19.01.2020 - 19:30 Uhr
Luhe-WildenauSport

Oberwildenauer Kegler punkten endlich

Darauf haben sie lange gewartet. Die Kegler des SC Luhe-Wildenau werden mit diesem Sieg auch ein ungeliebtes Utensil los.

Manuel Kessler hatte nicht nur wesentlichen Anteil am ersten Oberwildenauer Heimsieg; mit 645 Holz war er an diesem Wochenende zugleich bester Kegler der 2. Bundesliga.
von Norbert DietlProfil

Der Bann ist gebrochen. Mit 5:3 (3599:3449) besiegt der SC Luhe-Wildenau im Abstiegsduell den ESV Schweinfurt und übergibt in der Tabelle der 2. Kegler-Bundesliga Nord/Mitte die „Rote Laterne“ zunächst einmal an die Gäste aus Unterfranken.

Nach fünf sieglosen Heimspielen in der laufenden Zweitligasaison durfte man sich beim SC Luhe-Wildenau endlich über das erste Erfolgserlebnis auf eigener Bahn freuen. Zwar kann man nicht mehr als gewinnen, aber insgesamt wäre für die SC-Kegler durchaus mehr drin gewesen. Da lieferte sich Patrick Fickenscher gleich zu Beginn gegen Lucas Willacker über drei Bahnen ein enges Rennen, verspielte auf der Schlussbahn dann aber seinen Vorsprung von 12 Holz und musste bei 2:2-Satzpunkten mit 578:580 Holz den Punkt an seinen Schweinfurter Gegner abgeben. Überragend die Vorstellung von Manuel Kessler, der parallel dazu Daniel Eberlein mit 3:1 und 645:566 Holz glatt an die Wand spielte. Statt 2:0 für den SC hieß es so zwar nur 1:1, aber mit 77 Kegelpunkten Vorsprung konnten die Hausherren durchaus beruhigt dem was noch kam entgegensehen. Aber auch im Mitteldurchgang konnte sich der SC nicht entscheidend absetzen. Da blieb Daniel Wutz einem stark beginnenden Markus Krug das Kontra nicht schuldig und führte vor der Schlussbahn mit 2:1 und 20 Holz. Lange Gesichter im heimischen Lager, als Wutz auf der 4. Bahn mit 126:147 alles verspielte und bei 2:2 und 568:569 den Punkt an Krug abgeben musste. Zwar nicht ganz so dramatisch, aber auch eng, ging es parallel dazu bei Jiri Vicha gegen Karl-Heinz Nenninger zu. Nach einem vermeintlich sicheren 2:0-Vorsprung und 36 Holz voraus, hieß es am Ende 2:2, allerdings rettete Vicha sieben Zähler ins Ziel. Damit war beim Zwischenstand von 2:2 und einem Vorsprung der Hausherren von 83 Kegelpunkten eigentlich klar, dass für die Gäste wohl kaum mehr als ein Unentschieden herausspringen würde. Aber die beiden „SC-Oldies“ Michael Grünwald und Gert Erben machten den ersten Heimsieg wasserdicht. Gegen einen starken Holger Hubert hielt Erben voll dagegen (1:3 und 586:605). Michael Grünwald brachte endlich einmal seine Trainingsleistungen auch im Wettkampf auf die Bahn. Mit einem 4:0-Sieg und seinem ersten 600er in dieser Saison (602:556) machte sich der SC-Mannschaftsführer gegen Stefan Roth selbst noch ein verspätetes Weihnachtsgeschenk. Für den SC Luhe-Wildenau, der gegen Schweinfurt am Ende nur zwei Punkte unter seiner eigenen Heimbestleistung blieb, kann jetzt das nach einer zweiwöchigen Spielpause anstehende Derby beim SKC Weiden kommen.

Einzelergebnisse:

Patrick Fickenscher – Lucas Willacker: (158:150, 153:156, 139:132, 128:142) 578:580 – Satzpunkte: 2:2 – Mannschaftspunkte: 0:1

Manuel Kessler – Daniel Eberleiln: (148:146, 179:143, 142:146, 176:131) 645:566 – 3:1 – 1:1

Daniel Wutz – Markus Krug: (141:173, 146:125, 155:124, 126:147) 568:567 – 2:2 – 1:2

Jiri Vicha – Karl-Heinz Nenninger: (165:135, 142:136, 136:158, 137:144) 580:573 – 2:2 – 2:2

Michael Grünwald – Stefan Roth: (148:140, 154:150, 158:134, 142:132) 602:556 – 4:0 – 3:2

Gert Erben – Holger Hubert: (148:153, 163:148, 136:148, 139:156) 586:605 – 1:3 – 3:3

Kegelpunkte: 3559:3449 – Voll: 2298:2286 – Abräumen: 1261:1163 – Fehler: 18:21 – Satzpunkte: 14:10 – Mannschaftspunkte: 5:3

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