13.03.2020 - 17:13 Uhr
MarktredwitzSport

Volleyballer der VGF Marktredwitz schieben Frust

Es fühlt sich an, als hätte urplötzlich einer Dampf aus dem Kessel gelassen. Die Volleyballer der VGF Marktredwitz stehen womöglich vor den Trümmern einer eigentlich erfolgreichen Saison.

Jan Liebscher, Vorsitzender und Trainer der VGF Marktredwitz, bangt mit seiner Mannschaft um den eigentlich bereits feststehenden Aufstieg in die 3. Liga. Nach dem vorzeitigen Saisonende im deutschen Volleyball weiß niemand, ob die Spielzeit überhaupt gewertet wird.

Irgendwie innerlich leer fühlt sich Jan Liebscher - Vorsitzender, Kapitän und Trainer des Volleyball-Regionalligisten VGF Marktredwitz. Die sichergeglaubte Rückkehr in die Drittklassigkeit als frühzeitig feststehender Meister steht mehr denn je infrage.

Die Entscheidung des deutschen Dachverbandes DVV, die Saison wegen der Corona-Krise vorzeitig zu beenden, sei für ihn allerdings absolut nachvollziehbar, doch sie trifft seinen Verein bis ins Mark. Nach der Entscheidung des Dachverbandes DVV am Donnerstag die Saison von der Bundesliga bis hinunter zu den Regionalligen vorzeitig zu beenden, stellt sich nun die Frage: Wie geht es weiter? Wie Bundesspielwart Gerald Kessing in einer Pressemitteilung schreibt, sei eine weitere Durchführung "nicht mehr vertretbar" gewesen. "Regelungen zu Auf- und Abstieg werden zu einem späteren Zeitpunkt getroffen und kommuniziert." Zumindest für das Volleyball-Oberhaus steht fest, dass es bei Frauen und Männern keinen deutschen Meister und keinen Regelabsteiger geben wird.

Liebscher hofft allerdings inständig, dass es nicht wie im Eishockey kommt, wo Auf- und Abstieg für diese Saison in allen Spielklassen ausgesetzt wurden. "Das wäre wirklich bitter nach so einer dominanten Saison", sagt der 42-Jährige. "Ich befürchte erst mal das Allerschlimmste." Noch aber sei keine Entscheidung gefallen.

Die Gespräche, was die personelle Situation für das neue Spieljahr angeht, sollten bei der VGF eigentlich nach der Heimpartie an diesem Samstag gegen Regenstauf erfolgen. "Vielleicht treffen wir uns zum Training. Ich denke doch, dass die Mannschaft so zusammenbleibt." Unsicher ist Jan Liebscher, wie die Aktiven mit dieser vertrackten Situation umgehen. "Es wäre in jedem Fall eine Riesenenttäuschung, wenn uns der Aufstieg versagt bliebe", bedauert der Vorsitzende.

Auch die Marktredwitzer Damen leiden hart unter der Absage. Sie hätten im Titelkampf der Landesliga Nordost den letzten und entscheidenden Spieltag gegen den SV Wilting und SV Hahnbach II bestritten. Mit zwei Siegen wäre die sofortige Rückkehr in die Bayernliga Nord nach dem freiwilligen Rückzug dank einer furiosen Aufholjagd perfekt gewesen. Auch im Frauen-Lager herrscht nun Tristesse.

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