05.04.2019 - 15:43 Uhr
Luhe-WildenauSport

SC will wieder nach oben

SC Luhe-Wildenau in Ludwigshafen mit realistischen Außenseiterchancen - Platz drei würde schon reichen

In Bestbesetzung tritt der SC Luhe-Wildenau an und will den Aufstieg in die 2. Keglerbundesliga perfekt machen. Zum Team der Oberpfälzer gehört natürlich auch Ivan Bosko.
von Norbert DietlProfil

SC Luhe-Wildenau (Bayern), KV Liedolsheim (Nordbaden), SKC Old School Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz) und der 1. KC Rothenbergen (Hessen) vertreten ihre jeweiligen Landesverbände am Samstag bei den Aufstiegsspielen zur 2. Keglerbundesliga Nord/Mitte. Die Relegation auf den Bahnen im "Classic-Treff" in Ludwigshafen geht ab 10.30 Uhr über die Bühne.

Nach dem nur ein Jahr andauernden Gastspiel in der 2. Keglerbundesliga hat der SC Luhe-Wildenau in der Saison 2018/19 mit der Meisterschaft in der Bayernliga Nord zunächst einmal die Voraussetzungen für eine postwendende Rückkehr in die zweite Liga geschaffen. Während durch den Aufstieg von Friedrichshafen in die 1. Bundesliga die Aufstiegsspiele zur 2. Bundesliga Süd/West entfallen und der Südmeister Hallbergmoos unmittelbar aufsteigt, müssen sich die Oberwildenauer Kegler als Meister der Bayernliga-Nord den angestrebten Platz in der 2. Bundesliga Nord/Mitte erst in der Aufstiegsrunde erkämpfen.

Jetzt drei Aufsteiger

War zunächst nur von zwei Aufsteigern die Rede, so hat sich am Donnerstagabend ergeben, dass drei der vier am Aufstiegsturnier beteiligten Mannschaften im kommenden Jahr in der 2. Bundesliga an den Start gehen können. Der Umstand, dass Rot-Weiß Hirschau in die 1. Bundesliga aufgestiegen ist und der ASV Neumarkt als Erstligaabsteiger seine Mannschaft ab sofort aus dem DKBC-Spielbetrieb abgemeldet hat, ermöglicht jetzt drei Mannschaften den Aufstieg. Der SC Luhe-Wildenau sieht sich selbst in der Rolle des Außenseiters, mit allerdings durchaus realistischen Chancen. In diesem Jahr wird die Aufstiegsrunde turnusgemäß vom Landesverband Rheinland-Pfalz ausgetragen, wobei die Spiele im Ludwigshafener "Classic-Treff", dem Landesleistungszentrum des Verbandes, stattfinden. Unschwer auszurechnen, dass die Konkurrenz des SC auf dieser Zwölf-Bahnenanlage klar im Vorteil ist.

Der in der Rheinland-Pfalz-Liga spielende Nordbaden-Vertreter KV Liedolsheim war schon vor zwei Jahren mit Oberwildenau in die 2. Liga auf- und postwendend wieder abgestiegen, spielt mit einer Sondergenehmigung in der Rheinland-Pfalz-Liga und wäre bis Rang fünf (!) in der dortigen Abschlusstabelle ohnehin für die Aufstiegsrunde qualifiziert. Liedolsheim wurde Meister, so dass der Vizemeister und eigentliche Rheinland-Pfalz-Meister Old School Kaiserslautern ebenfalls in die Relegation geht.

Dass diese beiden Teams die nur 50 Kilometer entfernten Bahnen in Ludwigshafen bestens kennen, versteht sich von selbst. Nachdem die Aufstiegsrunde praktisch vor der Haustüre stattfindet, hat in diesem Jahr wieder einmal ein hessischer Vertreter seinen Hut in den Ring geworfen. Zwar spielte man in der Hessenliga bislang noch nach dem 200er Modus, kann sich aber mit einem Erfolg in der Relegation für die 120er zweite Liga qualifizieren.

Hessen im Vorteil

Weil der Hessenmeister EK Heigenbrücken sich für den Aufstieg in die 1. Bundesliga der DCU (200er Spiel) entschieden hat, rückt der 1. KC Rothenbergen als Vizemeister nach. Da die Hessen bislang nur nach dem 200er Modus gespielt haben und für sie Satz- und Mannschaftspunkte keine Rolle spielten, sind sie in den Aufstiegsspielen klar im Vorteil. Man muss auch davon ausgehen, dass alle drei Konkurrenten des SC in den letzten zwei Wochen die Gelegenheit zu einem Training im "Classic-Treff" genutzt haben dürften, was den Oberwildenauern bei einer Entfernung von 350 Kilometer nicht möglich war. Gespielt wird am Samstag zweimal auf Ergebnis, das heißt, dass nach zweimal 120 Wurf die drei Mannschaften mit dem besten Gesamtergebnis jubeln dürfen. Das vierte Team geht leer aus und muss im kommenden Jahr wieder auf Verbandsebene sein Glück versuchen.

Da am gleichen Tag zweimal 120 Schub zu spielen sind, wollen die Oberwildenauer kein Risiko eingehen und fahren mit Ivan Bosko, Jiri Vicha, Manuel Kessler, Daniel Wutz, Patrick Fickenscher, Marco Maier, Michael Grünwald, Gert Erben, Manuel Ottorepetz und Claus Rösch nach Ludwigshafen.

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