14.10.2021 - 13:54 Uhr
Luhe-WildenauSport

Elf Fragen an Michael Gleissner (SC Luhe-Wildenau)

Der Defensivspieler ist Fußballer aus Leidenschaft, hat Joshua Kimmich als Vorbild und muss aus einem ganz bestimmten Grund öfters in die Mannschaftskasse einzahlen.

Michael Gleissner (rechts, SC Luhe-Wildenau) als Sieger im Kopfballduell.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Zweikampfstark, lauffreudig, ehrgeizig: Mit diesen Eigenschaften ist Michael Gleissner zu einer Stammkraft beim Bezirksligisten SC Luhe-Wildenau herangereift. Vor gut fünf Jahren wechselte der Abwehrspieler von seinem Heimatverein SV Plößberg nach Oberwildenau und ist dort nicht mehr aus der Mannschaft wegzudenken.

"Ich bin damals in Plößberg nicht so zum Zuge gekommen, wie ich mir das vorgestellt habe", erzählt der 28-Jährige. Einem Freund zu folgen und ebenfalls zum Sportclub zu wechseln, sei im Nachhinein die "beste Entscheidung" gewesen. Rein fußballerisch habe er sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt, meint Gleissner und lobt seinen Trainer: "Daran hat Roland Rittner einen Riesenanteil." Nach Abschluss des Studiums (Elektrotechnik) arbeitet Gleissner mittlerweile im Hochbauamt der Stadt Weiden. Sein sportliches Ziele lautet, weiter mit dem SC Luhe-Wildenau im oberen Bezirksliga-Drittel mitzuspielen: "Damit sollte man zufrieden sein."

ONETZ: 1. Fußball ist für mich ...

Michael Gleissner: ... mehr als nur ein Hobby. Ich bin schon als Kind bis zur Dunkelheit auf dem Bolzplatz unterwegs gewesen, diese Leidenschaft zum Fußball hält bei mir bis heute an.

ONETZ: 2. Haben Sie ein Ritual vor dem Spiel?

Michael Gleissner: Beim Einlaufen der Mannschaft reihe ich mich gerne als Letzter ein. Nico Argauer hatte, als er noch bei uns gespielt hat, auch diese Vorliebe. Das haben wir dann so gelöst, dass wir nebeneinander als Letzte auf den Platz marschiert sind.

ONETZ: 3. Gelbe Fußballschuhe finde ich …

Michael Gleissner: ... ein No-Go. Ich trage grundsätzlich nur schwarze Schuhe. Das Problem ist, dass hier das Angebot immer kleiner wird und die schwieriger zu bekommen sind. Ich finde, man sollte lieber durch Leistung auffallen als durch die Farbigkeit der Schuhe.

ONETZ: 4. Welche Fußballregel würden Sie gerne abschaffen?

Michael Gleissner: Mit den Regeln selbst habe ich kein Problem, sondern eher mit dem Videobeweis im Profibereich. Es dauert bei einem strittigen Tor einfach zu lange, bis der Schiri das Ganze am Bildschirm überprüft und dann eine Entscheidung fällt. Da gehen zu viele Emotionen verloren.

ONETZ: 5. Was ist das Gesprächsthema auf der Fahrt zu einem Auswärtsspiel?

Michael Gleissner: Natürlich unterhalten wir uns dann über den kommenden Gegner und dessen Stärken sowie Schwächen. Aber es geht auch um die letzte Partynacht, was da so los war. Und da gibt es bei uns in der Mannschaft meist viel zu erzählen.

ONETZ: 6. An welches Spiel erinnern Sie sich heute noch gerne?

Michael Gleissner: Das war in der Saison 2018/19, als wir die Kreisliga-Meisterschaft mit einem 3:0-Sieg in Schmidmühlen perfekt gemacht haben. Da brachen wirklich alle Dämme, da gab es kein Halten mehr in der Mannschaft.

ONETZ: 7. Welchen Zuruf von Zuschauern können Sie überhaupt nicht leiden?

Michael Gleissner: Während eines Spiels nehme ich nur selten Zurufe wahr, da bin ich abgeschottet in einem Tunnel. Was mich aber ärgert, ist, wenn ein Spieler nach einem Foul offensichtlich verletzt ist und Zuschauer Bemerkungen loslassen wie "Das ist doch nicht so schlimm" oder "Komm steh auf und spiel weiter".

ONETZ: 8. Mit welchem Vergehen bereichern Sie gerne die Mannschaftskasse?

Michael Gleissner: Wir haben eine Regel, wonach jeder Spieler, der mit einem Bild in der Zeitung erscheint, wahlweise 10 Euro oder einen Kasten Bier bezahlen muss. Da hat es mich schon ein paar Mal erwischt. Und jetzt bin ich mit diesem Artikel hier wohl schon wieder fällig.

ONETZ: 9. Zu welchem Gegner fahren Sie am Liebsten?

Michael Gleissner: Die Derbys gegen den SV Etzenricht oder auch die SpVgg SV Weiden II sind meine Lieblingsspiele. Die machen am meisten Spaß, weil man viele der gegnerischen Spieler kennt und diese Duelle auch ziemlich gut besucht sind.

ONETZ: 10. Welche drei Dinge nehmen Sie mit auf eine einsame Insel?

Michael Gleissner: In dieser Reihenfolge: Meine Freundin Marlene, einen Fußball und meine Shisha.

ONETZ: 11. Mit welchem bekannten Fußballer würden Sie gerne einmal in einer Mannschaft spielen?

Michael Gleissner: Mit Joshua Kimmich. Er hat bereits in jungen Jahren sowohl beim FC Bayern als auch in der Nationalelf Leistung gebracht. Seinen Siegeswillen und Ehrgeiz finde ich beeindruckend.

Thomas Stark (ASV Waldsassen) steht Rede und Antwort

Waldsassen

 

 

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