07.04.2019 - 13:33 Uhr
Luhe-WildenauSport

SC-Kegler zurück in der 2. Bundesliga

Die Kegler des SC Luhe-Wildenau gewinnen das Aufstiegsturnier in Ludwigshafen. Am Ende war es eine klare Sache.

Der SC Luhe-Wildenau jubelt über den direkten Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga.
von Norbert DietlProfil

„Wir sind wieder da!“ Die Kegler des SC Luhe-Wildenau haben nach der Meisterschaft in der Bayernliga Nord am Samstag dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung auch das Aufstiegsturnier im rheinland-pfälzischen Ludwigshafen gewonnen. Sie kehren damit nach nur einjähriger Abstinenz wieder in die 2. Bundesliga zurück.

Auch wenn sich die Nordoberpfälzer selbst nur Außenseiterchancen ausrechneten, so setzten sie sich beim Aufstiegsturnier verdientermaßen durch. Die auf den Plätzen zwei und drei eingekommenen Teams Old School Kaiserslautern und KV Liedolsheim werden die SC-ler im kommenden Jahr bei drei Aufsteigern aber ebenfalls in der 2. Liga wieder treffen. Der Hessenvertreter KC Rothenberg lag bis zu den Schlussbahnen auf Aufstiegskurs, musste dann aber den KV Liedolsheim vorbeiziehen lassen.

„Natürlich sind wir überglücklich. Aber wenn du nach einem Abstieg sofort wieder aufsteigst, dann ist die Euphorie wohl nicht mehr so groß", sagte Michael Grünwald. Der Teammanager und Sponsor, der in Ludwigshafen im ersten Durchgang selbst erfolgreich im Einsatz war und bei dem die Fäden bei den Oberwildenauer Keglern zusammenlaufen, richtete den Blick aber schon in die Zukunft. Schließlich will man nicht gleich wieder postwendend absteigen.

Dass beim diesjährigen Aufstiegsturnier keine Spitzenergebnisse gespielt wurden, führte Grünwald in erster Linie auf die Ludwigshafener Bahnen zurück: „Der Zustand der Bahnen bei uns ist deutlich besser.“ Er wies aber auch darauf hin, dass alle vier Mannschaften ihre Probleme hatten, wobei zumindest Kaiserslautern und Liedolsheim auf nicht „unbekanntem Terrain“ antraten. Mit einem Schmunzeln kommentierte Grünwald die Tatsache, dass bei der Konkurrenz sogar Spieler zum Einsatz kamen, die ansonsten in der vom DKBC nicht anerkannten DCU in der dortigen 1. Bundesliga für andere Vereine an den Start gehen.

Sportlich schien anfänglich an der Spitze alles auf einen Zweikampf zwischen Kaiserslautern und Luhe-Wildenau hinauszulaufen. Gegen Ende des ersten Spiels zeigten Patrick Fickenscher (512) und Daniel Wutz (517) nach ansehnlichem Beginn aber Schwächen. Kaiserslautern setzte sich etwas ab, und die Konkurrenten Liedolsheim und Rothenberger kamen den Oberwildenauern bedrohlich nahe. Es sah so aus, als ob es um die zwei weiteren Aufstiegsplätze hinter Kaiserslautern einen Dreikampf geben würde.

Im zweiten Spiel am Nachmittag schickte Oberwildenau Gert Erben für Michael Grünwald ins Gefecht. Patrick Fickenscher, Schlussstarter im ersten Spiel, schien sich warmgespielt zu haben, denn das Duo Erben/Fickenscher baute mit 280 Holz gleich auf der ersten Bahn den Rückstand auf Kaiserslautern ab und setzte sich von Liedolsheim und Rothenbergen etwas ab. Dieser Trend hielt auch an, denn mit zunehmender Spieldauer rückte der SC den Kaiserslauterern immer mehr auf die Pelle. Vor den Schlussbahnen hatten sich beide von den Verfolgern relativ deutlich abgesetzt. Der SC hatte sich vor Kaiserslautern aber einen Vorsprung von 19 Kegel erarbeitet und baute diesen zwei Bahnen vor Spielende sogar auf 33 Zähler aus. Da war klar, dass alle Messen gelesen waren, denn Jiri Vicha und Manuel Kessler kegelten den Aufstieg in die zweite Liga sicher nach Hause. In der Gesamtschau war Oberwildenau ein würdiger Turniersieger, der vor allem im Abräumen bewies, dass man nicht zu Unrecht am Ende ganz oben stand.

SC Luhe-Wildenau:

Spiel 1: Jiri Vicha (Voll: 360 – Abräumen: 182 – Fehler: 1) Gesamt: 542;

Manuel Kessler: (364 – 198 – 1) 562;

Michael Grünwald: (365 – 203 – 2) 568;

Ivan Bosko: (354 – 181 – 2) 535;

Patrick Fickenscher: (349 – 163 – 5) 512;

Daniel Wutz/Claus Rösch: (369 – 148 – 12) 517;

Gesamt: (2161 – 1075 – 23) 3236;

Spiel 2: Gert Erben: (354 – 199 – 6) 553;

Patrick Fickenscher: (365 – 179 – 5) 544;

Daniel Wutz: (363 – 187 – 6) 550;

Ivan Bosko: (356 – 196 – 3) 552;

Manuel Kessler: (376 – 139 – 6) 515;

Jiri Vicha: (385 – 172 – 0) 557;

Gesamt: (2199 – 1072 – 26) 3271

Endstand:

1. SC Luhe-Wildenau: 6507 (3236/3271) – Voll: 4360 – Abräumen: 2147 – Fehler: 49;

2. Old School Kaiserslautern: 6478 (3283/3195) – 4363 – 2115 – 49;

3. KV Liedolsheim: 6435 (3224/3211) 4321 – 2114 – 49;

4. KC Rothenbergen: 6409 (3227/3182) – 4347 – 2062 – 46.

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