10.11.2019 - 13:29 Uhr
Luhe-WildenauSport

Kegler des SC Luhe-Wildenau gehen in Großbardorf unter

Keine zweitligareife Vorstellung der Gäste aus der Oberpfalz: Der gastgebende TSV gewinnt bei 3491:3247-Holz mit 7:1.

Alles andere als zweitligareif war die Leistung der Luhe-Wildenauer Kegler in Großbardorf.
von Norbert DietlProfil

Der SC Luhe-Wildenau verlor durch die deutliche 1:7-Niederlage an Boden und rutschte damit an das Tabellenende der 2. Kegler-Bundesliga Nord/Mitte. Der neue Tabellenführer Großbardorf hatte bei dem unterirdischen Auftritt der Gäste aus der Oberpfalz leichtes Spiel.

Wenn man auf Landesliganiveau spielt, dann sind Prügel in der 2. Bundesliga vorprogrammiert. Die SC-ler "dürfen" für sich in Anspruch nehmen, dass sie in dieser Saison die erste Mannschaft sind, die ein 3200-er-Ergebnis abgeliefert hat. So schwach war noch keine Mannschaft. Und auch Luhe-Wildenau hat in zwei Jahren 2. Bundesliga noch nie ein so schwaches Gesamtergebnis abgeliefert. Nach solch einem Auftritt braucht man sich mit dem Thema Klassenerhalt (ab 4. Tabellenplatz) nicht zu beschäftigen. Und dabei hatten die Hausherren ihren Spitzenspieler Rene Wagner nicht einmal dabei.

Der SC trat die Flucht nach vorne an und schickte mit Manuel Kessler und Jiri Vicha gleich zum Auftakt seine vermeintlich stärksten Spieler ins Gefecht. Und die Rechnung schien aufzugehen. Zwar musste Kessler bei seiner Niederlage gegen Patrick Ortloff erkennen, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen (2:2/575:555), weil aber Vicha sich gegen Marco Schmitt durchsetzte (2:2/590:564), hatte der SC bei 1:1-Mannschaftspunkten nach dem Start mit sechs Kegelpunkten Vorsprung sogar die Nase knapp vorn (1145:1139).

Im Mitteldurchgang nahm das Debakel dann seinen Anfang. Während sich Patrick Fickenscher mit einer bescheidenen Leistung (523) dem TSV-ler Matthias Menninger (546) mit 1:3 beugen musste, wurde Michael Grünwald von Pascal Schneider mit 4:0 und 600:517 regelrecht zerlegt. Damit lag Oberwildenau schon uneinholbar mit 100 Kegelpunkten hinten. Das gleiche Bild im Schlussdurchgang: Gert Erben konnte sich gegen Torsten Frank nicht behaupten (3:1/588:560). Über die Vorstellung eines Ivan Bosko, der gegen Andy Behr punktlos blieb und mit 618:502 Holz eine Lehrstunde erteilt bekam, sollte man den Mantel des Schweigens decken. Nicht vorstellbar, dass man am kommenden Samstag in einem weiteren Auswärtsspiel beim Mitaufsteiger Liedolsheim ungeschoren davonkommen wird.

Einzelergebnisse:

Patrick Ortloff – Manuel Kessler: (133:147, 155:123, 137:129, 150:156) 575:555 – Satzpunkte: 2:2; Mannschaftspunkte: 1:0,

Marco Schmitt – Jiri Vicha: (142:140, 122:140, 155:144, 145:166) 564:590 – 2:2 – 1:1;

Matthias Menninger – Patrick Fickenscher: (131:142, 147:143, 118:113, 150:125) 546:523 – 3:1 – 2:1;

Pascal Schneider – Michael Grünwald: (146:130, 144:124, 160:129, 150:134) 600:517 – 4:0 – 3:1;

Torsten Frank – Gert Erben: (151:131, 152:151, 150:130, 135:148) 588:560 – 3:1 – 4:1;

Andy Behr – Ivan Bosko: (161:145, 144:110, 156:132, 157:115) 618:502 – 4:0, 5:1;

Kegelpunkte: 3491:3247: Voll: 2230:2179, Abräumen: 1261:1068 – Fehler: 8:32 – Satzpunkte: 18:6 –Mannschaftspunkte: 7:1

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