17.03.2019 - 13:45 Uhr
Luhe/Luhe-WildenauSport

Oberwildenauer Kegler sind Bayernliga-Meister

Der Sportclub Luhe-Wildenau hat am letzten Spieltag den Polizei SV Bamberg vom Thron der Kegler-Bayernliga gestoßen. Nun wartet die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga.

Diese Kegler haben in dieser Saison den Bayernliga-Meistertitel nach Oberwildenau geholt: (hinten von links) Patrick Fickenscher, Daniel Wutz, Manuel Kessler, Gert Erben, Jiri Vicha, (vorne v.l.) Manuel Ottorepetz, Marco Maier, Ivan Bosko, Michael Grünwald.
von Norbert DietlProfil

Geschafft! Der SC Luhe-Wildenau besiegte am Samstag im letzten Saisonspiel den Tabellenführer Polizei SV Bamberg mit 6:2 (3521:3467), zog in der Tabelle an den Oberfranken vorbei und beendet als Meister der Kegler-Bayernliga-Nord die Saison 2018/19. Jetzt haben die Oberwildenauer über die Aufsteigsrunde die Chance zum Sprung in die 2. Bundesliga.

Das war in jeder Hinsicht ein Spitzenspiel. Der heimische SC Luhe-Wildenau fand just zum Saisonfinale in die Spur zurück und spielte mit 3521 Holz das bisher zweitbeste Ergebnis, das jemals auf den Bahnen im „Michael-Höhbauer-Stadion“ erzielt wurde. In Sachen Mannschaftsaufstellung hingegen lieferten die Gäste aus Oberfranken eine taktische Meisterleistung ab, denn besser, sprich zielgerichteter, hätte man gegen den SC nicht aufstellen können. Den Zuschauern wurden ausnahmslos ganz enge Spiele geboten.

SC-Kapitän Daniel Wutz lag bis zum letzten Abräumen gegen Max Wagner gleichauf. Weil aber der Bamberger den Turbo zündete und im Abräumen mit 63:49 die letzten Kugeln für sich entschied, ging der Punkt an die Gäste. Auch den zweiten Mannschaftspunkt holte Bamberg. Ivan Bosko ging bei Gleichstand mit einem Holz Vorsprung auf die Schlussbahn. Am Ende verbuchte Michael Wolf mit 149:148 diese vierte Bahn für sich. Bei 587:587 Holz ging bei 2,5:1,5 Satzpunkten auch der Mannschaftspunkt an die Gäste.

Den Punktevorsprung glichen Marco Maier und Jiri Vicha im Mitteldurchgang auf 2:2 aus und brachten die heimischen Farben gar mit 17 Holz in Front. Der Tagesbeste Vicha hatte es in dem spannenden Vergleich mit Manuel Kaiser aber mit einem absolut gleichwertigen Gegner zu tun (620:611). Das Glück des Tüchtigen hatte Marco Maier auf seiner Seite. Maier hatte vor der Schlussbahn zwar einen Vorsprung von 21 Kegelpunkten, musste bei 1:2 Satzpunkten die vierte Bahn aber unbedingt für sich entscheiden. Ein Herzschlagfinale, denn Maier schaffte gegen Markus Scheel das Kunststück mit 151:150 Holz den 2:2-Ausgleich und packte dann sogar 22 Kegelpunkte drauf.

Vor den Schlusspaarungen stand es damit nach Mannschaftspunkten 2:2, der SC führte aber mit 17 Holz. Nach zwei von vier Bahnen war klar, dass zumindest aus Kulmbach, dort konnte der mit dem SC punktgleiche SV Herschfeld höchstens noch mit zwei Punkten Unterschied gewinnen, keine Gefahr mehr drohte. Ein Heimsieg über Bamberg, und der SC wäre Bayernliga-Meister. Patrick Fickenscher und Manuel Kessler gingen mit einer 2:1-Führung und einem Vorsprung von 37 Kegelpunkten in die Schlussbahnen. Ein Unentschieden wäre aus Bamberger Sicht aber durchaus noch möglich gewesen und hätte den „Polizisten“ zum Titelgewinn auch gereicht. Fickenscher und Kessler ließen jedoch keine Zweifel mehr aufkommen, fuhren jeweils den dritten Punkt ein und alle Messen waren gelesen. In einem Herzschlagfinale wurde schlussendlich ein 6:2-Sieg erkämpft.

Ob die Saison 2018/2019 in der Vereinsgeschichte des SC ein besonderes Spieljahr werden wird, das entscheidet sich trotz aller Freude über den Meistertitel erst in den Aufstiegsspielen zur 2. Bundesliga. Am 6. April wird man, da Hessen vermutlich keinen Teilnehmer entsenden wird, auf den KV Liedolsheim und den SKV Old School Kaiserslautern treffen. Pech für den SC, dass die Aufstiegsspiele heuer vom Verband Rheinland-Pfalz ausgetragen werden und damit die beiden Vertreter aus der Rheinland-Pfalz-Liga auf den Bahnen in Ludwigshafen sicher im Vorteil sind.

Einzelergebnisse:

Daniel Wutz – Max Wagner: (140.140, 134:143, 133:129, 144:153) 551:565 – Satzpunkte: 1,5:2,5 – Mannschaftspunkte: 0:1;

Ivan Bosko – Michael Wolf: (145:145, 145:160, 149:133, 148:149) 587:587 – 1,5:2,5 – 0:2;

Marco Maier – Markus Scheel: (153:125, 136:127, 148:154, 151:150) 578:556 – 2:2 – 1:2;

Jiri Vicha – Manuel Kaiser: (148.149, 152:148, 147:161, 173:153) 620:611 – 2:2 – 2:2;

Patrick Fickenscher – Tobias funk: (145:141, 147:154, 141:132, 145:142) 578:569 – 3:1 – 3:2;

Manuel Kessler – Markus Hahner: (157:150, 145:150, 150:138, 155:141) 607:579 – 3:1 – 4:2;

Kegelpunkte: 3521:3467 – Voll: 2284:2280 – Abräumen: 1237:1187 – Fehler: 14:8 – Satzpunkte: 13:11 – Mannschaftspunkte: 6:2

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