27.05.2018 - 16:20 Uhr
Luhe-WildenauSport

Vohenstrauß siegt spät in turbulentem Spiel

Die SpVgg Vohenstrauß darf nach einem 1:0-Sieg gegen den SC Luhe-Wildenau weiter vom Klassenerhalt in der Bezirksliga träumen. 727 Zuschauer erlebten beim TSV Detag Wernberg auch einen Notarzt-Einsatz sowie einen Schiedsrichter-Wechsel.

Die Vohenstraußer Spieler begruben Felix Diermeier nach dessen Siegtreffer in der 89. Minute unter einer Jubeltraube.
von Joachim LuffProfil

(lfj) Die SpVgg Vohenstrauß hat die erste Etappe zum Verbleib in der Bezirksliga genommen, der SC Luhe-Wildenau dagegen bleibt Kreisligist. Vor einer stattlichen Zuschauerkulisse im Unterköblitzer Detag-Stadion setzte sich der Tabellen-13. der Bezirksliga Nord knapp mit 1:0 gegen den Vizemeister der Kreisliga Süd Weiden durch.

Beide Mannschaften begegneten sich am Samstagnachmittag auf Augenhöhe. Die intensiv geführte Partie litt aber unter vielen Verletzungsunterbrechungen, so dass besonders im ersten Durchgang, der gut 30 Minuten länger dauerte, nur wenig Spielfluss zustande kam. Besonders bitter für Vohenstrauß war die schwere Verletzung von Sebastian Striegl nach einer Viertelstunde, der nach einem Zweikampf mit Verdacht auf Schienbeinfraktur mit dem Sanka ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Ebenso kurios war die Bänderverletzung von Schiedsrichter Tobias Späth, der im Eifer des Gefechts von einem Spieler umgerannt wurde und zur Pause durch seinen Assistenten David Seefried ersetzt werden musste. Für Seefried ging der als Zuschauer anwesende Roman Solter an die Linie.

Während der Spiels hatte Luhe-Wildenau leichte optische Vorteile im Mittelfeld, Vohenstrauß stand aber ziemlich sicher in der Abwehr und ließ in der ersten Halbzeit keine richtig klare Chance des SC zu. Auf der anderen Seite hätte es für die SpVgg nach Foul an Nico Neidhardt an der Torauslinie (8.) durchaus Strafstoß geben können. Vohenstrauß hatte jetzt die klareren Chancen durch den für Striegl ins Spiel gekommenen Felix Diermeier (40./45.+11) sowie Nico Neidhardt (45.+17), der eine todsichere Chance liegen ließ.

Später Siegtreffer

Nach Wiederbeginn war zunächst wieder Luhe-Wildenau zielstrebiger, Vohenstrauß verstärkte die Defensive und versuchte über lange Bälle zum Erfolg zu kommen. Einen Kopfball von Benjamin Scheidler (48.) lenkte SpVgg-Keeper Manuel Häusler über den Querbalken, Ludwig Tannhäuser (60.) verzog nur knapp am langen Pfosten vorbei. Der agile Nico Argauer setzte seinen Schuss vom Strafraumeck nach starker Einzelleistung an die Unterkante der Querlatte.

Nach weiteren Unterbrechungen fiel die Entscheidung: Diermeier setzte sich nach einem langen Pass gegen Scheidler durch und vollstreckte flach zur umjubelten Vohenstraußer Führung (89.). Wegen der vielen Unterbrechungen blieben dem SC zwar noch gut acht Minuten Zeit zum Ausgleich, doch die SpVgg ließ nichts mehr zu und vergab durch Diermeier bei zwei hundertprozentigen Möglichkeiten gar die endgültige Entscheidung. Vohenstrauß hat nun am Dienstag in Etzenricht die Möglichkeit, gegen die SpVgg SV Weiden II, die sich gegen den TSV Stulln klar mit 5:1 durchsetzte, in die nächste, finale Runde einzuziehen.

SpVgg Vohenstrauß: Häusler, Gmeiner, Kraus (70. Schieder), Kett, Striegl (15. Diermeier), Dobmayer, Neidhardt, Rewitzer, Müssig, Zäch (78. Stahl), Pfab

SC Luhe-Wildenau:Kummer, B. Urban, Gleißner, Dworzak, Argauer, S.Frischholz, Igl (76. M. Frischholz), Scheidler, Tannhäuser, Bertelshofer, Regner

Tor: 1:0 (89.) Felix Diermeier - SR:1. Halbzeit, Tobias Späth (FC Furth i.W.); 2. Halbzeit, David Seefried (ASV Cham) - Zuschauer:727 beim TSV Detag Wernberg

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