17.11.2019 - 19:57 Uhr
Luhe-WildenauSport

Oberwildenauer Kegler gehen wieder leer aus

Trotz neuer Mannschaftsbestleistung ist in der 2. Bundesliga in Liedolsheim nichts zu holen. Manuel Kessler und Gert Erben erkegeln über 600 Holz.

Manuel Kessler war mit 625 Holz an diesem Spieltag bester Kegler der 2. Bundesliga Nord/Mitte, trotzdem ging der SC Luhe-Wildenau in Liedolsheim am Ende leer aus.
von Norbert DietlProfil

Der SC Luhe-Wildenau ist trotz einer überzeugenden Gesamtleistung auch am 8. Spieltag der 2. Keglerbundesliga Nord/Mitte leer ausgegangen. Beim neuen Tabellenführer KV Liedolsheim reichte den Oberwildenauern selbst ein neues Mannschaftsbestergebnis von 3542 Holz nicht aus, die Badenser behielten mit 3607 Holz die Punkte am „Reutackerweg“. Auch wenn die Niederlage in Liedolsheim schmerzlich war, und der SC damit weiterhin die Rote Laterne trägt, nach so einer Leistung muss man noch lange nicht aufgeben. Bis auf Christian Müller bestätigten oder verbesserten bei den Gastgebern vier ihrer insgesamt fünf 600er-Spieler ihre bisherigen Schnittleistungen. Wenn viermal über 600 Holz gespielt wird, dann wird es für einen Gegner schwer, auf fremden Bahnen dagegenzuhalten. Weil vor Wochenfrist in Großbardorf die taktische Marschroute „Flucht nach vorne“ nicht funktionierte, wählten die Oberwildenauer diesmal die defensivere Variante, was sich auch als richtig herausstellte, auch wenn die Rechnung letztendlich doch nicht aufging. Michael Grünwald hielt zu Beginn mit 2:2 Satzpunkten gegen Hermann Lepold dagegen, musste sich aber nicht unerwartet mit 575:604 Holz geschlagen geben. Zwischen Jiri Vicha und dem Liedolsheinmer Sandro Ziegler wurde es die erwartet enge Kiste, wobei sich der KVler aber von Bahn zu Bahn steigerte und den zweiten Mannschaftspunkt holte. 65 Holz Rückstand aus SC-Sicht waren allerdings schon relativ viel. Im Mitteldurchgang bewies Gert Erben, dass Kegeln wie Radfahren ist, man verlernt es nicht. Auch wenn es gegen Stefan Seitz nicht zum Punktgewinn reichte (3:1/653:602), Erben machte dem überragend auftretenden Ex-Meister und Nationalspieler das Leben ganz schön schwer. Parallel dazu holte Daniel Wutz gegen Jan Löffler gleich die Keule hervor. Nach der ersten Bahn, die mit 149:110 an Wutz ging, wechselte Liedolsheim sofort aus. Zwar konnte Erich Smarsal den Punktgewinn für Wutz nicht verhindern, bei den Kegelpunkten hielt er aber den Verlust in Grenzen (519:572). Bei einer Liedolsheimer Führung mit 3:1 Mannschaftspunkten und einem Vorsprung von 63 Holz wäre im Schlussdurchgang bei optimalstem Verlauf durchaus noch etwas drin gewesen. Manuel Kessler ließ Christian Müller erwartungsgemäß keine Chance und verkürzte mit einem 4:0 und 625:582 Kegelpunkten deutlich. Spielverderber bei den Gastgebern war aber Matthias Michalske. Mit 3,5:0,5 und 621:576 Holz machte der gegen Patrick Fickenscher den Sack zu. Wenn der SC am Samstag im Nachholspiel gegen Bamberg II diese Leistung bestätigen kann, dann ist man auch gegen den Tabellendritten nicht chancenlos. Ein Ergebnis von 12,5:11,5 bei den Satzpunkten unterstreicht, wie eng es in Liedolsheim zugegangen ist.

Einzelergebnisse:

Hermann Lepold – Michael Grünwald: (174:142, 153:154, 142:139, 135:140) 604:575 – Satzpunkte: 2:2 – Mannschaftspunkte: 1:0;

Sandro Zieger – Jiri Vicha: 129:156, 157:151, 168:137, 174:148) 628:592 – 3:1 – 2:0;

Stefan Setiz – Gert Erben: (157:151, 173:140, 153:155, 170:156) 653:602 – 3:1 – 3:0;

Jan Löffler/Erich Smarsal – Daniel Wutz: 110:149, 132:140, 125:143, 152:140) 519:572 – 1:3 – 3:1;

Christian Müller – Manuel Kessler: (141:147, 153:166, 145:161, 143:151) 582:625 – 0:4 – 3:2;

Matthias Michalske – Patrick Fickenscher: (162:147, 156:132, 160:154, 143:143) 621:576 – 3,5:0,5 – 4:2;

Kegelpunkte: 3607:3542; Voll: 2294:2280 – Abräumen: 1313:1262 – Fehler: 10:12 – Satzpunkte: 12,5:11,5 – Mannschaftspunkte: 6:2

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