10.07.2018 - 12:53 Uhr
Luhe-WildenauSport

Jiri Vicha Neuzugang beim SC Luhe-Wildenau

Erstligakegler Vicha und Nachwuchsspieler Marco Maier sind neu im Bayernligakader des SC Luhe-Wildenau.

Michael Grünwald (rechts) wird allenfalls sporadisch aushelfen. Marco Maier und Jiri Vicha (von links) sind die künftigen Stammkräfte im Bayernligakader des SC Luhe-Wildenau.
von Norbert DietlProfil

Das seit geraumer Zeit kursierende Gerücht ist bestätigt. Der zuletzt für den Erstbundesligisten SKC Staffelstein kegelnde Jiri Vicha wechselt zum Bayernligisten SC Luhe-Wildenau. Der Oberwildenauer Zweitligaabsteiger hievt zudem nach dem Wechsel von Manuel Klier nach Eschlkam Marco Maier aus dem eigenen Nachwuchs ins Bayernligateam nach oben.

Von Schockstarre konnte man bei dem in den letzten Jahren so erfolgreichen SC Luhe-Wildenau (dreimaliger Aufstieg in Folge) nach dem postwendenden Abstieg aus der 2. Kegler-Bundesliga zwar nicht reden. Trotzdem hat es einige Zeit gedauert, bis man wieder in den alten „Kampfmodus“ zurückgefunden hat. Das lag sicher auch zum Teil daran, dass es diesen Abstieg nicht gebraucht hätte. In den Zweitligaspielen gegen Weiden, Liedolsheim, Kaiserslautern oder Erlangen-Bruck wurden leichtfertig Punkte liegen gelassen, die dann am Ende fehlten, um das rettende Ufer zu erreichen. Im Nachhinein betrachtet gelangt der SC aber auch zur Feststellung, dass nicht nur innerhalb der Mannschaft nicht jeder verinnerlicht hatte, welch großer sportlicher Erfolg mit dem Zweitligaaufstieg eigentlich errungen wurde und was dieser Erfolg für den Verein bedeutete.

Unter der Federführung von Michael Grünwald wird nun ein neuer Anlauf genommen. Da er seine eigenen sportlichen Aktivitäten auf die in der Bezirksoberliga spielende 2. Mannschaft konzentrieren möchte, rückt für ihn der Nachwuchskegler Marco Maier ins Bayernligateam. Maier hat das Kegeln im SC von der Pike auf gelernt, wobei er mit dem Juniorenteam in der Bayernliga einen dritten Platz einfuhr. Im Herrenbereich spielte er bislang in der 2. Mannschaft (Bezirksoberliga), hatte aber seinen sportlichen Höhepunkt beim Einsatz in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga, als er Armin Kuhn vom KV Mutterstadt im entscheidenden Duell auf Distanz hielt und so seinen Beitrag zum Oberwildenauer Aufstieg leistete.

Dass Michael Grünwald mit Jiri Vicha für die kommende Saison einen Erstligaspieler nach Oberwildenau holten konnte, zählte zweifelsohne zu einer der spektakulärsten Neuverpflichtungen innerhalb der Bayernliga. Der Tscheche kam 1991 zu den Keglern der damaligen SpVgg Weiden und war an deren Höhenflug bis in die 1. Bundesliga maßgeblich beteiligt. Nach einem dreijährigen Gastspiel beim SKC Staffelstein kam Vicha für ein Jahr wieder nach Weiden zurück, wechselte dann für zwei Jahre nach Amberg, nachdem Weiden seine 1. Mannschaft aus dem Spielbetrieb abgemeldet hatte. Nach dem Gastspiel an der Vils wurde er von den Oberfranken wieder zurückgeholt und war bis zuletzt eine der tragenden Säulen der dortigen Erstligamannschaft, die mittlerweile hinter Zerbst und Bamberg die „dritte Kraft“ im deutschen Kegelsport ist. Eine persönliche Bestleistung von 685 Kegel sagt alles über die Klasse Vichas.

Nicht nur die Tatsache, dass der in Pilsen wohnende Vicha in Oberwildenau für Training und Spiele einen deutlich geringeren Aufwand hat, war für den Wechsel entscheidend. Beim SC trifft er mit Michael Grünwald und Gert Erben auf zwei Mitstreiter aus vergangenen erfolgreichen SpVgg-Zeiten. Mit seinem Landsmann Ivan Bosko, der ebenfalls in Oberwildenau kegelt, tritt Vicha in Tschechien bei Meisterschaften im Tandem an. Der Wohlfühlfaktor ist also sichergestellt.

Entsprechend optimistisch geht der SC die neue Saison auch an. Ein Platz im oberen Drittel der Tabelle ist fest angepeilt. Für das Bayernligateam werden vom Sportclub Jiri Vicha, Ivan Bosko, Marco Meier, Manuel Kessler Daniel Wutz und Patrick Fickenscher als Stammformation gemeldet, wobei mit Gert Erben und Michael Grünwald für den Fall der Fälle immer noch zwei Routiniers in Lauerstellung liegen. Nach einigen Veränderungen an den Kegelbahnen im „Michael-Höhbauer-Stadion“ konzentriert man sich vorrangig auf das Training und hat bislang nur ein Vorbereitungsspiel (25. August in Erlangen) vereinbart. Am 1. September ist der SC im DKBC-Pokal im Einsatz.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp