23.01.2019 - 18:55 Uhr
Luhe-WildenauSport

Erst zum Futsal, dann zum Sportlerball

Die Futsal-Könner der SG Etzenricht II/Luhe-Wildenau II sind in aller Munde. Am Samstag geht’s voller Ehrgeiz zur „Bayerischen“. Mindestens ein Spieler hat den Halbfinaleinzug fest auf der Rechnung.

Nico Argauer beim Jubel: Der Stürmer will mit der SG Etzenricht II/Luhe-Wildenau II bei der bayerischen Futsal-Meisterschaft erneut für eine Überraschung sorgen.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Träume sind erlaubt, die Wahrheit aber ist: Die SG Etzenricht II/Luhe-Wildenau II geht bei der bayerischen Futsal-Meisterschaft in Stadtbergen (Schwaben) als Außenseiter an den Start. Zumindest auf dem Papier. Die meisten SG-Spieler kicken nämlich in der A-Klasse, mit Ludwig Tannhäuser, Valmir Shabani und Nico Argauer nur drei in der Kreisliga. Die Sportredaktion hat sich im Vorfeld der „Bayerischen“ mit Argauer, dem besten Spieler bei der Futsal-Oberpfalzmeisterschaft, unterhalten.

ONETZ: Herr Argauer, der Gewinn der Futsal-Bezirksmeisterschaft ist gerade einmal ein paar Tage her. Wie viele Gratulationen haben Sie denn entgegennehmen müssen?

Nico Argauer: Das waren wirklich viele. Die Glückwünsche kamen aus meinem gesamten Umfeld. Es war wirklich ein superschönes Erlebnis. Ich habe zwei Tage später immer noch nicht glauben können, dass wir das geschafft haben.

ONETZ: Wie ist denn die Mannschaft mit dem Erfolg umgegangen? Haben Sie kräftig gefeiert?

Nico Argauer: Nach dem Finalsieg gegen Pfreimd waren wir alle zunächst irgendwie fassungslos, dann ist in der Kabine aber schon die Post abgegangen. Wir sind dort lange geblieben, bis sie die Lichter in der Mehrzweckhalle ausgemacht haben. Danach sind wir noch in eine Pizzeria. Nach so einem Erfolg hat man Hunger.

ONETZ: Haben Sie seitdem nochmal in der Halle trainiert?

Nico Argauer: Nein, wir haben diese Woche keine Zeit für eine Trainingseinheit. Am Samstagabend steigt beim SC Luhe-Wildenau der Sportlerball und da müssen wir beim Aufbauen helfen. Wir treffen uns erst Samstag wieder.

ONETZ: Dass ein A-Klassist beim Futsal so für Furore sorgt, ist außergewöhnlich. Was sind denn die Gründe für den Siegeszug?

Nico Argauer: In erster Linie der Teamgeist. Wir verstehen uns super. Jeder weiß, was der andere auf dem Fußballfeld macht. Und es ist völlig egal, ob jemand in Etzenricht oder Luhe-Wildenau Fußball spielt.

ONETZ: Man muss aber auch sagen, dass das Trio Tannhäuser/Shabani/Argauer schon eine ganz wichtige Komponente für den Erfolg ist ...

Nico Argauer: Wenn man es näher betrachtet, stimmt das schon irgendwie. Aber im Fußball zählt das ganze Team. Ohne die anderen hätten wir drei auch nicht Bezirksmeister werden können.

ONETZ: Ihre Einschätzung nach der Auslosung: Ist die Gruppe A mit dem Bayernligisten SpVgg Bayern Hof, dem Kreisligisten TSV Leitershofen und dem FC Grün-Weiß Ingolstadt aus der Kreisklasse machbar?

Nico Argauer: Wer in welcher Liga spielt, ist nicht so ausschlaggebend. Im Futsal ist alles möglich. Man braucht einfach einen guten Tag. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass wir das Halbfinale erreichen.

ONETZ: Kann die Mannschaft auf lautstarke Unterstützung hoffen? Fahren Schlachtenbummler mit?

Nico Argauer: Wir haben einen 50-Mann-Bus geordert. Ich denke schon, dass der einigermaßen voll wird.

ONETZ: Unabhängig vom Abschneiden bei der „Bayerischen“: Ist Futsal jetzt Ihre große Leidenschaft? Oder spielen Sie doch lieber im Freien?

Nico Argauer: Im Freien gefällt’s mir schon viel besser. Das taugt mir mehr. Aber in der Halle kommt mir Futsal entgegen. Da ist mehr Technik gefragt als beim Hallenfußball mit Bande.

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