. 15.00

Der Punkt im Weidener Osten war wichtig für die Moral der Gastgeber. "Meine Mannschaft hat Wille und Ehrgeiz gezeigt. Wir wollten nicht wieder als Verlierer den Platz verlassen", berichtet FC-Coach Eugenio Wild. "Unsere Gäste aus Ebnath werden alles versuchen, um das Spiel zu gewinnen. Wir werden auf jeden Fall voll dagegen halten." Bis auf Dippl und Zeleny hat er alle Mann an Bord. Nach dem wichtigen Heimsieg gegen Anadoluspor geht die Reise für die Gäste zum heimstarken FC Dießfurt. "Wir werden alles daran setzen, einen Punkt zu entführen", motiviert Robert Söllner sein Team. "Wir möchten im Schlussspurt die Liga aus eigener Kraft erhalten." Neben den verletzten Daubner, Plannerer, Reiß und Lima, fehlt auch noch Urlauber Schinner (Urlaub). So wird Trainer Markus Sebald erneut auf seine "Alte Garde" zurückgreifen.

SV Anadoluspor - TSV Erbendorf So. 15.00

"Leider hatten wir wieder nicht das Glück auf unserer Seite", analysiert Fatih Karabiber die knappe Niederlage in Ebnath. "Hätten wir in der 92. Minute nicht den Elfmeter verschossen, wäre es ein gerechtes Unentschieden gewesen." Gegen Erbendorf muss der Gastgeber zwei Stammakteure urlaubsbedingt ersetzen. "Wir haben in Tremmersdorf die mit Abstand schlechteste Saisonleistung gezeigt und hatten keine Chance", resümiert Gästecoach Stefan Rupprecht die deutliche Niederlage. Auch wenn ihm nun gegen Anadoluspor einige wichtige Stammkräfte fehlen, fordert er eine deutliche Leistungssteigerung von seiner Mannschaft.

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