München
21.01.2026 - 05:33 Uhr

Olympia-Aus? DOSB will für Nordische Kombination kämpfen

Zweieinhalb Wochen vor den Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo spricht der Chef de Mission auch über die ungewisse Zukunft einer Traditionssportart - und zeigt sich mitunter überrascht.

Olaf Tabor macht sich für einen Olympia-Verbleib der Nordischen Kombination stark. Bild: Peter Kneffel/dpa
Olaf Tabor macht sich für einen Olympia-Verbleib der Nordischen Kombination stark.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will sich weiter dafür einsetzen, dass die Nordische Kombination auch über dieses Jahr hinaus weiter zum Programm von Winterspielen gehört. Man unterstütze das an „allen erdenklichen Stellen“, sagte DOSB-Vorstand Olaf Tabor. 

Bei den bevorstehenden Spielen in Italien vom 6. bis 22. Februar, für die die deutschen Teilnehmer in München zuletzt offiziell eingekleidet wurden, dürfen in der Nordischen Kombination nach wie vor nur Männer starten. 2030 in den französischen Alpen droht die Traditionssportart komplett draußen zu sein.

Frauen-Wettbewerb wäre „Mehrwert“

„Wir sind auch überrascht gewesen, dass die Damen nicht – wie jetzt eigentlich in allen olympischen Sportarten - integriert worden sind. Es wäre auch an dieser Stelle eine gute Idee gewesen“, sagte Tabor mit Blick auf die Spiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo in zweieinhalb Wochen. Die Wettbewerbe der Damen würden „einen Mehrwert darstellen“, meinte der 54-Jährige.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) fordert für 2030 eine vollständige Gleichstellung der Geschlechter. Wenn eine Disziplin diese nicht erfüllt, könnte sie aus dem Programm gestrichen werden. Das drohende Olympia-Aus der Nordischen Kombination, in der die Deutschen seit Jahren große Erfolge und Medaillen bejubeln, sorgte zuletzt schon für reichlich Diskussionen. Eine Entscheidung über ihre Olympia-Zukunft wird im Laufe dieses Jahres erwartet.

© dpa-infocom, dpa:260121-930-574047/1

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.