24.11.2019 - 22:20 Uhr
Luhe-WildenauSport

Bamberg für SC Luhe-Wildenau eine Nummer zu groß

Die Kegler von Victoria II spielen in Oberwildenau überragende 3710 Holz. Die Gäste vier Mal über 600 Kegelpunkte.

von Norbert DietlProfil

Die Kegler des SC Luhe-Wildenau kommen in der 2. Bundesliga Nord/Mitte nicht vom Tabellenende weg. Im Nachholspiel am Samstag gegen Victoria Bamberg II geriet man auf eigener Bahn mit 1:7 (3473:3710) gegen einen Gegner, der schlicht und einfach mindestens eine Nummer zu groß war und sich durch den Sieg an die Tabellenspitze setzte, sogar gewaltig unter die Räder.

„Auch wenn eine Niederlage mit 237 Holz Differenz arg weh tut, dass auf unserer Bahn im „Michael-Höhbauer-Stadion“ die Bamberger Spitzenkönner mit 3710 Holz einen neuen Ligenrekord gespielt haben, sollte für uns eigentlich ein Ansporn für die Zukunft sein“, so Michael Grünwald vom gastgebenden SC. Ergebnisse in dieser Größenordnung sind selbst in der 2. Bundesliga nicht an der Tagesordnung und zeugen von der exzellenten Verfassung der Oberwildener Kegelbahnen. Getragen und angespornt wurden die Gäste zudem von einer großen Anzahl mitgereister Anhänger, die ihrem Bamberger Team auf den Oberwildenauer Bahnen „Heimspielatmosphäre“ vermittelten. Wenn eine zweite Mannschaft auswärts zahlenmäßig derart unterstützt wird, dann kann man ermessen, welche Bedeutung der Kegelsport in Bamberg haben muss.

Die Dramaturgie des Spieles ist schnell erzählt, denn für die SC-Kegler war eigentlich schon alles vorbei, ehe es richtig begonnen hatte. Dass Michael Grünwald einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte, spielte am Ende auch keine Rolle mehr. Nachdem er mit Gert Erben auf den ersten 30 Wurf nicht einmal so schlecht abgeliefert hatte und der Rückstand auf Sebastian Rüger und Steffen Seidelmann nur neun Zähler betrug, zündeten die Gäste den Turbo (Seidelmann neue persönliche Bestleistung mit 652 Holz) und machten auf den Folgebahnen Nägel mit Köpfen. Aus neun wurden 79, dann 97 und zum Abschluss des ersten Durchgangs sage und schreibe 166 Holz Vorsprung. Da waren schon alle Messen gelesen. Obwohl Jiri Vicha im Mitteldurchgang gegen Reinhold Trautner den einzigen Punkt für den SC holte (2:2/621:595) und sich Daniel Wutz gegen Markus Habermayer redlich seiner Haut erwehrte (1,5:2,5/558:603), ging es für die Gastgeber weiter den Bach hinunter. Im Schlussdurchgang hätte Patrick Fickenscher mit etwas Glück gegen Michael Seuß vielleicht etwas holen können (2:2/553:573), was aber am Gesamtergebnis auch nichts mehr geändert hätte. Wenn man sich vorstellt, dass der immerhin unter den Top-Ten der 2. Bundesliga gelistete Manuel Kessler auf seiner Heimbahn 627 Holz spielt, dabei aber mit 0:4 verliert, weil sein Gegner Thomas Müller mit 659 (!) Holz abschließt, dann wird die Extraklasse des Gästeteams deutlich. Die kleine Schaar SC-Anhänger darf sich damit trösten, an diesem Tag Zeuge eines Kegelmatches auf höchstem Niveau gewesen zu sein.

Einzelergebnisse:

Michael Grünwald – Sebastian Rüger: (141:142, 141:188, 125:139, 122:159) 529:628 – Satzpunkte: 0:4 – Mannschaftspunkte: 0:1;

Gert Erben – Steffen Seidelmann: (134:142, 149:172, 161:165, 141:173) 585:652 – 0:4 – 0:2;

Daniel Wutz – Markus Habermayer: (140:149, 133:133, 124:162, 161:159) 558:603 – 1,5:2,5 – 0:3;

Jiri Vicha – Reinhold Trautner: (160.133, 156:136, 148:159, 157:167) 621:595 – 2:2 – 1:3;

Patrick Fickenscher – Michael Seuß: (130:133, 152:147, 141:133, 136:160) 553:573 – 2:2 – 1:4;

Manuel Kessler – Thomas Müller: (146:158, 170:171, 1761:167, 150:163) 627:659 – 0:4 – 1:5;

Kegelpunkte: 3473:3710 – Voll: 2301:2402 – Abräumen: 1172:1308 – Fehler: 16:18 – Satzpunkte: 5,5:18,5 – Mannschaftspunkte: 1:7

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