15.11.2018 - 17:10 Uhr
Luhe/Luhe-WildenauSport

Herbstmeisterschaft vor Augen

Oberwildenauer Kegler beim Verfolger in Bamberg gefordert - Ohne Vicha/Grünwald

von Norbert DietlProfil

(otr) Die Entscheidung über die Herbstmeisterschaft in der Kegler-Bayernliga fällt am letzten Hinrundenspieltag. Am Samstag (16 Uhr) tritt der Tabellenführer SC Luhe-Wildenau beim Tabellenzweiten Polizei SV Bamberg an. Gewinnen die Oberfranken, sind sie Herbstmeister; dem SC Luhe-Wildenau reicht bereits ein Unentschieden, um die alleinige Tabellenführung nach der Hinrunde zu verteidigen.

So überzeugend der SC Luhe-Wildenau in die Saison gestartet war, zuletzt ist es bei den Oberwildenauern nicht mehr ganz nach Wunsch gelaufen. Bei einem über sich hinausgewachsenen SKK Eschlkam gab es eine klare Niederlage, am letzten Wochenende rettete man sich nur mit sehr viel Glück gegen den in Oberwildenau stark aufspielenden SV Herschfeld ins Ziel. Im Nachhinein betrachtet muss man im SC-Lager einräumen, dass man in Eschlkam von der Taktik her nicht besonders glücklich agierte und eine zu aggressive Aufstellung gewählt hatte.

Beim Heimspiel gegen Herschfeld sorgte die Verletzung von Jiri Vicha und Michael Grünwald dafür, dass es lange Zeit sogar nach einer Niederlage aussah, ehe dann Patrick Fickenscher und Manuel Kessler mit einer Energieleistung doch noch Schlimmeres verhinderten. Nun wäre es viel zu kurz gesprungen, würde man den Grund für die Nervenschlacht gegen Herschfeld alleine bei den Ersatzleuten Manuel Ottorepetz und Claus Rösch suchen. Ottorepetz, der sich in der 2. Mannschaft in der Bezirksoberliga mit einem herausragenden Heimschnitt (590) für einen Bayernligaeinsatz empfahl, scheiterte an der letztendlich zu großen Nervenbelastung. Der für ihn eingewechselte Claus Rösch war dann auch nicht mehr in der Lage zu retten, was nicht mehr zu retten war.

Für das Auswärtsspiel in Bamberg wird sich hinsichtlich der Mannschaftsaufstellung der personellen Not gehorchend nichts ändern. Es bleibt auch nichts anderes übrig, denn sowohl Jiri Vicha als auch Michael Grünwald können verletzungsbedingt nicht spielen. Dass Manuel Ottorepetz den Kampf gegen die eigenen Nerven auch gewinnen kann, hat er im DKBC-Pokal bewiesen, als er im Spiel beim Erstbundesligisten Zwickau ab dem 49. Wurf für den verletzten Gert Erben in die Bahn geschickt wurde und am Ende ein ansehnliches Ergebnis von 565 Holz spielte. Allerdings stellen die Bamberger „Polizisten“ eine ganz starke Heimmannschaft. Von der Regionalliga über die Landesliga in die Bayernliga durchmarschiert hat man zuletzt auf eigener Bahn am 1. Landesligaspieltag verloren und ist dann als Vizemeister in die Bayernliga aufgestiegen. Aushängeschild der Oberfranken ist mit einem Heimschnitt von 596 Holz Tobias Funk. Der Rest der Mannschaft ist zwischen 560 und 580 Holz einzuordnen. Auf Daniel Wutz, Ivan Bosko, Marco Maier, Manuel Ottorepetz, Patrick Fickenscher und Manuel Kessler wartet also eine ganz schwere Aufgabe.

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