16.09.2019 - 17:30 Uhr
MantelSport

Tobias Heindl tritt beim VfB Mantel zurück

Der Trainer des Kreisligisten zieht Konsequenzen aus dem mageren sportlichen Zwischenergebnis: Nur vier Zähler aus acht Spielen sind zu wenig. Die VfB-Vereinsführung ist überrascht.

Trainer Tobias Heindl hat beim VfB Mantel seinen Rücktritt erklärt.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Die Fußball-Kreisliga Nord meldet den ersten Trainer-Rücktritt in der laufenden Saison: Tobias Heindl hat beim VfB Mantel unmittelbar nach der 2:3-Heimniederlage am Sonntag gegen den SC Kirchenthumbach das Handtuch geworfen. Nach dem Schlusspfiff ging der 42-Jährige in die Kabine und teilte den Spielern seinen Entschluss mit. "Es waren zwei schöne Jahre beim VfB Mantel", sagte Heindl am Montag gegenüber unserer Zeitung. "Aber ich erachte es für richtig, diesen Schritt jetzt zu gehen."

"Ausschlaggebend" waren laut Heindl letztlich der aktuelle Tabellen- und Punktestand. Mit lediglich vier Zählern belegt der Vorjahresneunte VfB Mantel derzeit den zwölften Tabellenplatz. Der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz beträgt zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison bereits sechs Punkte. "Als Trainer wird man automatisch mit Zahlen und Daten konfrontiert", erklärte Heindl. "Und wenn man dann nach einem Saisondrittel nur vier Punkte aufweist und sich mehr erhofft hat, stellt sich die Frage, ob man das Ziel Klassenerhalt erreichen kann."

Sein Rücktritt, so Heindl, sei keine Entscheidung gegen den Verein oder gegen die Mannschaft. "Der Trainingsbesuch war hervorragend, der Vereinsführung ist nichts vorzuwerfen", betonte Heindl. Man müsse aber als Trainer "ehrlich zu sich sein" und eine Situation "selbstkritisch" betrachten. "Das habe ich getan. Der Antrieb, Konsequenzen zu ziehen, ist von mir selbst gekommen. Auch um der Mannschaft einen neuen Impuls zu geben."

Von der Entwicklung "völlig überrascht" zeigte sich am Montag Richard Paulus. "Wir haben erst letzte Woche miteinander gesprochen. Das gab es keine Anzeichen für einen Rücktritt", sagte der VfB-Vorsitzende und gab zu: "Da muss ich mich erst schütteln. "

Wie es genau weitergeht beim Kreisligisten, ist offen. Fest steht: Zunächst wird Michael Stubenvoll, mit 45 Jahren der Oldie im VfB-Kader, das Training leiten. "Das ist aber keine langfristige Lösung", betonte Paulus. "Wir werden uns auf dem Trainermarkt umsehen. Aber das wird zum jetzigen Zeitpunkt nicht einfach." Keine Zweifel hat Paulus an der Qualität des Kaders. "Wir können in der Kreisliga bestehen. Nur bringen wir aktuell die Leistung nicht auf den Platz." Dass man Spiel für Spiel schnelle Gegentore bekomme und regelmäßig einem Rückstand hinterherlaufe, dafür könne der Trainer nichts. "Tobias Heindl hat gute Arbeit geleistet", sagte Paulus.

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