München
30.03.2026 - 12:14 Uhr

"König von Giesing": Trainer-Legende Karsten Wettberg ist tot

Karsten Wettberg ist tot. Der ehemalige Fußball-Trainer des TSV 1860 München ist im Alter von 84 Jahren verstorben.

Karsten Wettberg ist im Alter von 84 Jahren gestorben Archivbild: Petra Hartl
Karsten Wettberg ist im Alter von 84 Jahren gestorben

Knapp ein Jahr nach dem Tod von Werner Lorant trauert der TSV 1860 München um eine weitere Trainer-Legende. Wie der Fußball-Drittligist mitteilte, ist Karsten Wettberg am Sonntag nach langer Krankheit im Alter von 84 Jahren friedlich eingeschlafen.

Zweifellos war Karsten Wettberg einer der schillerndsten Trainer in der langen Vereinsgeschichte der "Löwen". Der nur 1,67 Meter große Wettberg war volksnah, pflegte eine direkte Ansprache und identifizierte sich mit dem TSV 1860 wie kaum ein anderer vor ihm. Wettberg kam Anfang 1990 zu den "Löwen". Unter ihm feierten die Sechziger nach langen Jahren in der Drittklassigkeit endlich den Aufstieg in die 2. Bundesliga. In der Zeit von Februar 1990 bis Juni 1991 legte er mit seiner Mannschaft eine sensationelle Serie von 54 Pflichtspielen ohne Niederlage hin.

Den Titel „König von Giesing“ bekam er bei der Ehrung zum Aufstieg 1991 in die 2. Bundesliga auf dem Rathausbalkon vom damaligen Münchener Oberbürgermeister Georg Kronawitter verliehen. „Darauf bin ich richtig stolz“, ließ Wettberg keine Zweifel daran, was ihm die Zeit als Löwen-Coach bedeutete.

Aber auch andere bayerische Vereine profitierten von der Erfahrung eines Karsten Wettberg. So stieg er auch mit der SpVgg Unterhaching in die Zweitklassigkeit auf, den SSV Jahn Regensburg führte er von der Landesliga in die damalige Regionalliga Süd. 1986 gewann er zudem mit der SpVgg Landshut den Titel in der seinerzeit drittklassigen Bayernliga. Weitere Stationen waren unter anderem der FC Augsburg, der Freie TuS Regensburg und SV Seligenporten. "Wir verlieren eine prägende Persönlichkeit und eine echte Ikone des bayerischen Fußballs", sagte Christoph Kern, Präsident des Bayerischen Fußballverbands, zum Tod von Karsten Wettberg.

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